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2132: Der Saltansprecher

Autor: Claudia Kern

Inhalt

Tieger, ein Prophet der Pfauchonen, der zwar unter "mikhate" leidet (eine Art Hirnleistungsstörung, die zu einer verlangsamten Lernfähigkeit und zu Gedächtnisstörungen führt), der aber unter dem Einfluß einer von den Propheten benutzten Droge ungewöhnlich genaue und vor allem stets richtige Visionen der Zukunft hat, wird auf dem Planeten Phitter in einem Kloster als Wärter der Saltans eingesetzt, weil der Klostervorsteher Olibec ihn für geistig zurückgeblieben hält und nicht zulassen will, daß er als Prophet auftritt.

Es stellt sich heraus, daß Tieger eine besondere Beziehung zu den sonst extrem gefährlichen Saltans hat. Diese halbintelligenten Tiere sehen in Tieger, der ihre Sprache versteht, einen Freund bzw. Führer. Tieger könnte also der in alten Prophezeihungen angekündigte "Saltansprecher" sein. Als bekannt wird, daß Tieger eine verbotene Beziehung mit einem einfachen Bauernmädchen eingegangen ist und ein Kind mit ihr gezeugt hat, wird ihm befohlen, das Kind zu töten. Er weigert sich und wendet sich gegen den Klostervorsteher. Frau und Kind können entkommen (sie verstecken sich in einem Bergdorf), Tieger wird gefangengenommen. Für die von ihm begangenen Tabubrüche trennt man ihm beide Hände ab, er erhält später ein Paar Roboterhände.

Tieger zieht sich völlig in die Höhle zurück, in der die Saltans leben. Nach erneutem Genuß der Prophetendroge sieht er in einer Vision, wie der Prinzenkrieger Soner Tod und Verderben über die gesamte Galaxis bringt. Sich selbst sieht er in der Vision, wie er Sihame, die Frau des Prinzenkriegers, aus ihrer Gefangenschaft auf dem Planeten Kazién befreit. Nur sie kann das Verhängnis verhindern, das von Soner angezettelt worden ist.

Da Klostervorsteher Olibec Tieger keinen Glauben schenkt, befreit Tieger die Saltans aus ihren Höhlen. Als er mit einer riesigen Saltanarmee zum Kloster kommt, erkennen die meisten Propheten ihn als den verheißenen Saltansprecher an und unterwerfen sich ihm. Olibec und alle anderen, die sich Tieger entgegenstellen, werden von den Saltans getötet. Man stellt Tieger ein Raumschiff zur Verfügung, mit dem er sich, wie er es in der Vision gesehen hat, nach Kazién begibt. Er trifft dort auf keinen nennenswerten Widerstand: Soner ist mit seiner kompletten Flotte beim Planeten Vision und die wenigen Assassinen, die sich Tieger entgegenstellen, tun dies eigentlich nur, um einen ehrenvollen Tod zu finden. Tieger holt Sihame an Bord, kurz darauf geht eine Funkmeldung eines anderen Prinzenkriegers ein: Sabal, Bruder von Sihame, fordert sie auf, schnellstmöglich zum Planeten Zoun zu kommen. Dort seien Fremde aus einer anderen Galaxis (es handelt sich natürlich um Atlan und Co.) mit wichtigen Nachrichten eingetroffen.

Sihame setzt Tieger wieder auf Phitter ab und setzt den Flug fort, um ihren Bruder und die Fremden zu treffen. Damit ist der Saltansprecher vermutlich glücklich, zufrieden und endgültig wieder aus der Handlung verschwunden.

Kurz notiert
Typisch für einen "Gastroman": Keine entscheidenden neuen Informationen, aber auch kein echter Lückenfüller. Es wird lediglich der Boden für den nächsten Roman vorbereitet. Immerhin ganz gut lesbar, wenn auch nicht richtig erklärt wird, warum denn Tieger nun als einziger Pfauchone die Sprache der Saltans versteht und warum diese ihn nicht nur nicht als Beute betrachten, sondern sogar seine Befehle ausführen.

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