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2156: Stimme des Propheten

Autor: Susan Schwartz

Inhalt

Auf Trokan öffnet sich ein Zeitbrunnen. Das kündigt sich schon lange vorher durch beunruhigende Geschehnisse an: Die Herreach fühlen sich durch irgend etwas, das sie nicht benennen können, bedroht. Diese Bedrohung scheint vom Pilzdom auszugehen und ist so stark, daß zahlreiche Herreach sterben; entweder im alptraumgequälten Schlaf, bei Meditationen oder einfach so, mitten auf der Straße. Allen ist gemeinsam, daß sie von Schwarzen Löchern und einem Kreis aus Licht träumen sowie von einer gewaltigen Stadt, die alle Herreach unter sich zu begraben droht. Der Philosoph Viorel Zagi fasst die Ängste seines Volkes in einer Forderung zusammen: Die Herreach wollen auswandern, und zwar zu einem Planeten Namens Cauto, den Zagi in einer Vision gesehen haben will.

Die terranischen Behörden untersuchen die Sache. 1366 Lichtjahre von Terra entfernt gibt es tatsächlich eine Welt dieses Namens, die nach ersten Erkenntnissen ideale Lebensverhältnisse für die Herreach bieten würde. Zunächst muß jedoch genauer ermittelt werden, ob dieses Volk gefahrlos dorhin verbracht werden kann. Währenddessen begeben sich Alaska Saedelaere und Monkey nach Trokan. Sie unterhalten sich mit der Obersten Künderin und stoßen unerwartet wirklich auf eine Zone absoluter Finsternis, die wie aus der Realität herausgestanzt zu sein scheint: Saedelaere, der mit solchen Dingen ja schon Erfahrung hat, erkennt sofort, daß es sich um einen Zeitbrunnen handelt.

Inzwischen wird die Situation für die Herreach immer bedrohlicher. Eine Delegation begibt sich sogar nach Terra, um bei Maurenzi Curtiz, dem Ersten Terraner, um Hilfe für eine Evakuierung nach Cauto zu bitten. Kurz danach spitzen sich die Ereignisse zu: Fast das gesamte Volk der Herreach fällt von einem Moment zum anderen in Gebetstrance, es dauert nicht lange, bis die bereits bekannten Phantomgeschöpfe erscheinen sowie ein neues Wesen, das noch wesentlich größer ist als der Riese Schimbaa. Alle greifen den Pilzdom an, ohne diesen jedoch auch nur ankratzen zu können - dann wenden die Wesen sich gegen ihre Erzeuger und töten Hunderte von ihnen. Jetzt bleibt den Verantwortlichen auf Terra nichts anderes übrig, als die Evakuierung schnellstens in die Wege zu leiten, und somit ist die Zeit der Nachbarschaft im Solsystem beendet. Die Erklärung für die seltsam korrekten Prophezeihungen ist übrigens einfach: Viorel Zagi hat in einem alten Reisekatalog, den er irgendwo gefunden hat, eine Beschreibung des Planeten Cauto gelesen…

Saedelaere und Monkey sind zugegen, als der Zeitbrunnen erneut in der Nähe des Pilzdoms entsteht. Die beiden zögern nicht lange und gehen hindurch, ohne sich um besondere Ausrüstung zu kümmern. Der Zeitbrunnen verschwindet danach wieder.

Kurz notiert
Die Herreach sind ja nie so richtig in die laufende Handlung integriert worden, ab jetzt können wir sie wohl auch getrost wieder vergessen.

Ein ungleicheres Gespann als Alaska Saedelaere und Monkey konnte man sich kaum aussuchen. Der Oxtorner hat seine schwere Verletzung, die er im Kampf gegen Trah Rogue erlitten hat, noch immer nicht ganz überwunden. Wenigestens hört man kaum noch etwas von der Kummerog-Haut, die Alaska immer noch mit sich herumschleppt: Als Ersatz für das längst verlorene Cappin-Fragment hat mich der Lappen nämlich nie wirklich überzeugt…

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