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2161: Fünf Stunden Hölle

Autor: Hubert Haensel

Inhalt
Die Zusammenarbeit mit Minster Nai Fukati, der sich auf der LEIF ERIKSSON befindet, gestaltet sich schwieriger als erwartet. Der Rudimentsoldat hatte zwar verkündet, er wolle nicht mehr gegen seine terranischen Brüder kämpfen, aber scheinbar verursacht dieser Entschluß einen schweren seelischen Konflikt. Jedesmal, wenn seine Therapeutin (und wer anders könnte das wohl sein als Bré Tsinga) ihm gegenüber das Reich Tradom erwähnt, schlägt er blind mit seinen Paragaben um sich und bringt die Kosmopsychologin damit mehrmals in erhebliche Gefahr. Bei einer genaueren Untersuchung des Gehirns findet man eine kleine Nervenzellengruppe, die offenbar künstlichen Ursprungs ist und höchstwahrscheinlich für Fukatis Probleme verantwortlich ist und verhindern soll, daß er freie Entscheidungen trifft. Fukati erklärt sich schließlich bereit, diesen Bio-Chip operativ entfernen zu lassen.

Inzwischen ist Trah Zebuck nicht untätig. Der Konquestor zieht Verstärkung in Form einer riesigen Flotte der Phesunkara aus der Fernen Provinz Myrrein zusammen. Dieses Volk verfügt zwar nur über relativ schwach bewaffnete Raumschiffe, aber ihre Flotte beläuft sich auf eine knappe Million Schiffe. Zebuck geht zu Recht davon aus, daß Rhodan Skrupel haben würde, die bislang noch nicht als Gegner in Erscheinung getretenen Phesunkara anzugreifen. Er will deren Flotte beim geplanten nächsten Angriff auf das Sternenfenster deshalb als Schutzschild für seine AGLAZARE und Valenterschiffe einsetzen. Die wahren Herrscher Tradoms haben aber offenbar noch andere Möglichkeiten. Einer der ominösen Inquisitoren bestellt Zebuck zu sich und gibt dem Konquestor deutlich zu verstehen, daß er dessen Pläne für Makulatur hält, obwohl er sie auch nicht verwirft. Der Inquisitor kündigt an, er werde in der bevorstehenden Schlacht die Schattenschiffe der Vatiicha in den Kampf werfen, was bei Zebuck für einiges Entsetzen sorgt, weil diese geheimnisvollen Wesen sich gerne auch mal gegen die eigenen Leute wenden. Der Inquisitor läßt keinen Zweifel daran, daß ihm das Schicksal der als Kanonenfutter vorausgeschickten Phesunkara völlig gleichgültig ist: Ihm geht es nur darum, endlich Perry Rhodan höchstpersönlich zu ergreifen oder zu töten.

Als die Phesunkara-Flotte sich am Sternenfenster sammelt, herrscht bei den vereinigten Flotten der Terraner, Arkoniden und Posbis höchste Alarmstufe. Auch die LEIF ERIKSSON begibt sich dorthin. Als die Phesunkara angreifen, zeigt sich, daß man auf Tradom-Seite unseren guten Perry durchaus richtig einzuschätzen vermag: Während die Arkoniden unter Ascari da Vivos Leitung ein lustiges Tontaubenschießen unter den Angreifern veranstalten, konzentrieren sich die Terraner ausschließlich auf die wenigen AGLAZARE und Valenter, schonen jedoch die Phesunkara, wo es nur geht. Jedenfalls solange, bis einige Einheiten der Terraner und später auch der Arkoniden und Posbis durch einen unerklärlichen Einfluß vernichtet werden. Die betroffenen Schiffe verglühen von innen heraus, obwohl ihre Schutzschirme nicht zusammenbrechen! Auch die LEIF wird von dieser eigenartigen Waffe angegriffen. Zum Glück sind immer noch die Antis auf Rhodans Schiff, denn diese können den unerklärlichen Angriff durch äußerste, permanente Kraftanstrengung eindämmen. Rhodans Wissenschaftler entdecken ein riesiges Wesen mit der Form eines fünfarmigen Seesterns, das die Paratrons der LEIF zu durchdringen versucht und dabei deren Energie in sich aufsaugt. Während die ersten Antis unter der Dauerbelastung zusammenbrechen, frißt sich ein zweiter Seestern in die Schirme der LEIF hinein. Auch innerhalb des Schiffs kommt es jetzt zu unerklärlichen Phänomenen: Mehrere Besatzungsmitglieder werden von Unbekannten - vermutlich durch eine Art Fiktivtransmitter oder ähnliches - entführt. Der Rudimentsoldat, dessen Operation nicht vollständig abgeschlossen werden konnte, kann eine Attacke dieser Art mit seinen Parakräften vereiteln, womit er beweist, daß er sich jetzt endgültig auf die Seite der Terraner gestellt hat.

Die LEIF wird gerettet, als die Wissenschaftler herausfinden, daß die Seesternwesen durch eine hochfrequente Oszillation der Schutzschirme abgetötet werden können. Währenddessen räumen die Arkoniden weiter unter den Phesunkara auf, deren Flotten von Tempelraumschiffen aus geleitet werden. Ascari läßt diese Einheiten vernichten und bricht dadurch den Zusammenhalt der Angreifer. Dann können die bis dahin unsichtbaren Schattenschiffe der Vatiicha ausfindig gemacht werden. Erst durch den Einsatz von Gravitationsbomben gelingt es, diese zu vernichten. Damit ist einmal mehr ein Angriff der Reichstruppen abgeschlagen worden. Trah Zebuck gibt jedoch noch nicht auf: Seine Dhyraba`Katabe-Wissenschaftler haben offenbar eine neue Waffe entwickelt, die demnächst zum Einsatz kommen soll...

Kurz notiert
Immer wieder wird betont, die DNS des Rudimentsoldaten würde zu 99 Prozent mit der eines Terraners übereinstimmen. Nun - die DNS eines Terraners stimmt zu 99 Prozent mit der eines Schimpansen überein und trotzdem können sich beide Spezies nicht mal untereinander fortpflanzen. Das heißt also eigentlich nicht viel.

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