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2168: Der Sarkan-Kämpfer

Autor: Michael Nagula

Inhalt
Der Sarkan-Kämpfer, das ist der echsenartige Dron Qertan, der vor einigen Jahren von Ascari da Vivo aus tödlicher Gefahr gerettet worden ist und ihr seitdem als treu ergebener Leibwächter und Sicherheitschef dient. Zum Sarkan-Kämpfer werden nur verdiente Dron, sie erfahren dann auf eine Weise, die nicht näher erläutert wird, eine Bewußtseinserweiterung und Steigerung ihrer kämpferischen Fähigkeiten. Da dies für den Verlauf des Romans völlig bedeutungslos ist, gehe ich nicht weiter darauf ein. Der Roman wird jedenfalls weitgehend aus der Sicht Qertans erzählt.

Der Dron hat sich an Bord der LEIF ERIKSSON eine kleine Zelle von Informanten aufgebaut, die Opfer hat er mit Hilfe einer aufputschenden Droge von sich abhängig gemacht. Auf diese Weise erfährt er, daß den Terranern zusammen mit Trah Zebucks fliegendem Thron nicht nur Positionsdaten eines wichtigen Tradom-Zentrums in die Hände gefallen sind, sondern auch Zugangsdaten. Und diese Informationen hat Perry Rhodan seinen arkonidischen Verbündeten noch nicht zugänglich gemacht - ob es ein Versehen ist, daß die Arkoniden von diesen Unterlagen noch nicht einmal in Kenntnis gesetzt worden sind, darf bezweifelt werden. Prompt rauscht Ascari da Vivo aufgebracht zum Residenten, als der Dron ihr seine Erkenntnisse mitteilt. Rhodan scheint die Sache nicht besonders ernst zu nehmen, muß sich aber erst einmal auch keine Ausrede ausdenken, denn zunächst sind andere Ereignisse wichtiger: Einige tausend mit PDP-Distanznadlern ausgerüstete Großkampfschiffe der LFT erscheinen am Sternenfenster und Troym LeCaro platzt mit einer aufsehenerregenden Nachricht in die Besprechung: Er hat in einer der Fensterstationen einen Notruf des letzten eltanischen Würfelschiffs, der TEFANI, aufgefangen, das zu einer geheimen Mission wegen des PROJEKTS FINSTERNIS aufgebrochen war. LeCaro weiß selbst angeblich nichts über den Zweck dieses Projekts, drängt Rhodan jedoch, dem Schiff zu Hilfe zu eilen. Dieser und Ascari sind dazu gerne bereit und brechen mit einer Flotte zum 76.000 Lichtjahre entfernten Oika-System auf, wo die TEFANI sich befinden soll. Qertan bleibt an Bord der LEIF, durch diese Maßnahme soll das angeknackste Vertrauensverhältnis zwischen Terranern und Arkoniden wieder gekittet werden.

Genau das sorgt aber für weitere Probleme, denn einer von Qertans Informanten-Junkies, der schon seit geraume Zeit keinen Drogen-Nachschub erhalten hat und unter schweren Entzugserscheinungen leidet, macht sich an den Dron heran. Der hetzt einen anderen aus der Informantenzelle gegen ihn auf und bei der unvermeidlichen Auseinandersetzung kommen beide Süchtigen ums Leben. Kleine Episode am Rande: Der Süchtige, der Qertan ans Leder wollte, ist ein ehemaliger Monochrom-Mutant, der mit dem Verlust seiner Gabe und dem frühen Tod seiner Freundin nicht zurechtgekommen ist. Letzlich kommen Qertans Spionagetätigkeiten doch ans Licht, aber die Terraner sehen großzügig darüber hinweg. Ascari ist allerdings not amused über die Vorgehensweise ihres Sicherheitschefs.

Im Oika-System wird die TEFANI von hunderten AGLAZAR-Schlachtschiffen bedrängt. Die galaktischen Einheiten greifen sofort in den ungleichen Kampf ein, der Schutzschirm der TEFANI ist aber nahe am Zusammenbrechen. Kurzerhand nähern sich die LEIF und die KARRIBO dem eltanischen Schiff bis auf kürzeste Distanz und verstärken seinen Schirm mit ihren Paratrons. Plötzlich scheinen die Schirme trotzdem zusammenzubrechen, sie werden schwarz. In Wirklichkeit besteht aber keine Gefahr, denn dieser Effekt war offenbar von den Eltanen beabsichtigt: Alle drei Schiffe werden um ca. 160.000 Jahre in die Vergangenheit versetzt und befinden sich somit in einer Zeit, in der die Thatrix-Zivilisation noch nicht von der Inquisition der Vernunft zerschlagen worden war. Für die Galaktiker ist klar: Die Eltanen (die übrigens auf keinen Funkanruf reagieren) wollen die Vergangenheit ändern!

Kurz notiert
Und wieder mal eine Zeitreise. Tja, damit dürfte geklärt sein, woher die terranischen Skelette stammen, die man in Tradom gefunden hat, und wohl auch die Rudimentsoldaten: Entweder sind einige aus der Besatzung der LEIF in der Vergangenheit gestrandet oder dort bei Einsätzen ums Leben gekommen. Wer weiß: Vielleicht hat so mancher Terraner da vor seinem eigenen Skelett gestanden? Somit war meine Spekulation mit den Zeitreisenden richtig. Jetzt stellen sich nur noch zwei Fragen: Wen wird es erwischen, d.h. wer bleibt (lebendig oder tot) in der Vergangenheit? Und: Wie sollen die LEIF und die KARRIBO wieder aus der Vergangenheit zurückkommen?

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