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2147: Die große Konjunktion

Autor: Robert Feldhoff

Inhalt

Zunächst die weniger wichtigen Ereignisse des Romans: Rom An Machens kommt an Bord der SOL zu Bewußtsein, wo er nach dem Willen von Ronald Tekener zunächst seine Krankenkabine nicht verlassen soll. Er setzt sich aber mit Hilfe seiner Cyno-Ausrüstung unbemerkt ab und nimmt auf Einladung der Pangalaktischen Statistiker Kamattagiras Platz im 10. Turm ein - Trim Marath entscheidet sich ohnehin kurz vorher, daß er das Angebot der Statistiker (siehe letztes Heft) doch lieber ablehnen will, um bei seinen Freunden bleiben zu können. Eine gewisse Eifersucht verbleibt bei ihm aber doch. Die Große Konjunktion läuft weiter, aber die Menge des von den Statistikern abgegebenen Wissens ist so groß, daß selbst Atlans fotografisches Gedächtnis versagt: Die Daten strömen praktisch an seinem Bewußtsein vorbei und er kann sie nicht behalten.

Zur gleichen Zeit erkundet Mohodeh Kascha zusammen mit dem Druiden Keifan die Kosmologischen Mediotheken und findet heraus, daß die Informationen dort doch nicht so chaotisch abgelegt sind wie zunächst angenommen: Sie sind so geordnet, daß ihre Verteilung der neuronalen Struktur des Gehirns eines Statistikers entspricht. Über eine spezielle Schnittstelle können die Statistiker direkt auf jedes Detail der archivierten Daten zugreifen. Als Kascha auch noch eine solche Schnittstelle entdeckt, und Informationen über kosmische Ereignisse abruft, erhält er von Rik ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann und will: Er soll Verwalter der Mediotheken werden. Zu diesem Zweck wollen die Statistiker seinen Alterungsprozeß anhalten. Auch Keifan wird auf Vision bleiben, er soll versuchen, die fortschreitende Degeneration der Visienten zu heilen.

Auf der Suche nach dem verschwundenen Rom An Machens begibt Atlan sich in den SOL-Mittelteilt, wo ja immer noch unerklärliche Phänomene für Chaos sorgen. Dort verschwindet er spurlos, taucht vier Stunden später unversehrt wieder auf. Er kann sich nur nicht mehr erinnern, was in der Zwischenzeit geschehen ist. Er trägt jedoch einen von ihm selbst in einem uralten arkonidischen Dialekt geschriebenen Zettel bei sich, den nur er lesen kann und auf dem wörtlich steht: Es ist zu früh. Ich darf noch nicht wissen. Finger weg von den SOL-Flanschen. Ich bin einverstanden. Ich habe zugestimmt. Atlan hat keine Ahnung, was diese Notiz bedeutet. Es bleibt rätselhaft, wo er die in seinem Gedächtnis fehlenden Stunden verbracht hat und wer ihn entführt haben mag.

Die Türme der Statistiker beginnen sich plötzlich zu neigen und die schon bekannte Form einer Parabolantenne zu bilden. Sie fokussieren sich zunächst auf einen Bereich des Universums, in dem sich auch der Mahlstrom der Sterne befindet, dann stellen sie sich auf die SOL ein. Offenbar versuchen die Statistiker mit vereinten Kräften, noch etwas bestimmtes herauszufinden, bevor sie Atlans Fragen nach Thoregon usw. beantworten.

Jetzt kommen die großen Knalleffekte. Der Pangalaktische Statistiker Rik begibt sich in seiner Ahhani-Gestalt auf die SOL und wirft das Bild der Galaktiker und der Leser von den Machtverhältnissen im Perryversum über den Haufen. Angeblich haben nicht die Kosmokraten und die Chaotarchen den wesentlichsten Einfluß auf die Geschehnisse im Universum, sondern das von den Kosmokraten gesäte Leben. Kosmokraten und Chaotarchen sind zusammen nur für gut ein Drittel des Einflusses verantwortlich, der auf die Geschehnisse diesseits der Materiequellen ausgeübt wird! Das Leben ist durch seine ungezielten, unabsichtlichen Manipulationen im Begriff, die Kontrollinstanzen der Mächte von Ordnung und Chaos außer Kraft zu setzen. Die Hohen Mächte betrachten diesen Vorgang in etwa so, wie ein Mensch eine außer Kontrolle geratene Infektion betrachten würde. Deshalb ist zu erwarten, daß die Kosmokraten in absehbarer Zeit etwas GEGEN DAS LEBEN SELBST unternehmen werden.

