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2160: Terror auf Luna

Autor: Uwe Anton

Inhalt
Als die Terraner sich anschicken, das auf Jontagu gekaperte und auf dem Erdmond geparkte AGLAZAR-Schlachtschiff zu untersuchen, erleben sie eine unangenehme Überraschung. Die AGLAZAR-Aggregate emittieren nämlich eine extrem starke Hyperstrahlung, die nicht nur die Systeme von TARA-Kampfrobotern schädigt, sondern auch zu einer lebensbedrohlichen Zellvergiftung bei Menschen führt. Blo Rakane scheint als einziger immun gegen diesen Einfluß zu sein. Die betroffenen Terraner - darunter auch Bré Tsinga - fallen ins Koma, zahlreiche sterben. Daß die Kosmopsychologin und einige andere am Ende doch überleben und keinerlei bleibende Schäden davontragen, ist nicht etwa der terranischen Medizin zu verdanken: Auf dem Höhepunkt der Krise erholen sich die Körper der Erkrankten auf unerklärliche Weise von selbst (wir kennen diesen Effekt seit den in Heft 2154 beschriebenen Abhärtungsmaßnahmen der Valenter).

Auf dem AGLAZAR wird derweil ein Rudimentsoldat unbemerkt aktiv. Das Gehirn, das sich selbst als treuen Diener des Reichs Tradom versteht, hat sich während der Überhitzungsphase in eine Pararealität geflüchtet und nutzt seine PSI-Fähigkeiten, um NATHAN zu sabotieren. Er manipuliert einige Gravitraf-Speicher, um diese zeitverzögert zur Explosion zu bringen. Der Name des Rudimentsoldaten ist Minster Nai Fukati und er wird auf unserer Seite des Sternenfensters nicht lange überleben, denn er leidet an einer tödlichen Krankheit, die nur durch regelmäßige Einnahme eines bestimmten Medikaments eingedämmt werden kann. Da er wenig Zeit hat und weil seine Kräfte schwinden, macht er einige Fehler, durch die die Terraner auf seine Anwesenheit aufmerksam werden.

An diesem Punkt kommt der kleine Klonelefant Norman ins Spiel. Der Mini-Dickhäuter wird mit dem experimentellen Prototyp eines speziell auf ihn zugeschnittenen High-Tech-Kampfanzugs ausgestattet und auf die PSI-Fährte des unbekannten Eindringlings gesetzt. Norman scheint tatsächlich etwas zu entdecken, aber bei diesem Einsatz legt er lediglich mit seinem Norminator-Anzug einige Tunnels der sublunaren Anlagen in Schutt und Asche und es gelingt nicht, den Fremden zu stellen. Zum Glück verlassen sich die Terraner nicht ausschließlich auf das launische Rüsseltier: Auch Blo Rakane sucht nach dem Rudimentsoldaten. Unterstützt wird er dabei durch einige Antis, die es tatsächlich schaffen, die Fähigkeiten des durch seine fortschreitende Krankheit ohnehin geschwächten Gehirns zu blockieren. Gegen die Strahlung des AGLAZAR-Aggregats kommen allerdings auch die Baalols nicht an. Letztlich gelingt es noch, die Manipulationen des Rudimentsoldaten rückgängig zu machen, so daß keine Gefahr mehr für den Erdmond besteht.

Der paralysierte Rudimentsoldat wird eingehend untersucht. Ergebnis: Seine DNS ist zu 99% mit der eines Terraners identisch. Die Abweichungen scheinen auf genetische Manipulationen zurückzuführen zu sein. Auch die Erkrankung wird diagnostiziert und behandelt: Minster Nai Fukati leidet an der Parkinsonschen Krankheit, gegen die es ein wirksames Gegenmittel gibt. Der Rudimentsoldat kann sich mit den Terranern unterhalten, glaubt zunächst aber kein Wort. Als man ihm erlaubt, einem Terraner eine Gewebeprobe zu entnehmen und mit den Möglichkeiten seines Gerätesockels zu untersuchen, muß er erkennen, daß er "unter Brüdern" ist, die ihm auch noch nachhaltig gegen seine Krankheit geholfen haben. Von diesem Augenblick an ist er kein Scherge der Inquisition mehr - er beschließt, daß er ab sofort den Terranern helfen will.

Kurz notiert
Okay, ich habe danebengetippt: Das Schwarze Nichts in der AGLAZAR-Zentrale ist kein Zeitbrunnen, sondern ein AGLAZAR-Aggregat. Aber vielleicht sind diese Aggregate ja sowas wie gezähmte Zeitbrunnen? Ha - nette Idee!
Wir erfahren ein paar Details über die Rudimentsoldaten: Diese werden von der Inquisition aus einem genetischen Reservoir gezüchtet und wissen außer ihrem Namen nichts über sich selbst. D.h. sie wissen nicht, wer oder was sie eigentlich sind, vor allem haben sie keine Ahnung, welchem Volk sie angehören. Ihre PSI-Fähigkeiten sind zwar angeboren, werden aber durch Genmanipulation und durch die technischen Einrichtungen des Sockels, der für sie eine Art Prothese ist, verstärkt. Und - wir ahnten es - sie sind wirklich und wahrhaftig Terraner! Mehr und mehr tippe ich auf Zeitreisende, die irgendwann in Tradom gestrandet sind.
Ausnahmsweise, und wirklich nur ausnahmsweise, gefallen mir diesmal die Norman-Sequenzen richtig gut! Vor allem deshalb, weil sie ganz offensichtlich selbstparodistisch angelegt sind. Besonders lustig fand ich den Moment, als Norman unter dem Gewicht seines mit allen möglichen (oder eigentlich unmöglichen) technischen Gimmicks und Waffen bestückten Anzugs einfach umkippt, anstelle sich mit einem Schlachtruf auf die Spur des Rudimentsoldaten zu setzen...
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