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2164: Kinder der Sterne

Autor: Susan Schwartz

Inhalt

Die SOL ist unterwegs zur Galaxis Salthi, um über den dort positionierten Mega-Dom den Mahlstrom der Sterne zu erreichen. Dort soll sich das erste Thoregon der Helioten befinden und mit den Helioten müssen die Galaktiker Kontakt aufnehmen, um deren Beeinflussung des Moralischen Kodes zu beenden. Wir erinnern uns: Aufgrund der Aktivitäten der Helioten fühlen die Kosmokraten sich bedroht und wollen alle Galaxien, in denen es Thoregons oder auch nur Potentiale für die Entstehung von Pilzdomen gibt, durch Galaxienzünder vernichten. Außerdem droht in der Galaxis Hangay, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Milchstraße liegt, durch die Beeinflussung der Materiequelle GOURDEL eine Negasphäre zu entstehen.

Unterwegs dorthin stehen aber zunächst einmal die ganz alltäglichen Probleme der Besatzung mit ihrem aufmüpfigen Nachwuchs im Vordergrund. Besonders der Sohn von Fee Kellind, der Kommandantin der SOL, macht seinen Eltern Sorgen, weil er sich immer wieder unerlaubt Zugriff auf wichtige Bordsysteme verschafft und auf diese Weise sogar eine Konferenz der Schiffsführung abhört, auf der die schweren Gefahren diskutiert werden, die zahlreichen Galaxien drohen. Damit ist er der erste der Besatzung, der das erfährt, denn diese Informationen wurden bisher noch nicht öffentlich bekanntgemacht. Atlan hat seine eigenen Probleme: Immer wieder grübelt er darüber nach, was ihm wohl in der Zeit widerfahren ist, an die er sich nicht erinnern kann und während der er im SOL-Mittelteil verschwunden war. Er ist davon überzeugt, daß irgend etwas oder irgend jemand sich dort verbirgt, der nicht aufgestört werden sollte.

Ein weiteres Problem besteht in der nötigen Veränderung des psionischen Imprints der SOL, der so umprogrammiert werden muß, daß das Schiff nicht in den PULS der Milchstraße versetzt wird, sondern in sein Gegenstück im Mahlstrom. Diese Veränderung ist nicht so einfach zu verwirklichen, denn zunächst müssen die Daten, die man von den Pangalaktischen Statistikern erhalten hat, entschlüsselt werden und es wird fieberhaft nach einer technischen Lösung für die Veränderung des Imprints gesucht. Wegen ihrer Neutralitätsverpflichtung haben die Statistiker den Galaktikern keine weitere Hilfe im Umgang mit den Daten zur Verfügung gestellt. Myles Kantor entwickelt schließlich die sogenannte Aura-Zange, mit der der psionische Imprint umprogrammiert werden kann. Beim Mega-Dom von Salthi müssen die Galaktiker sich zunächst mit den Bewohnern einer ganzen Flotte aus Raumschiffen, Stationen und Asteroiden einigen, die diesen Ort als heiligen Handelsplatz ansehen. Man vereinbart einen bestimmten Wegezoll und nutzt die Wartezeit bis zur Fertigstellung der Aura-Zange für ausgiebiges Shopping und den Besuch von Vergnügungszentren. Auch die Kinder der SOL dürfen einen eigens für sie hergerichteten Asteroiden besuchen - das ist das erste Mal, daß die Kleinen ihre Heimat, das Generationenschiff, verlassen.

Als die Aura-Zange endlich fertig ist, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Sie scheint nicht komplett funktionsfähig zu sein, ist aber in der Lage, aus dem psionischen Imprint des Mega-Doms eine Art Lageplan oder Streckennetz herauszulesen, in dem die Standorte von DREITAUSEND Mega-Domen verzeichnet sind! Außerdem wird so festgestellt, daß sich im Mahlstrom offenbar zwei der riesigen Pilzdome befinden. Beim Anflug auf den Dom gibt es unerwartete Schwierigkeiten: Aufgrund der nicht hundertprozentig korrekten Ausstrahlungen der Aura-Zange verdummen alle erwachsenen Besatzungsmitglieder und benehmen sich wie Kinder - was im Falle von Tolot recht bedrohlich wirkt. SENECA erkennt Arlo Kellind als befehlsberechtigt an, weil er der Sohn der Kommandantin und der beherzte Junge gibt nach Rücksprache mit dem Lord-Eunuchen dem Mom`Serimer (die ebenfalls nicht von der Verdummung betroffen sind) den Befehl, den Dom zu durchfliegen und danach die Werte der Aura-Zange auf die Ursprungswerte zurückzusetzen, wodurch die Verdummung hoffentlich rückgängig gemacht wird.

Kurz notiert:
Es hätte nicht gerade ein Kind sein müssen, daß die Lösung für ein Problem findet, das zuvor schon Myles Kantor und anderen Wissenschaftlern Kopfzerbrechen bereitet hatte, aber - wieder mal ein schöner Roman von Susan Schwartz für die ganze Familie. Das Alltagsleben der neuen Solaner wird aus der Sicht von Arlo Kellind anschaulich geschildert und so langsam gewöhnt man sich an den Gedanken, daß die SOL wirklich wieder ein Generationenraumschiff ist.

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