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2137: Operation Mauser

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Immer noch sitzt die LEIF ERIKSSON auf Jankar fest. Katamare des Reichs Tradom bewachen jeden für ein Versteck der Terraner infrage kommenden Planeten im Sternhaufen Virginox. Das ewige Versteckspiel zerrt an den Nerven der Besatzung und man versucht sich abzulenken. So wird - passend zur "Jahreszeit" (nach Bordzeit ist es Dezember) - ein echter Christkindlmarkt organisiert und ein psychologischer Betreuer macht die Runde im Schiff. Eine Gelegenheit, der Quasi-Gefangenschaft zu entkommen, bietet sich unverhofft: Eine Schmerzwechte nähert sich dem Planeten Jankar. Die Schmerzwechte wird zwar relativ dicht am Planeten vorbeiziehen, diesen aber nicht schädigen. In ihrem Ortungsschatten müßte die LEIF ERIKSSON von Jankar entkommen können. Was jetzt noch fehlt, ist ein Ablenkungsmanöver, und da kommen Roxo Quatron und Gucky ins Spiel!

Gucky ist nach seiner fast tödlichen Verletzung wieder einigermaßen auf dem Damm. Er liegt zwar noch in einem Krankenbett (umgeben von bergeweise Blumen und Geschenken), möchte aber gern wieder aktiv werden und ist sofort bereit, an Roxo Quatrons Plan mitzuwirken. Als Roxo Zweifel an Guckys Einsatzfähigkeit laut werden läßt, verpaßt der Mausbiber ihm eine Dusche aus Mohrrübensekt... Der Jankaron und die übrigen Mitglieder der "Hand der Vorsehung", der Mausbiber, der Ersatz-Emotionaut Zim November und einige Swoon fliegen mit einem Jankaron-Transitionsschiff zum Planeten Masch'intilt (Maschine Tilt? Muahahaha! Selten so gelacht!), um dort auf dem größten Schrottplatz des Sternhaufens ein Raumschiff samt Besatzung zu erwerben.

Man entscheidet sich für einen reparaturbedürftigen Piratenraumer der Red Chy. Seit Ascari da Vivos Angriff auf Flotte und Basis der Red Chy ist mit den einstigen Piraten nicht mehr viel los. So muß die ehemalige Besatzung des Piratenschiffs in erniedrigender Weise (z.B. als Tellerwäscher oder Putzfrau) auf Masch'intilt arbeiten und ist daher allzu gern bereit, sich von Gucky anwerben zu lassen. Das Schiff, die FLUCHTACHTEL, wird wieder instandgesetzt. Die "Hand der Vorsehung" versteckt sich an Bord. Gleichzeitig wird mit swoon'scher Hilfe ein Shuftarr-Raumschiff infiltriert, man übernimmt heimlich die Steuerungskontrolle und betäubt die Besatzung.

Bei all diesen Aktionen gehen Gucky und Zim November gewollt auffällig vor. Sie werden prompt als Galaktiker durchschaut und an Trah Zebuck verraten. Der Konquestor läßt sich aber zunächst nicht aus der Reserve locken. Das von Zim November ferngesteuerte Shuftarr-Schiff und die FLUCHTACHTEL liefern sich in einem Sonnensystem in der Nähe von Jankar ein heftiges Scheingefecht. Zwei dort stationierte Katamare werden total überrascht, als der CoJito-Jäger aus der FLUCHTACHTEL hervorschießt. Einer der Katamare wird vernichtet. Jetzt hat Trah Zebuck keine Wahl mehr und er mobilisiert sämtliche in der Nähe stationierten Katamare, um den CoJito-Jäger zu schnappen. Auch die Katamare, die bisher Jankar bewacht haben, werden abgezogen. Die LEIF ERIKSSON kann unbemerkt starten und sich im Ortungsschutz der Schmerzwechte absetzen. Auch dem CoJito-Jäger gelingt es zu entkommen, Jankar bleibt unbehelligt.

Grund zur Sorge bereitet Guckys Verhalten bei diesem Einsatz. Nach außen hin spielt er zwar immer den lustigen, goldigen Mausbiber, in seinem Inneren sieht es jedoch anders aus. Da kämpfen nämlich zwei Persönlichkeiten um die Vorherrschaft: Auf der einen Seite der Mausbiber Gucky, den wir kennen, auf der anderen Seite Plofre, der Ilt. Altleser werden wissen, daß Plofre Guckys wirklicher Name ist. Die Plofre-Persönlichkeit ist rücksichtslos, beängstigend brutal und zynisch. Offenbar hat Gucky das Trauma seiner schweren Verletzung doch nicht so gut überwunden, wie man dachte. Am Ende des Einsatzes ist Gucky, der seine Kräfte überschätzt und sich in selbstzerstörerischer Absicht total verausgabt hat, erstmal längere Zeit bewußtlos.

Kurz notiert
Den größten Teil des Romans vergißt man am besten gleich wieder - er gehört eindeutig in die Rubrik "Kalauer und Sparwitze". Da ist man sonst von Leo Lukas ein besseres Niveau gewöhnt. Die Szenen mit Gucky sind aber hochinteressant. Man glaubt wirklich, daß der Mausbiber echte Probleme hat. Eindeutig schwere psychische Traumafolgen! Der llt sollte schnellstens professionelle Hilfe in Anspruch nehmen!

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