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2143: Gegen die Fensterstation

Autoren: Uwe Anton und Rainer Castor

Inhalt

Mit letzter Kraft hat Gucky es geschafft, sich selbst, Cheplin und Susa vor der Explosion des Ozeanischen Computers in Sicherheit zu teleportieren. Damit ist es aber nicht getan. Immer wieder muß er auf der Suche nach einem sicheren Platz hin- und herteleportieren, sodass seine Kräfte immer mehr nachlassen und sein Alter Ego Plofre immer stärker wird. Plofre ist so etwas wie Guckys personifizierte Todessehnsucht. Gucky wird immer wieder von Nachhall-Erinnerungen an seinen Beinahe-Tod gequält, ab und zu fällt er vor Entkräftung einfach um.

In der Scheibenstation stößt Troym LeCaro, der Herrscher der Eltanen, an Bord von SHECAT zu dem Einsatzkommando der Galaktiker. Die modular aufgebauten Katsugos sind jetzt als Standard-Kampfroboter des Reichs Tradom getarnt. Trerok und seine Begleiter bleiben zunächst unentdeckt. Trah Zebuck beginnt jedoch den Braten zu riechen. Dem Konquestor ist klar, daß in der Scheibenstation Galaktiker am Werk sein müssen, er befiehlt eine große Suchaktion, an der sich auch die Aarus und die "Ehrwürdigen Wissenschaftler" beteiligen. Die "Ehrwürdigen Wissenschaftler" benutzen dabei eine Art Körperpanzer und versetzen sich mit Hilfe eines Stimulans in Kampfrausch. Die Galaktiker schaffen es währenddessen, eine Verbindung zu den vier Scheibenstationen herzustellen, die auf der Milchstraßen-Seite des Sternenfensters positioniert sind, und so 90% der Konstruktionsdaten des Paradim-Panzerbrechers zu übertragen. Der Konquestor befiehlt schließlich den Angriff auf die Scheibenstation. Lieber will er deren Vernichtung in Kauf nehmen, als zu riskieren, daß die Milchstraßenvölker Zugang zu einer Waffe erhalten, mit der die Überlegenheit der Tradomschiffe gebrochen werden könnte. 20.000 Katamare stürzen sich auf die Station und feuern aus allen Rohren. Troym LeCaro schafft es mit seinem Eltanenwissen jedoch, die Waffensysteme der Station zu aktivieren. Auf diese Weise werden Hunderte von Katamaren vernichtet, bevor die Station - obwohl sie ja halb im Hyperraum steht - so schwer getroffen wird, daß sie selbst zerstört wird.

Wieder mal im letzten Augenblick gelingt allen Galaktikern sowie Cheplin und Susa die Flucht aus der Scheibenstation bzw. aus Aarus-Kaart. Man setzt sich zur LORD ZWIEBUS ab, die den nachsetzenden AGLAZAR-Schlachtschiffen entkommt. Gucky überwindet sogar seine Persönlichkeitsspaltung: Er erkennt, daß er doch noch Lebenswillen hat. Er erinnert sich an seine Freunde und beschließt, daß 3.000 Jahre Leben doch noch nicht genug sind. Guckys Alter Ego Plofre verschwindet schließlich.

Auf der anderen Seite des Sternenfensters beobachtet man, wie aus der rechteckigen Giganttrasmitter-Fläche ein rechtwinkliges Dreieck wird. Die Zerstörung einer Scheibenstation war also für eine vollständige Schließung des Sternenfensters nicht genug, es hat nur ausgereicht, einen Teil des Fensters zu deaktivieren. Da aber ausschließlich in der vernichteten Station an der Beseitigung der Blockade gearbeitet worden ist, bleibt wenigstens zu hoffen, daß die Blockade nicht so bald wieder aufgehoben werden kann. Nur leider sitzen jetzt auch die LEIF ERIKSSON und die KARRIBO in der weit, weit entfernten Galaxis Tradom fest...

Kurz notiert
Trerok, der Zaliter, hat in einer Querionischen Station im Hayok-Sternenarchipel einiges über die Technik des Volkes der Oldtimer gelernt, das sich selbst auch als "galaktische Ingenieure" bezeichnet hat. Nun war aber im aktuellen Zyklus immer wieder von einem Volk von Ingenieuren die Rede, das offenbar viele der überlegenen technischen Einrichtungen gebaut hat, die sowohl von den Eltanen als auch vom Reich Tradom genutzt werden. So haben auch die Scheibenstationen solche Kammern mit lichtreflektierenden Wabenwänden, wie sie innerhalb von CAUSIO in der letzten Stadt der Eltanen (siehe PR 2140) vorhanden sind. Jetzt zeigt sich auch noch, daß die Funktion des Sternenfensters offenbar auf dem Prinzip des psionischen Netzes und der ABSOLUTEN BEWEGUNG beruht, die ja auch von den Querionen genutzt worden ist. Da liegt die Vermutung natürlich nahe, daß die Querionen damals, als es die Inquisition der Vernunft in Tradom noch nicht gegeben hat, eine wichtige Rolle in dieser Galaxis gespielt haben, auch wenn Trerok sagt, daß in Tradom nicht wirklich querionische Technik genutzt wird, sondern nur etwas ähnliches. Weiterhin wissen wir, daß es an Bord von AGLAZAR-Schlachtschiffen je einen Rudiment-Soldaten gibt. Hierbei handelt es sich um Psi-begabte Gehirne, die Pararealitäten erzeugen können, vermutlich sind es menschliche Gehirne. Und überall in Tradom wurden Skelette gefunden, die von Menschen oder menschenähnlichen Wesen stammen. Ich hatte ja mal vermutet, das könnten die Überreste von Zeitreisenden sein. Aber vielleicht handelte es sich ja um Querionen...

In diesem Roman macht Trah Zebuck einige rätselhafte Bemerkungen zu den Inquisitoren, die noch weit über den Konquestoren stehen. Niemand darf jemals einen Inquisitor zu Gesicht bekommen, meint er. Auch zu den AGLAZAR-Schlachtschiffen lesen wir eigenartige Details. Offenbar herrschen durch den Einfluß der Rudimentsoldaten eigenartige Verhältnisse an Bord dieser Schiffe, die einem normalen Lebewesen, das nicht durch eine von den Rudimentsoldaten erzeugte Aura geschützt wird, den dauerhaften Aufenthalt auf einem dieser Katamare unmöglich macht. Hm. Sind die AGLARAZRE vielleicht in irgend einer Weise den VIRTUELLEN SCHIFFEN vergleichbar??

Daß Gucky schon wieder einfach so aus eigener Kraft seine schwere seelische Krise überwunden hat, finde ich ein wenig enttäuschend. Es wäre schade, wenn diese Figur künftig wieder in die alte Farblosigkeit zurückfallen würde. Man hätte das viel weiter ausbauen können, am Ende hätte man Gucky/Plofre vielleicht zu einem Gegner seiner bisherigen Freunde machen können. Man stelle sich vor: Der Multimutant als Perrys Feind - das wäre doch mal was gewesen!

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