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2141: Der verlorene Wurm

Autor: Susan Schwartz

Inhalt

Am Sternenfenster ist der Wurm Aarus-Kaart vom Reich Tradom mit der Reparatur der Scheibenstationen beauftragt worden. Aarus-Kaart ist einer der "verlorenen Wurme", die seit langer Zeit schon in den Diensten der Inquisition der Vernunft stehen. Der Schwarmer Sapritti wird von Trah Zebuck schwer unter Zeitdruck gesetzt und muß alle Ressourcen des Wurms für die Reparaturarbeiten abstellen. Da der Wurm deshalb nicht mehr autark ist, müssen Versorgungsgüter von außerhalb herangeschafft werden. Diese Gelegenheit nutzen die Galaktiker - oder vielmehr ihre neuen Verbündeten, die Aarus von Aarus-Jima - zu einem Undercovereinsatz. Cheplin und Susa verstecken sich auf einem der Versorgungsschiffe und gelangen unbemerkt nach Aarus-Kaart. Dort wollen Sie einen uralten Transmitter in Betrieb nehmen und auf diese Weise auch den Galaktikern den Zugang ermöglichen. Ein solcher Transmitter befindet sich im Inneren eines jeden Wurms.

Cheplin verfolgt bei diesem Unternehmen zusätzlich noch eigene Ziele. Er hat nämlich erfahren, daß alle Aarus, die in dem verlorenen Wurm leben, zur Familie der Luna gehören - also zu der genetischen Linie, der auch Cheplin entstammt. Der Schwarmer hat vor, sich etwas von diesem genetischen Material zu besorgen, um den Genpool von Aarus-Jima aufzufrischen. Cheplin und Susa sehen sich auf der Suche nach dem alten Transmitter ein wenig in dem verlorenen Wurm um. Sie erkennen dabei, daß sich die Kultur der Artgenossen in Aarus-Kaart kaum von ihren eigenen Lebensgewohnheiten unterscheidet, jedoch von der Abhängigkeit vom Reich Tradom geprägt wird. Trah Zebuck hat den Wurm fest im Griff und niemand dort stellt die Autorität des Konquestors in Frage.

Der Transmitter wird schließlich aufgespürt, er steht in einer vernachlässigten Fabrikstation in einem verschlossenen, seit Ewigkeiten nicht mehr genutzten Raum. Bevor Cheplin und Susa den Transmitter in Betrieb nehmen können, kommt es zu einer dramatischen Szene. Keito, ein alter Aarus, bei dem mehr als nur eine Schraube locker ist, entdeckt die beiden und droht sie zu erschießen. Hilfe naht von unerwarteter Seite: Sapritti, der Schwarmer von Aarus Kaart, erscheint in der Station und tötet Keito. Sapritti hat von Trah Zebuck eine letzte Frist für den Abschluß der Reparaturarbeiten erhalten, die er nicht einhalten konnte, weil die Technologie der Scheibenstationen den Aarus unbekannt ist. Jetzt ist Saprittis Leben verwirkt. Auf einem Rundgang durch den Wurm, während dem Sapritti Abschied von seiner Heimat nimmt, gelangt er auch in die Transmitterstation, wo er seine Verwandten aus dem anderen Wurm rettet. Danach begibt er sich widerstandslos in die Gefangenschaft der Reichstruppen, verrät diesen aber nichts über die Aktivitäten von Cheplin und Susa.

Während Sapritti zu einem Aglazar-Schlachtschiff geschafft wird, aktiviert Susa den Transmitter, der selbst nach so langer Zeit noch funktioniert. Kurz darauf trifft ein Einsatzteam der Galaktiker auf Aarus-Kaart ein, zu dem auch ein gewisser Mausbiber gehört, der sich selbst als Plofre vorstellt - was, wie wir inzwischen wissen, ein schlechtes Zeichen ist...

Kurz notiert
Eins steht fest: Das Reich Tradom benutzt Technik, die nicht von ihm selbst entwickelt wurde. Sonst würde es keinen Sinn ergeben, daß die Aarus für die Reparatur der Scheibenstationen herangezogen werden. Also hat das Reich wohl zumindest eins mit den Eltanen gemein: Beide nutzen die Hinterlassenschaften eines bislang unbekannten Volkes, ohne diese Technik zu verstehen...
Ansonsten wieder ein schöner Aarus-Roman. Schade, daß dieses interessante Volk vermutlich spätestens am Ende des Zyklus wieder genauso in der Großen Exposé-Materiesenke verschwinden wird wie so manches andere Volk zuvor!
In diesem Roman wird übrigens die "legendäre Festung der Inquisition" erstmals erwähnt.

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