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2159: Raumschiff LEUCHTKRAFT

Autor: Robert Feldhoff

Inhalt
Als Alaska Saedelaere und Monkey zusammen mit den Cynos bei Eolix II ankommen, müssen sie erkennen, daß sie zu spät gekommen sind: Die Dunkelwolke, in der der Backup-Schaltplanet verborgen ist, wird durch ein undurchdringliches Kraftfeld abgeriegelt. Zu Recht nimmt man an, daß dieses Kraftfeld von der LEUCHTKRAFT errichtet worden ist. Auch Kafetchein, der als Mago über besondere PSI-Fähigkeiten verfügt, kommt gegen das Feld nicht an. Erst als Alaska das Cyno-Raumschiff verläßt und sich dem Feld nähert, kann dieses durchbrochen werden: Mit Hilfe des Anzugs der Vernichtung schafft Alaska eine Strukturlücke, durch die das Cyno-Schiff in die Dunkelwolke einfliegen kann. Tatsächlich findet man die LEUCHTKRAFT auf Eolix II vor, sie steht auf einem Raumhafen in der Nähe der zentralen Steueranlagen der vollautomatisch arbeitenden Schaltwelt. Die Zwerg-Androiden aus dem blauen Schiff sind schon emsig bei der Arbeit. Sie manipulieren die Steueranlagen und schalten weitere wichtige Schwarm-Einrichtungen ab, z.B. auch den Schmiegeschirm. Als dieser erlischt, hat der Schwarm als autarkes Gebilde aufgehört zu existieren, seine Sonnen und Planeten sind ab diesem Augenblick Bestandteil der Galaxis Fou, die der Schwarm gerade durchfliegt. Die Cynos bitten die in dieser Galaxis beheimateten Völker um Asyl und sehen einer ungewissen Zukunft entgegen. Sie beschließen, daß sie fortan den Frieden zu den Völkern von Fou bringen wollen, wenn sie schon nicht mehr ihre eigentliche Aufgabe (Intelligenz im Universum zu verbreiten) erfüllen können. Im Verlauf des Romans erfahren wir, daß Kys Chamei als letzter aller Schwärme in diesem Teil des Universums abgeschaltet worden ist.

Aber ich greife vor - zurück nach Eolix II: Dort dringen Alaska und Monkey in die LEUCHTKRAFT ein, was ihnen nur gelingt, weil Alaska den Anzug der Vernichtung trägt. Bei Kontakt mit der halbmateriellen Außenhülle des blauen Schiffs löst der Anzug eigenartige Reaktionen aus und plötzlich finden die beiden Galaktiker sich im Inneren des Schiffs wieder. Allerdings wirkt dieses kaum wie das Innere eines Raumschiffs, eher wie die Oberfläche eines fremden Planeten - ein Fluß schlängelt sich durch eine hügelige, von Urwald bedeckte Landschaft, es gibt eine artenreiche Flora und Fauna. Auch Zwerg-Androiden sind hier unterwegs. Monkey schnappt sich einen (hier scheinen die Zwerge vollständig materiell zu sein) und so erfahren die Galaktiker, daß sie sich tatsächlich innerhalb der LEUCHTKRAFT befinden. Dies sei das Heim der Frau Samburi Yura, sie wohne irgendwo am Ende des Flusses. Ein Kontakt mit ihr sei unmöglich, sofern sie die ungebetenen Gäste nicht von sich aus zu sich rufe. Die Galaktiker werden getrennt und haben unabhängig voneinander bizarre Erlebnisse. Während Monkey bei einem klassischen Hütchenspiel seine SAC-Augenimplantate gegen "echte" Oxtorneraugen eintauscht (!) sieht Alaska eine wunderschöne humanoide Frau, die er für Samburi Yura hält. Er kann jedoch keinen Kontakt zu ihr aufnehmen. Dann begegnet er einer pararealen Version seiner selbst, die im Gegensatz zu ihm noch Cappin-Fragment und Maske trägt. Alaska II bringt Original-Alaska in seine Gewalt und zwingt ihm das Cappin-Fragment auf! Umgehend beginnt das Cappin-Fragment damit, die Kummerog-Haut abzutöten, Alaska muß diesem Prozeß hilflos zusehen. Als er einmal mehr der schönen Unbekannten in eine Höhle folgt, wird er unversehens aus der LEUCHTKRAFT herausgestoßen.

