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2135: Der Zeitbrunnen

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Als der zehnte Turm aufgrund der Manipulationen von Trim Marath zu kippen droht, ergreift die allein draußen zurückgebliebene Sihame die Flucht. Es gelingt ihr, eine unterirdische Rohrbahn zu aktivieren, die sie sogar zu ihrem gewünschten Ziel, der Stadt Raud'Ombir, bringen wird. Sihame nimmt als sicher an, daß Soner sich in dieser Stadt aufhält, weil sie sich dort zum ersten Mal begegnet sind. Soner ist tatsächlich in der genannten Stadt. Es ist sein Ziel, die Pangalaktischen Statistiker zu fragen, ob das ihm von den pfauchonischen Propheten vorausgesagte Schicksal wirklich unausweichlich ist. Sein Überfall auf Vision hatte nur den Zweck, ihm ungestörten Zugang zu den Statistikern zu ermöglichen.

Um die Kleine Konjunktion nicht zu verpassen, hält Soner sich künstlich wach. Bei einer seiner ziellosen Wanderungen fällt ihm ein schwarzes rundes Loch mitten in der Straße auf, das so aussieht, als wäre ein Stück aus der Realität "herausgestanzt" worden. Soner beugt sich ein wenig zu tief in das Loch (wir vermuten richtig, wenn wir annehmen, daß dies ein Zeitbrunnen ist) und findet sich plötzlich auf einer fremden Welt wieder.

Wenig später, nachdem Soner bereits wieder zurückgekehrt ist, betritt auch Sihame den Zeitbrunnen. Sie landet offenbar auf einer ganz anderen Welt. Da die Erlebnisse der beiden Pfauchonen auf den fremden Welten für die weitere Handlung bedeutungslos sein dürften, werden sie hier nicht weiter erwähnt. Nur eins ist interessant: Von beiden Welten aus konnte man einen STERNENSCHWARM erkennen. Endlich begegnen Sihame und Soner sich und es folgt eine frohe Wiedervereinigung. Sihame macht Soner das Unrecht seines Handelns klar und überredet ihn, sich dem Ehrengericht der Prinzenkrieger zu stellen. Soner nimmt umgehend Kontakt zu seinen acht ehemaligen Kollegen auf. Es zeigt sich jedoch schnell, daß das Urteil bereits gefällt wurde - Soner soll wegen seines unehrenhaften Handelns getötet werden.

Atlan, Schroeder und Marath treffen ebenfalls in Raud'Ombir ein. Marath dringt in den Turm des Pangalaktischen Statistikers Raud vor und stellt fest, daß der Statistiker bereits auf dem Weg nach unten ist. Trim erhält mentalen Kontakt zu der rätselhaften Wesenheit und stellt ihr die drei SOL-Agenda-Fragen, erhält aber keine direkte Antwort. Dann muß er den Turm wieder verlassen. Atlan geht zwischendurch auch noch durch den Zeitbrunnen, seine Erlebnisse auf der anderen Seite dürften aber ebenfalls nicht von Belang sein.

Die drei Galaktiker müssen sich in der Folge gegen eine von Soner programmierte Roboterhorde wehren. Sie müssen mit ansehen, wie die Prinzenkrieger sich auf Soners Hinrichtung vorbereiten. Letztlich kommt es aber doch nicht soweit, denn der Statistiker Raud greift auf Veranlassung des Guten Geists von Wassermal (der schon wieder) ein. In einer überwältigenden mentalen Botschaft spricht er eine "Göttliche Amnesie" aus. Alle Pfauchonen, auch Soner, werden von sämtlichen Ehrenschulden befreit. Die Pfauchonen sollen künftig nicht mehr nach dem erstarrten Ehrenkodex leben. Soner muß aber doch noch kämpfen, denn der Prinzenkrieger Orlag wollte ihn trotz der Amnestie töten. Dann ist Soner vollständig rehabilitiert, aus der (ohnehin falschen) Prophezeihung wird wohl nichts mehr.

Es folgt eine zweite Botschaft des Statistikers: Anstelle der Kleinen Konjunktion soll es einige Tage später zu einer Großen Konjunktion kommen. Alle Statistiker werden gleichzeitig von ihren Türmen steigen. Die SOL erhält den Befehl, bis dahin im System des Planeten Vision zu bleiben. Atlan schmollt zwar, weil er sich nicht gern zu etwas zwingen läßt, letztlich deckt der Befehl sich aber doch mit seinen Interessen, und so fügt er sich.

Kurz notiert
"Göttliche Amnestie" - au weia!!! Ich fand es nicht ganz einleuchtend, daß Soner a) seine Gemahlin nach allem, was vorgefallen ist, gleich akzeptiert und b) seine ganzen Bemühungen nach ein paar Worten von Sihame selbst ad absurdum führt, indem er sich dem Ehrengericht stellt. Das paßt alles nicht so ganz zusammen. Und immer wieder der Gute Geist von Wassermal als "Deus ex machina". Das nervt allmählich!

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