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2148: Galaktische Feuerprobe

Autor: Susan Schwartz

Inhalt

In der Milchstraße hat man die Daten, die Rhodan & Co. von der anderen Seite des Sternenfensters aus gesendet haben, empfangen und entschlüsselt. Dadurch kommen die Entwicklungsarbeiten am Paradim-Panzerbrecher sehr gut voran, es treten jedoch mehrere Probleme auf: Ein wesentliches Bauteil des Panzerbrechers wird normalerweise aus Quinta-Erz hergestellt, das in der Milchstraße natürlich nicht verfügbar ist. Die Ersatzmaterialien sind alles andere als einfach zu beschaffen. Außerdem erzeugt die Panzerbrecher-Waffe so starke Störstrahlungen, daß sie nur in kleine Jäger eingebaut werden kann. Das weitaus größte Problem besteht jedoch darin, daß die LFT nicht über eine ausreichend große Produktionskapazität verfügt, um mit der Massenproduktion der neu entwickelten Paradim-Jäger zu beginnen. Und die Zeit drängt! Denn auf der Tradom-Seite des Sternenfensters sind neue Aktivitäten der Reichstruppen zu erkennen, durch die offenbar der Durchbruch in die Milchstraße erzwungen werden soll. Ein bisher unbekannter Raumschiffstyp taucht auf: Es handelt sich um scheibenförmige Einheiten mit einem Durchmesser von 120 Metern und 50 Metern Höhe. Zu welchem Volk diese Schiffe gehören und was sie bezwecken, bleibt unbekannt. Ein Teil der Schiffe wird mit Raumtorpedos zerstört, die Bull durch das Sternenfenster schickt, der Rest zieht sich zurück. Es steht jedoch fest, daß das Reich Tradom seine Invasionspläne keineswegs aufgegeben hat, sondern im Gegenteil die Durchbruchsversuche verstärkt.

Schweren Herzens läßt sich deshalb Reginald Bull von Bré Tsinga überzeugen, daß es keinen Sinn hat, die Konstruktionsdaten des Panzerbrechers geheimzuhalten. Zwar stellen die Posbis der LFT ihre enormen Produktionskapazitäten zur Verfügung, aber das reicht nicht aus. Der Ersatz für das Quinta-Erz kann nämlich nur von den auf diesem Gebiet besser bewanderten Arkoniden schnell genug und in ausreichend großen Mengen hergestellt werden. Zusammen mit Blo Rakane, der inoffiziell schon seit geraumer Zeit seine Erkenntnisse mit dem arkonidischen Chefwissenschaftler Aktakul austauscht, wird Bré Tsinga daher in diplomatischer Mission zu den Arkoniden geschickt. Sie erhält sogar eine Audienz bei Bostich, der ihr unverblümt einen guten Platz im arkonidischen Reich anbietet (was sie natürlich ausschlägt). Letztlich dient die Kosmopsychologin aber doch nur als Botin, denn der Imperator will nur mit Bull persönlich verhandeln.

So muß Bully seinen Haß auf die Arkoniden im Allgemeinen und auf Bostich im Besonderen herunterschlucken und den schweren Gang an den Hof des Imperators antreten. Dort wird er wie ein kleiner Bittsteller behandelt und einmal mehr gedemütigt, erhält aber die Zusage, daß die Arkoniden die benötigte Fertigungsanlage zur Verfügung stellen werden. Als Gegenleistung verlangt Bostich freien Zugang für seine Kralasenen auf Luna, was Bull akzeptiert, da er annimmt, daß die Fertigungsanlage auf dem Erdmond installiert werden soll. Aber weit gefehlt! Die Anlage ist an einem arkonidischen Kelchschiff angedockt und bleibt auch dort - und das Kelchschiff bleibt im Orbit um Luna, Terraner haben keinen Zutritt! Somit haben die Kralasenen bei der LFT praktisch den Fuß in der Tür und die Terraner erhalten zwar das Material, das sie für den Bau der neuen Jäger brauchen, mehr aber auch nicht.

Für politische Streitigkeiten bleibt ohnehin keine Zeit mehr, denn auf Tradom-Seite hat man einen Weg gefunden, das blockierte Sternenfenster doch zu durchbrechen: Sechs Aglazare fliegen das Fenster an, fünf werden beim Durchbruchsversuch zerstört, aber der sechste kommt durch! Erst nach einer knappen Minute kann er durch konzentrierten Beschuß der gesamten am Sternenfenster stationierten Flotte zerstört werden. Es ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit, bis weitere Tradomschiffe in größerer Zahl den Durchbruch wagen werden...

Kleine Nebenhandlung: Bré Tsinga wird von einem Tuglanter angebaggert, der zum Merkur-Forschungsteam gehört, in Wirklichkeit aber ein Ex-Arkon-/Ex-TLD-Agent ist und jetzt für die USO arbeitet. Genervt von seiner Geheimniskrämerei weist sie die Avancen jedoch zurück.

Kurz notiert
Bull erteilt Noviel Residor den Befehl, alle Hinweise auf die Variante Sternenfunke aus den lunaren Datenspeichern zu löschen, damit die Kralasenen nichts davon mitbekommen. Nähere Informationen über diesen neuen Begriff erhalten wir zunächst nicht.

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