Monkey, der mit seinen neuen Augen überglücklich ist, trifft währenddessen auf einen Lamuuni-Vogel, der wegen seiner Fähigkeit der Niveauteleportation von Samburi Yura an Bord der LEUCHTKRAFT gebracht worden ist. Da er diese Fähigkeit dort jedoch verloren hat, wurde er von der offenbar etwas launischen Frau mit Mißachtung gestraft. Jetzt möchte er Monkey als neuen Freund haben. Mit Hilfe des Lamuuni setzt Monkey sich auf Alaskas Spur und wird so schließlich ebenfalls nach draußen transportiert. Monkey und Alaska begeben sich zurück in das Cynoschiff, wo die Kummerog-Haut schließlich stirbt und wo der Oxtorner Alaska eine Plastikmaske bastelt...

Alaska, der völlig von der schönen Unbekannten fasziniert ist, will einen zweiten Versuch wagen, in die LEUCHTKRAFT einzudringen. Dazu kommt es jedoch nicht, denn jetzt zeigt Samburi Yura sich auf dem Raumhafen von Eolix II. Sie fordert von Alaska den Anzug der Vernichtung und von Monkey die organischen Augen zurück, weil diese ihr bzw. zur LEUCHTKRAFT gehören. Die beiden versuchen sich zu wehren, haben aber keine Wahl, als die Forderungen der Fremden zu erfüllen. Dann hebt das blaue Schiff ab und verschwindet. Alaska ist nun wieder der Mann mit der Maske - und Monkey? Der zunächst ziemlich verzweifelte Oxtorner hat mehr Glück als der Terraner, denn sein neuer Freund, der Lamuuni, führt ihn zu einer Stelle an dem Platz, wo bis jetzt die LEUCHTKRAFT gestanden hat. Und dort liegen die SAC-Implantate im Sand. Vermutlich wurden sie als Fremdkörper aus dem blauen Schiff ausgestoßen. Als sich zu guter Letzt auch noch ein Zeitbrunnen auf Eolix II ganz in Monkeys Nähe öffnet, treten die beiden Galaktiker ohne weiteres hinein, den Lamuuni nehmen sie mit.

Kurz notiert
Man kann es auch übertreiben mit dem Aufwärmen alter Serien-Legenden. Die SOL, Positroniken, die Cynos, Schwärme - und nun ein Cappin-Fragment für Alaska. Aus welchem Zylinder wurde das Ding jetzt wieder hervorgezaubert? Einmal mehr müssen "Pararealitäten" dafür herhalten, um irgend etwas zu verwirklichen, für das man sonst keine plausible Erklärung finden würde. Okay, der Kummerog-Haut weine ich keine Träne hinterher, denn die war im wahrsten Sinne des Wortes nur ein blasser Ersatz für das Cappin-Fragment. Und ohne diesen strahlenden Klumpen war Saedelaere, wenn man ehrlich ist, eigentlich völlig uninteressant. Jetzt hat er wieder seine Michael-Myers-Maske auf und man muß abwarten, ob das ausreicht, ihn wieder zu einem interessanten Charakter zu machen. Ob das Cappin-Fragment ebenfalls ein eigenes Bewußtsein hat wie damals Testare?
Gut gefallen hat mir bei diesem Roman, wie Feldhoff angedeutet hat, daß Alaska sich das Fragment offenbar immer zurückgewünscht hat. Der blinde und hilflose Monkey war auch gut dargestellt - okay, das hatten wir zwar auch schonmal, aber was soll`s!
Alle Schwärme wurden also jetzt abgeschaltet. Die gezielte Verbreitung von Intelligenz im Universum soll gestoppt werden. Offenbar wollen die Kosmokraten doch nicht so rabiat vorgehen, wie man es nach den Verkündungen der Pangalaktischen Statistiker erwarten konnte. Will sagen: Die Kosmokraten wollen das Leben nicht vernichten - sie wollen es nur nicht weiter fördern.

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