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2145: Gestrandet auf Vision

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Atlan, Schroeder und Marath betreten den Turm des Pangalaktischen Statistikers Rik und versammeln sich in der Kontrollkammer an der Spitze des Turms. Auch hier steht ein Sarkophag wie jener, den sie im Turm in der "zehnten Stadt" gefunden haben - nur ist dieser hier nicht verlassen, es liegt der Körper eines uralt wirkenden Wesens darin, das vom Körperbau her den Visienten ähnelt. Dies ist Riks Körper. Als Marath die Stirn des Statistikers berührt, beginnt dieser mit einem Bericht über sein Leben und das seiner neun Gefährten.

Die Pangalaktischen Statistiker haben sich aus einer Gruppe von 10 Cynos aus dem SCHWARM Kys Chamei entwickelt. Vor vielen Jahrzehntausenden hatten diese Cynos den Auftrag, Messungen entlang der bisherigen Route des SCHWARMS vorzunehmen. Eine der 10 war eine Cyno-Frau mit dem Status einer Mago und mit dem Namen Kamattagira. Unterwegs in einer Galaxis, die sie wegen des spektroskopisch festgestellten hohen Anteils an Wasserdampf "Akhimzabar" (= Wassermal) nennen, fangen sie den psionischen Notruf einer unbekannten, offenbar sterbenden Wesenheit auf. Als sie auf dem betreffenden Planeten (dies ist natürlich der Planet, den wir heute unter dem Namen "Vision" kennen) landen, kommen sie gerade noch rechtzeitig, um dem Tod des formlosen Wesens beizuwohnen. Es kommt zu einer psionischen Entladung, bei der nicht nur das Cyno-Raumschiff vollständig vernichtet wird; es werden auch mentale Fragmente der Wesenheit auf die Cynos übertragen. Davon merken die Cynos aber zunächst nichts.

Mit ihrer überlegenen Technik und ihrer Fähigkeit, stets die Idealgestalt ihres Gegenübers anzunehmen, schwingen sich die Cynos zu Göttern der Ahhani auf, primitiven Wesen, die auf dem Planeten leben. Sie versuchen, die technische Entwicklung dieser späteren Visienten zu fördern, um so irgendwann einmal in der Lage zu sein, wieder in den SCHWARM zurückzukehren. Nach und nach entdecken die Cynos Fähigkeiten an sich selbst, die sie vor ihrer Landung auf Vision nicht hatten. Sie können ihr Bewußtsein über die Grenzen ihres Körpers hinaus ausdehnen und ins Universum "hineinsehen". Diese Fähigkeit wird stärker, je öfter die Cynos sie benutzen. Sie benötigen jedoch einen "Resonanzraum" für ihre mentalen Ausflüge ins All - hierzu dient zunächst ein vergleichsweise kleiner Turm: Der Vorläufer der riesigen Statistikertürme, die "heute" auf Vision zu finden sind.

Mit ihren besonderen Fähigkeiten spüren die Cynos eines Tages einen Asteroiden auf, der sich Vision nähert und das Leben auf diesem Planeten bedroht. Praktisch in letzter Minute taucht ein Raumschiff in dem Sonnensystem auf, das den Asteroiden vernichtet. Die Besatzung dieses Schiffes besteht aus Pfauchonen, die die Cynos ebenfalls als Gottheiten akzeptieren. Mit Hilfe der Pfauchonen-Technologie erhält die Kultur der Ahhani einen weiteren Entwicklungsschub. So kann ein ehrgeiziges Bauprojekt in Angriff genommen werden. Als nämlich der erste Turm den Cynos zu klein wird, weil er nicht mehr ausreicht, um die mentalen Kräfte der zukünftigen Statistiker aufzunehmen, wird mit dem Bau des ersten der zehn Riesentürme begonnen, die auch in der Handlungsgegenwart noch auf Vision stehen.

Auch das Gefühlsleben kommt nicht zu kurz: Kewin Kirrik, der Anführer der Cynos, und Kamattagira, die Mago, werden ein Liebespaar, was für heftige Eifersuchtsausbrüche auf Seiten des Cynos Get Leshishi führt, der seitdem als "Gott des Zorns" gilt. Kewin Kirrik und Tagira sind allerdings nicht mehr in der Lage, Nachwuchs zu zeugen - ein weiteres Erbe der geheimnisvollen Entität. Kamattagira nimmt ohnehin schon aufgrund ihres Mago-Status eine Außenseiterrolle ein. In ihr manifestiert sich zusätzlich noch der letzte Bruchteil der körperlichen Existenz der Entität: Ein glühendes Mal an der Seite ihres Halses. Sie weiß, daß ihre weitere Entwicklung anders verlaufen wird als die der neun männlichen Cynos.

Kurz notiert
Die Pangalaktischen Statistiker sind also ehemalige Cynos aus demselben SCHWARM, aus dem auch Rom An Machens stammt. Schön, aber es stellt sich gleich eine neue Frage: Wer oder was war dieses sterbende Wesen, von dem die Cynos ihre besonderen Fähigkeiten haben?

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