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2163: Die Media-Ritter

Autor: H.G. Francis

Inhalt
Trah Zebuck ist nach seiner letzten Niederlage am Sternenfenster zum Gejagten geworden. Mit der TRAJAN auf den Fersen schlägt er sich mit der halbwracken TRAH BAR zum Planeten Kechta durch, wo er sich vor dem Zorn der Inquisition und/oder der Terraner verstecken will. In allen Sternenkatalogen ist das von ihm ausgewählte Sonnensystem planetenlos, aber der Konquestor weiß es besser. Beim Eintritt in die Atmosphäre stürzt die TRAH BAR ab. Nur Zebuck und der Valenter Gruzs Thran (ein Geheimdienstchef) überleben die Vernichtung des Katamars. Während der Valenter von den Bewohnern des Planeten, den Kechten, aufgenommen wird, schlägt Zebuck sich mit seinem noch teilweise funktionsfähigen Konquestorensessel durch. Die Kechten leben in einer Gesellschaft, in der trotz technischer Fortschritte alte Traditionen und Aberglauben so tief verwurzelt sind, daß sie weite Teile des täglichen Lebens bestimmen. Gleichzeitig sind alle Lebensbereiche medial vernetzt und ständig werden Nachrichten über alles und jeden gesendet, d.h. so etwas wie ein Privatleben gibt es kaum noch. Überall stehen Kameras, die ununterbrochen filmen, und fast jeder Kechte ist die meiste Zeit damit beschäftigt, alles mögliche zu filmen oder sich Filmbeiträge anzusehen. Als die Trümmer der TRAH BAR auf Kechta aufschlagen (wobei eine Kechtin, die zu nahe am Geschehen gefilmt hat, erschlagen wird), ist dieses Geschehnis bald überall bekannt.

Die TRAJAN hat Zebucks Schiff verfolgt und kommt gerade rechtzeitig, um die Brände zu löschen, die von den brennenden Schiffstrümmern ausgelöst werden sind und die eine Stadt bedrohen. Die dankbaren Kechten erklären sich bereit, den Terranern bei der Suche nach Zebuck zu helfen, zumal der ein Massaker unter den hilflosen Wesen anrichtet. Zebuck kann sich nirgends verstecken, schließlich gibt es auf Kechta praktisch keinen Ort, der nicht dauernd gefilmt wird. So erobert er mit den Waffen seines fliegenden Sessels ein Kernkraftwerk und droht damit, dieses zu sprengen. Er will Roi Danton auf diese Weise zwingen, ihm freies Geleit zuzusichern. Danton geht auf Zebucks Forderungen ein und erklärt sich bereit, die Sache im wahrsten Sinne des Wortes mit ihm auszufechten: Der Terraner und der Konquestor liefern sich im durchgehenden AKW ein Degenduell. Danton hat zwar einen schweren Stand, aber letztlich gewinnt er und tötet den zu groß geratenen Schimpansen.

Die Bedrohung ist damit noch nicht gebannt, denn die Konsole, mit der Zebuck die Überhitzung des Kraftwerks eingeleitet hat, wird vom Sessel des Konquestors bzw. dessen Energieschirm blockiert, Danton kommt nicht an die Schaltanlage heran. Da greift Gruzs Thran ein, der sich ebenfalls in das Kraftwerk durchgeschlagen hat. Der von der Strahlung der beschädigten AGLAZAR-Aggregate schwer verwundete Valenter, der schon seit längerem Zweifel an der Vorgehensweise der Inquisition gehabt hat, deaktiviert mit letzter Kraft den Sessel, bevor er stirbt. Daraufhin können Zebucks fatale Schaltungen rückgängig gemacht werden. Zebucks Sessel kann geborgen und untersucht werden. Man entdeckt darin elektronische Aufzeichnungen des Konquestors, aus denen hervorgeht, wohin sein aus dem Trapitz-System geflohenes Festungs-Raumschiff gebracht worden ist, sowie einige Zugangscodes. Diese Informationen werden Perry Rhodan übermittelt.

Kurz notiert
Einiges an diesem Roman kam mir sehr an den Haaren herbeigezogen vor, z.B. das Degenduell, mit dem über das Schicksal des Konquestors (und zahlreicher Kechten) entschieden werden soll. Wie praktisch, daß Zebuck sich die Zackenkrone ausreißen mußte - sonst hätte Roi Danton ja gar keine Chance mehr gehabt. Na gut, Trah Zebuck ist jetzt also auch hinüber. Damit wären außer den Inquisitoren keine echten oder zumindest bekannten Schurken in Tradom mehr übrig. Passenderweise wechselt jetzt erstmal die Handlungsebene zur SOL.

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