Zurück zur Übersicht
Weiter zu Nr. 2103
Zurück zu Nr. 2101


2102: Die Hand der Vorsehung

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Wechsel der Handlung zur Galaxis Tradom, vielmehr zum vorgelagerten Kugelsternhaufen Virginox: Dort lebt, vom Reich Tradom und der dazugehörigen Inquisition der Vernunft weitgehend unberührt, das Völkchen der Jankaron. Diese vogelartigen Wesen, die wie alle anderen Völker in Virginox noch die Raumfahrt mit Transitionstriebwerken betreiben, halten die galaktischen Koordinaten ihrer Heimatwelt Jankar streng geheim. Was nicht einfach ist, denn die Jankaron betreiben mit ihrer winzigen Flotte eifrig Handel in dem unterentwickelten Kugelsternhaufen. Einer der Handelskapitäne ist Roxo Quatron, der sich immer wieder mit seinem Schiff, der KELTAMMER, und seiner lustigen Crew gegen Angriffe und Hinterhalte aller möglichen Piraten wehren muß. Die friedliebenden Jankaron meiden so gut wie immer den Kampf und verlegen sich lieber auf listige Tricks, um ihre Gegner an der Nase herumzuführen.

Auf der Welt Mascha suchen Quatron und Konsorten nach Informationen über die (relativ) hoch entwickelte Technologie der Shuftarr, durch die die Jankaron sich eine Verbesserung ihrer Triebwerke und Waffen erhoffen. Dabei geraten sie zwar in eine Falle, doch mit so etwas haben die gewitzten Jankaron gerechnet und sich entsprechend abgesichert. So kommen sie nicht nur an die ersehnten Daten heran, sondern können ihre Gegner auch noch als Verbrecher entlarven. Umgehend wird die KELTAMMER mit der neuen Technologie bestückt. Auf dem ersten Testflug geht etwas schief: Nach einer mißglückten Transition finden die Jankaron sich mitsamt ihres Schiffes innerhalb eines riesigen, würfelförmigen Objekts wieder. Dies ist ein Raumschiff, gesteuert von einem Volk, das sich selbst als Eltanen bezeichnet. Von den Eltanen erfahren die Jankaron, daß die Völker der Galaxis Tradom brutal unterdrückt werden - ein Schicksal, das den Völkern von Virginox vielleicht nicht mehr lange erspart bleiben wird. Es gibt aber auch eine Widerstandsbewegung gegen das Reich Tradom, zu der auch die Eltanen gehören. Die Eltanen sind jedoch zu friedfertig und vor allem zu ausgelaugt, um noch aktiven Widerstand leisten zu können. Um mit den Bewohnern der Galaxis Kontakt aufnehmen zu können, die gerade von Tradom angegriffen wird (d.i. natürlich die Milchstraße), benötigen die Eltanen die Hilfe eines aktiveren Volks - genauer gesagt: die Hilfe der Jankaron.

Die heldenhaften Jankaron sind einverstanden. Um überhaupt eine Chance zu haben, benötigen sie ein gescheites Schiff, und das bekommen sie von den Eltanen. Der CoJito Planetenjäger, ein schnelles und schlagkräftiges Schiffchen, das mit dem Panzerbrecher sogar einen Kriegskatamar vernichten könnte, wird den Jankaron überlassen. Damit müssen sie den Durchbruch durch das Sternenfenster wagen. Das ist ein riskantes Unterfangen, denn am Sternenfenster lauert ja inzwischen eine große Tradom-Flotte und zu allem Übel kann das Fenster nur im Unterlichtflug mit weniger als 5% LG durchquert werden. Natürlich glückt der Durchflug am Ende doch, leider schaffen auch sieben Katamare den Übergang. Die Eltanen beeinflussen ihrerseits die Scheibenstationen, von denen das Fenster offengehalten wird. Von nun an kann das Fenster nur noch von der Milchstraße aus in Richtung Tradom durchquert werden, für die Invasionsflotte, die sich auf der Tradom-Seite gesammelt hat, ist der Weg vorerst verschlossen.

Während die sieben Katamare irgendwo in der Milchstraße untertauchen, treffen die Jankaron mit Perry Rhodan zusammen. Rhodan faßt sofort Vertrauen zu den liebenswerten Vögeln, die Sympathie ist gegenseitig.

Kurz notiert
Leo Lukas schafft es, das neue Volk auf humoristische Weise vorzustellen, ohne je in platte Witze oder Slapstick-Szenen abzurutschen. Auch der Sprachwitz kann sich sehen lassen; da jagt eine Anspielung die nächste und es prasseln permanent mehr oder weniger gewagte Wortspiele auf den geneigten Leser herein. Was man von den Eltanen halten soll, weiß ich noch nicht. Ein altes, mächtiges Volk mit überlegener Technik - also ein Gewicht, das sich gegen das Reich Tradom in die Waagschale werfen lassen würde - oder am Ende doch nur der verkümmerte Rest einstiger Größe?

Zurück zur Übersicht
Weiter zu Nr. 2103
Zurück zu Nr. 2101