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Perry Rhodan Neo Nr. 14: Die Giganten von Pigell

Autor: Wim Vandemaan

Inhalt

Reginald Bull und seine Gefährten sind in der Raumstation MYRANAR gefangen. Sie freunden sich schnell mit Gucky an. Das Wesen gibt sich als Ilt vom Planeten Tramp aus. Es besitzt mehrere Parafähigkeiten, kann sich aber nicht aus eigener Kraft befreien und ist auf die Hilfe seiner neuen Leidensgenossen angewiesen. Gemeinsam wird ein Fluchtplan entwickelt. Die Menschen und der Ilt wecken die Aufmerksamkeit der Fantan, indem sie ein Theaterstück frei nach der komischen Oper "Die Piraten von Penzance" von Gilbert & Sullivan aus dem Jahre 1879 improvisieren. Die Fantan sind begeistert von diesem noch nie dagewesenen Besun. Sie stellen diverse Requisiten für eine öffentliche Vorstellung zur Verfügung. Als das Stück vor Publikum aufgeführt wird, sabotiert Gucky die Generatoren für den Schutzschirm, der sich über der Bühne spannt, während Sue ihre Parafähigkeit einsetzt, um eine Pflanze zu rasendem Wachstum anzuregen und die Fantan somit abzulenken. Dabei übernimmt sie sich, so dass ihre Gefährten den Arzt Fulkar entführen müssen, als sie alle gemeinsam in ein Fantan-Schiff teleportieren. Fulkar kann Sue helfen, aber bei der Teleportation hat sich das Mädchen mit psionischer Energie überladen. Sie setzt die Energie frei, indem sie ihren verkrüppelten Arm nachwachsen lässt. Bei den Fantan herrscht helle Aufregung, aber nicht wegen der Flucht. Es wurde neues Besun von unvergleichlicher Qualität entdeckt, das es zu erjagen gilt.

Tako Kakutas Gruppe gelangt mit einem Transportcontainer nach Pigell. Die Menschen kapern einen topsidischen Gleiter. Ihre Verfolger werden von Ferronen abgeschossen, die die Menschen mit Ferrihanen zusammenbringen. Diese umweltangepassten, geflügelten Ferronen transportieren die Menschen zum nur aus der Luft zugänglichen Versteck des Thort. Der Thort - ein Ferrone mit einem dritten Auge auf der Stirn - teilt den Lichtbringer-Glauben seines Volkes, will sich aber in die Hände der Topsider begeben, als Chrekt-Orn ein Ultimatum stellt. Die Vernichtung aller Planeten und Monde des Wega-Systems wird angedroht, sollte der Thort nicht kapitulieren. Ein Mond vergeht zu Demonstrationszwecken im konzentrierten Feuer der topsidischen Kampfschiffe. Ein gefangener Thort wäre das Ende des ferronischen Widerstands. Deshalb schlägt Kakuta einen riskanten Plan vor. Der Thort soll auf einem persönlichen Gespräch mit Chrekt-Orn bestehen. Der Teleporter will den topsidischen Oberkommandierenden bei dieser Gelegenheit entführen. Kakuta glaubt, führungslose Topsider seien leichtere Gegner. Die Entführung gelingt zwar, erweist sich aber als sinnlos, denn der Thort und Anne Sloane fallen den Topsidern in die Hände, außerdem tritt sofort ein neuer topsidischer Oberkommandierender namens Genkt-Tarm auf. Er fordert die sofortige bedingungslose Kapitulation. Der Thort will zu seinem Volk sprechen. Kakuta entkommt mit Bechia Yuaad, einer Ferronin, in die er sich verliebt hat. Sie ist schwer verwundet und stirbt.

Perry Rhodan steht in der Transmitter-Empfangsstation von Lannol dem tot geglaubten Ernst Ellert gegenüber. Ellert ist ein körperloser Wanderer in Zeit und Raum. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für ihn bedeutungslos. Ellert macht Andeutungen, aus denen Rhodan schließen kann, dass sich im Wega-System auch das Schicksal der Erde entscheiden wird. Nachdem Ellert verschwunden ist, erscheint der greisenhafte, nicht mehr ganz zurechnungsfähige Arkonide Kerlon da Hozarius. Er hält Rhodan für einen namentlich nicht genannten Kommandanten, dem er schon vor 10.000 Jahren auf der Erde gedient hat. Die Menschen werden durch Kerlons "Ewige Bastion" geführt. Begeistert verkündet Kerlon, er werde seinem Kommandanten bald tausende mit Elitesoldaten bemannte Raumschiffe zur Verfügung stellen können. Das erweist sich als Wahnvorstellung. Die so genannte Bastion ist nicht viel mehr als eine schlecht ausgebaute Ansammlung von Höhlen voller Schrott, und die angeblich im Kälteschlaf liegenden Soldaten sind mumifizierte Leichen. Nur die Zentrale der Bastion ist noch funktionsfähig. Es handelt sich um ein arkonidisches 60-Meter-Beiboot mit dem Namen TOSOMA X. Kerlon berichtet, was sich vor 10.000 Jahren ereignet hat.