Das zweite große Problem sind die Helioten. Diese wollen zu einer eigenständigen Hohen Macht (Dritte Macht - mal wieder?) werden. Sie sind in der Lage, den Moralischen Kode des Universums zu beeinflussen, beherrschen dies aber noch nicht richtig. Durch ihre Experimente könnte es zum Erlöschen der Materiequelle GOURDEL kommen, außerdem könnte sich in der Galaxis Hangay eine neue Negasphäre herausbilden. Auch die erratische Aktivität der Zeitbrunnen ist auf die Experimente der Helioten zurückzuführen. Um das alles zu verhindern, wollen die Kosmokraten alle Galaxien, in denen es einen PULS, einen Pilzdom oder auch nur ein Energiepotential gibt, aus dem sich ein Pilzdom entwickeln könnte, mit Hilfe von sogenannten Galaxienzündern vernichten. Den betroffenen Galaxien würde dann das gleiche Schicksal drohen wie Kohagen-Pasmereix. Auf diese Weise sollen auch die extrauniversalen PULSE zerstört werden.

Da auch Wassermal von dieser Aktion betroffen wäre, legen die Statistiker ihre Neutralitätsverpflichtung etwas weiter aus als gewöhnlich und stellen den Galaktikern Informationen zur Verfügung, aus denen hervorgeht, daß sich das erste Thoregon im Mahlstrom der Sterne befindet. Eine direkte Passage dorthin wäre von der nahe Wassermal gelegenen Galaxis Salthi aus möglich, dort ist ein Mega-Dom positioniert. Da die Aura der SOL so programmiert ist, daß das Schiff bei Durchquerung eines Pilzdoms direkt nach DaGlausch geleitet werden würde, muß diese Aura umprogrammiert werden. Die hierzu erforderlichen Daten erhalten die Galaktiker in Form eines Speicherkristalls. Die SOL macht sich auf den Weg nach Salthi, was nur eine Zwischenstation auf dem Weg in den Mahlstrom der Sterne sein wird. Die Galaktiker hoffen, im Mahlstrom endlich mehr über die Helioten zu erfahren.

Kurz notiert
Die Hohen Mächte wollen etwas gegen "das Leben" unternehmen? Ob sie zu diesem Zweck die Nekrophore gebrauchen könnten??
Es wird immer unverständlicher, daß ES sich am Thoregon der lokalen Gruppe beteiligt hat. Hätte ES nicht über die gefährlichen Umtriebe der Helioten informiert sein müssen? Ich frage mich auch, ob es von ES beabsichtigt war, daß die SOL nach Wassermal gelangt ist. Vielleicht war die Aufgabe, die dem Generationenschiff von ES zugedacht war, mit der Delorian-Rhodan-ES-Zeitschleife schon beendet? Und wenn ES über die Absichten der Kosmokraten und der Helioten informiert sein sollte: Weshalb zum Geier hat ES das nicht einfach GESAGT?
Die Aussichten für die Milchstraße sind wirklich nicht rosig. Entweder sie wird von einem der Galaxienzünder vernichtet, über die man noch keine weiteren Detailinformationen hat. Oder sie geht unter, wenn in Hangay eine Negasphäre entsteht. Und wenn man es schaffen sollte, beide Gefahren zu bannen, steht da immer noch die Absicht der Kosmokraten im Raum, ordentlich mit "dem Leben" aufzuräumen und wirklich Ordnung im Universum zu schaffen - nämlich die Ordnung der Sterilität!

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