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2106: Der weiße Tod

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Auf dem ansonsten (auch für die weitere Handlung der PR-Serie nach diesem Roman) völlig unbedeutenden Planeten Zinet, irgendwo in den Außenregionen der Galaxis Tradom, wird das unterentwickelte, insektoide Volk der Zineda von unseren Freunden mit den dunklen Sonnenbrillen, den E'Valentern, versklavt. Die Zineda müssen in Bergwerken schuften, wo sie für die E'Valenter Gold schürfen. In den Minen grassiert eine tödliche Seuche, an der die Zineda reihenweise sterben. Da die E'Valenter ständig neue Arbeitskräfte ausheben, droht das Volk der Zineda auszusterben.

Scharanay, die Insektenkönigin (oder -prinzessin) ist zunächst gegen den Aufstand, der von ihrem Geliebten, der Kommandant ihrer Palastwache ist, geplant wird. Auch der Gelehrte Liktus Boi, ein eher friedlicher Charakter, nimmt an dem Aufstand teil. Die Zineda hatte allerdings nie wirklich eine Chance - mit Projektilwaffen gegen Energieschirme, das kann nicht gutgehen. Bis auf Liktus Boi werden denn auch alle Aufständischen getötet.

Das ist zuviel für die Prinzessin und sie ruft das ganze Insektenvolk zum bewaffneten Widerstand auf. Liktus Boi ist sich über die Aussichtslosigkeit eines solchen Kampfes im Klaren. In seiner Verzweiflung fummelt er ein wenig an Geräten herum, die in einem Raum seines Wohnturms aufbewahrt werden. Es handelt sich um Gegenstände, die ein auf Zinet abgestürzter Gesandter des Trümmerimperiums bei sich gehabt hatte. Der Gesandte ist zwar schon vor vielen Jahren gestorben, aber die Geräte funktionieren immer noch und Liktus Boi schafft es tatsächlich, ohne jegliche technischen Kenntnisse ein Funkgerät in Gang zu setzen und einen Notruf abzustrahlen.

Wie passend, daß der terransiche Kreuzer JEFE CLAUDRIN gerade auf Erkundungsflug in der Gegend ist! An Bord sind nämlich auch Benjameen da Jacinta und Tess Qumisha, die den Kommandanten Harun al Kharud überzeugen, daß man dem Hilferuf folgen sollte. Die beiden nehmen Kontakt mit Liktus Boi auf und dringen mit Deflektorfeldern getarnt in die Minen ein. Dort entdecken Sie die Ursache der Seuche: Eine Pilzinfektion, gegen die man zwar ein Schutzserum entwickeln kann, die aber bei bereits erkrankten Zineda nicht mehr heilbar ist. Den Valentern ist das natürlich egal, es gibt ja genug Zineda-Nachschub. Ein terranisches Einsatzkommando landet auf Zinet und greift in die ungleiche Schlacht ein, die bereits zwischen den Widerständlern und den Valentern tobt. Alle Valenter werden getötet.Ben und Tess haben auch ermittelt, daß die Valenter das geförderte goldhaltige Erz in schüsselförmigen Transportern nach "COLLECT 90.40.30" (Näheres ist dazu noch nicht bekannt) bringen. Die beiden nutzen die Gelegenheit, sich in einem Transportbehälter zu verstecken (mit von der Partie sind zwei Ertruser), um am Bestimmungsort des Behälters vielleicht weitere Erkenntnisse über das Reich Tradom zu gewinnen. Es dauert auch nicht lange, da wird der Container abgeholt...

Kurz notiert
Lebewesen sollen billigere Sklaven sein als Roboter? Billiger vielleicht, aber wohl kaum annähernd so effizient, aber das scheint dem Reich Tradom egal zu sein. Vielleicht geht es ja auch nur darum, daß die Valenter auch mal ein bißchen Spaß haben sollen und deshalb die Zineda quälen dürfen. Insgesamt kam mir die ganze Geschichte ziemlich an den Haaren herbeigezogen vor. Daß die Terraner sich einfach mal so in einen planetarischen Konflikt einmischen, wo sie doch eigentlich aufpassen müßten, bloß nicht entdeckt zu werden, fand ich auch nicht gerade einleuchtend!

J. Kreis
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