Zurück zur Übersicht
Weiter zu Nr. 2150
Zurück zu Nr. 2148


2149: Paradimjäger

Autor: Robert Feldhoff

Inhalt

In der Raumakademie von Terrania werden junge Piloten, darunter auch einige Emotionauten, für den Einsatz auf kleinen Jägereinheiten ausgebildet, die mit dem Paradim-Panzerbrecher (PDP) bestückt werden sollen. Aufgrund der hyperphysikalischen Nebeneffekte, die der PDP erzeugt, kann diese Waffe vorerst nicht auf großen Kampfschiffen eingesetzt werden. Deshalb werden kleinere Schiffstypen wie Schwalbenschwanz-Jäger, Gribbon-Space-Jets und Thunderbolt-Jäger (letztere sind SERT-gesteuert) mit dem PDP ausgerüstet.

Als am 03.03.1312 die AGLAZARE aus Tradom durch das Sternenfenster brechen, werden die 20.000 zur Verfügung stehenden, noch nie im Einsatz erprobten Paradimjäger in den Kampf geworfen. Zwei davon werden von Monkey und Alaska Saedelaere bemannt. Die Jäger werden von Trägereinheiten ins Kampfgebiet gebracht und von den Sperrfeuer schießenden Großkampfschiffen gedeckt. Auf diese Weise können sie sich in Schußposition bringen und erzielen eine unglaubliche Trefferquote. Der PDP hat nur eine geringe Reichweite und es sind drei Treffer innerhalb eines kurzen Zeitraums nötig, um einen AGLAZAR zu vernichten. Somit sind riskante Staffel-Flugmanöver erforderlich und dabei werden zahlreiche Jäger abgeschossen.

Leider kann Trah Zebucks Kommandoschiff nicht zerstört werden. Ihm und 4.000 AGLAZAREN gelingt es, sich in den Hyperraumflug zu retten - die Aagenfelt-Barriere erweist sich als wirkungslos. Ziel der Tradomer ist Terra. Hier kommt die Variante Sternenfunke zum Einsatz: Unter höchster Geheimhaltungsstufe und mit immensem Kostenaufwand hat die LFT 220 Entdecker-Einheiten so umgerüstet, daß sie das gesamte Sonnensystem mit einem Kristallschirm abriegeln können. Die Tradomschiffe schicken sich zwar an, auch diesen Schutz zu knacken, aber dafür brauchen sie Zeit. Soviel Zeit, daß inzwischen die Paradimjäger nachrücken und die ehemals unbesiegbaren AGLAZARE bis auf lächerliche 93 Schiffe aufreiben können. Diese 93 Schiffe verschwinden mit unbekantem Ziel in der Milchstraße, auch Trah Zebuck entkommt wieder einmal, er flüchtet mit einem geringen Restkontingent durch das Sternenfenster. LFT und Arkoniden setzen sofort nach und bilden einen Brückenkopf in der Galaxis Tradom. Bereits am 04.03.1312 stoßen die LEIF ERIKSSON und die KARRIBO dazu. Der Blutzoll der Schlacht war hoch: Ein Viertel der Paradimjäger wurde vernichtet, hinzu kommen 1.200 vernichtete Großkampfschiffe der LFT, 15.000 der Posbis und 8.000 der Arkoniden...

Geschildert wird das Ganze aus der Sicht des jungen Piloten Kisch Fakir, der einen Schwalbenschwanz-Jäger steuert und in der Schlacht am Sternenfenster die meisten Abschüsse erzielt. An der Raumakademie Terrania verliebt er sich in Jee Martima, eine Emotionautin, die mit einer Thunderbolt an der Schlacht teilnimmt. Als ihr Signal plötzlich verschwindet, befürchtet Kisch das Schlimmste und mißachtet alle Befehle, um Jee zu suchen. Auf einem Medoschiff findet er sie endlich, sie ist zwar verletzt, wird aber durchkommen. Kisch wird auf die ROALD AMUNDSEN zitiert und erhält dort von Reginald Bull höchstpersönlich seine Strafe: Kisch wird auf das Medoschiff abkommandiert, in dem Jee behandelt wird...

Kurz notiert
Jetzt besitzen also auch die Terraner einen Kristallschirm, die Spione von TLD und USO haben ganze Arbeit geleistet. Somit haben weder Arkoniden noch LFT mehr einen Vorteil, wenn man mal von den erheblich größeren Flottenstärke der Arkoniden absieht.

Feldhoff benutzt in diesem Roman zwar einen Schnodder-Stil, der hoffentlich nur gewählt wurde, um die Sichtweise der jungen Piloten darzustellen und über weite Strecken hat man den Eindruck, daß hier ein bestimmter Roman von Robert A. Heinlein als Vorbild genutzt wurde. Trotzdem liest er sich flott und endlich konnte dem Reich Tradom eine ganz empfindliche Schlappe beigebracht werden!

Zurück zur Übersicht
Weiter zu Nr. 2150
Zurück zu Nr. 2148