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2109: Tagebuch der SOL

Autor: Susan Schwartz

Inhalt

Der Roman beginnt mit dem Tod Crom Harkanvolters, des Lord-Eunuchen der Mom'Serimer. Im Angesicht des Todes erkennt er, daß der Weg, den die junge Generation eingeschlagen hat, wohl doch nicht so schlecht ist. Er deutet an, daß Shoy Carampo einst zum neuen Lord-Eunuchen werden wird. Dem steht jedoch zunächst Stap Crumero (Vertreter des Lord-Eunuchen) im Weg. Dieser sehr konservative Mom'Serimer will selbst den Posten des Anführers übernehmen. Die jungen Mom'Serimer schließen sich aber Shoy Carampo an und gründen die "Scherbenstadt" im Mittelteil der SOL, die rasch immer mehr Mom'Serimer anzieht. Der Auf- bzw. Ausbau der Stadt erfolgt mit Atlans Erlaubnis, der den Mom'Serimern ein dauerhaftes Bleiberecht an Bord der SOL gewährt, und mit Icho Tolots tatkräftiger Unterstützung. Eine Ansiedlung auf einem Planeten ist für die wuseligen Kerlchen kein Thema mehr - die SOL ist zu einer echten Heimat für sie geworden. Die Mom'Serimer räumen fleißig im Chaos des SOL-Mittelteils auf, wo sie sich besonders wohlfühlen. Alle Fundstücke übergeben sie den Dookies. Irgendwann muß Stap Crumero sich dann geschlagen geben.

Auch auf Seiten der SOL-Besatzung bahnen sich sensationelle Neuigkeiten an. Fee Kellind, die sonst immer so professionelle Kommandantin, beginnt nun doch eine Liebesbeziehung mit Porto Deangelis, und damit nicht genug! Die kühle Blonde wird schwanger. Atlan, der große Frauenversteher, nimmt Fee die Gewissensbisse (sie darf sogar Kommandantin bleiben). Er meint, bei einer so langen Mission fern der Heimat, wie die SOL sie noch vor sich hat, wäre es normal, daß die Besatzungsmitglieder auch ein Familienleben brauchen. Das muß er seinen Leuten nicht zweimal sagen - schon bald hagelt es sozusagen Nachwuchs an Bord des Raumschiffs!!

Die SOL erreicht schließlich die Galaxis Notrast, wo die anstehenden Reparaturen am Permanentzapfer erledigt werden. Kaum angekommen, wird ein Notruf des Volks der Philosophen von Winten aufgefangen. Diese sitzen auf ihrem Planeten fest, weil sie über keine Raumschiffe verfügen, und haben ein Problem: Das Zentralgestirn ihres Sonnensystems droht in absehbarer Zeit zu explodieren. Eine Fluchtmöglichkeit gibt es für die kleinen Humanoiden nicht.

Da können die Galaktiker von der SOL natürlich nicht tatenlos zusehen, auch wenn die einzige in Betracht kommende Möglichkeit zur Rettung der Philosophen bedeuten würde, daß der Weiterflug der SOL erst Jahre später erfolgen könnte (den Mom'Serimern ist das sowieso egal). Man beschließt zu helfen und die Philosophen auf einen geeigneten Planeten zu evakuieren. Dazu werden die Beiboote der SOL eingesetzt und es werden Transmitterverbindungen errichtet, wie man sie von Dommrath her kennt.

Als die SOL endlich weiterfliegen kann, gibt es wieder Kinder an Bord der SOL, z.B. Fee Kellinds inzwischen dreijährigen Sohn Arlo! Der Titel des Romans bezieht sich übrigens auf eine Art Chronik, die von der Kommandantin geschrieben wird.

Bei ihren Aufräumaktionen im SOL-Mittelteil finden die Mom'Serimer mal so eben noch einen gläsernen Sarg, in dem ein humanoides Wesen liegt. Niemand kann sich erklären, wer dieses Wesen sein könnte oder woher es kommt.

Kurz notiert
Irgendwie kam die Story nicht so gut bei mir rüber, d.h. die lange Wartezeit der SOL, die hier auf ein paar Seiten erzählt wird, wurde nicht so gut dargestellt. Daß ausgerechnet Fee Kellind diejenige sein mußte, die sich ins Familienleben stürzt, fand ich ein bißchen unpassend. Und das Intermezzo mit den "Philosophen"... na ja. Mußte wohl sein, damit die SOL nicht zu bald in Wassermal ankommt!

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