Die Erde ist in dieser Zeit eine arkonidische Kolonie namens Larsaf III, die im Rahmen eines schon seit geraumer Zeit tobenden Krieges des arkonidischen Imperiums mit dem Bund der Methanatmer angegriffen wird. Kerlon evakuiert so viele Kolonisten wie möglich (evtl. auch einige Ureinwohner von Larsaf III) mit der TOSOMA X ins Wega-System. Dort greift er in den ferronischen Bürgerkrieg ein und unterstützt den ersten Thort mit der TOSOMA X. Der Thort verfügt zu diesem Zeitpunkt bereits über ein Netz aus Transmittern unbekannter Herkunft. Eines dieser Geräte überlässt er Kerlon. Beim letzten Kontakt mit dem Kommandanten von Larsaf III hat Kerlon den Eindruck, dass sein Freund nicht gealtert ist. Die folgenden Jahrtausende verbringt der in zunehmende geistige Verwirrung abgleitende alte Arkonide teils im Kryoschlaf, teils in Gesellschaft eines Unbekannten namens Elat (Ellert), der ihm Hoffnung macht, sein Kommandant werde eines Tages wiederkehren - wenn auch in veränderter Gestalt.

Kerlon beendet seinen Bericht sichtlich entkräftet. Thora bestätigt, dass das arkonidische Imperium siegreich aus dem Krieg gegen die Methanatmer hervorgegangen ist. Thora wurde durch Details des Berichts wie die scheinbar ewige Jugend des Kommandanten und seine Behauptung, er habe "das Licht gefunden", in Aufregung versetzt. Außerdem hat Kerlon von 43 Planeten des Wega-Systems gesprochen. Es wurden aber nur 42 Planeten geortet. Die hiernach befragte Positronik der TOSOMA X stellt das Verschwinden des zehnten Planeten fest. Diese Nachricht ist zu viel für Kerlon, er stirbt. Obwohl Rhodan nicht weiß, inwieweit die TOSOMA X einsatzfähig ist, beschließt er, mit dem Schiff in den Kampf gegen die Topsider einzugreifen.

Kommentar:

Und damit dürfte er genauso "erfolgreich" sein wie mit dem Schwesterschiff TOSOMA IX, denn im Wega-System ist ja immer noch ein arkonidisches 800-Meter-Schlachtschiff auf Seiten der Topsider unterwegs. Oder haben Perry bzw. die Autoren das vergessen? Immerhin zögert Rhodan, mit der TOSOMA X zu starten, weil er nicht weiß, ob das Schiff gefechtsbereit ist. Warum hatte er bei der halbwracken TOSOMA IX solche Bedenken nicht, sondern ist damit in ein Sonnensystem aufgebrochen, in dem - wie er zu diesem Zeitpunkt ja schon wusste - ein Krieg tobt?

Wie viele Menschen passen eigentlich in ein 60-Meter-Beiboot? Tausende Arkoniden liegen in Kerlons Basis in Kryostase. Wurden die etwa alle mit der TOSOMA X evakuiert? Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es bei einem einzigen Flug des Schiffes geblieben. Oder wie sonst sind die Arkoniden nach Lannol gekommen? Wurden sie evtl. erst dort geboren?

Perry Rhodan erkennt in Kerlons Bastion, dass das Gestein desintegriert wurde. Wann und wo hat er so etwas schon einmal gesehen, d.h. woher weiß er, wie Desintegratoren funktionieren und wie desintegriertes Höhlengestein aussieht?

Warum haben Kakuta & Co. keine Probleme damit, einen topsidischen Gleiter zu steuern? Selbst wenn ich davon ausgehe, dass nicht nur arkonidische Schiffe eine idiotensichere Steuerung haben, sondern auch topsidische Modelle, d.h. dass man dem Ding nur sagen muss, wohin man will... wie können sich die Terraner dann damit verständigen? Oder ist standardmäßig ein Translator eingebaut? Aber keine Wegfahrsperre?

Doch halt: Darja Morosowa kann ja Topsidisch, wie in diesem Roman erneut erwähnt wird. Warum eigentlich? Ist sie ein Sprachengenie? Oder vielleicht Telepathin wie Gucky?

Der Ilt lernt nämlich in Sekundenschnelle durch Telepathie Englisch, und zwar so gut, dass er sogar telekinetisch in dieser Sprache schreiben kann. Klingt das glaubwürdig?

Bei der Übergabe des Thort tragen alle Topsider aktivierte Individualschutzschirme. Kakuta hält die Entführung Chrekt-Orns deshalb für gescheitert. Dann kann er ihn doch packen und mit ihm teleportieren. Wann hat der Topsider seinen Schirm abgeschaltet?

Apropos Schutzschirme: Warum sind die Fantan so dämlich und stellen die Projektoren für den Schutzschirm, der ihr wertvolles Besun an der Flucht hindern soll, im Inneren des Schirmes auf, so dass sie von Gucky deaktiviert werden können?

Ernst Ellert hat schon alles gesehen. Vergangenheit und Zukunft stehen ihm offen. Solch ein allwissender Typ darf natürlich nur in Rätseln sprechen, wie es denn auch prompt geschieht - würde er Rhodan einfach sagen, was zu tun ist, dann wäre jegliche Spannung dahin. Warum stellen sich die Autoren immer wieder mit solchen Figuren selbst ein Bein?

Wie können die Ferrihanen fliegen und dabei einen Menschen mitnehmen? Und das auch noch bei leicht über Terranorm liegender Schwerkraft? Ihr Körper müsste praktisch komplett aus Schwingen sowie den Muskeln zum Betrieb derselben bestehen. So werden sie aber nicht beschrieben.

Schon wieder so viele Fragen! Manche hätte man vielleicht relativ überzeugend beantworten können. Aber niemand macht sich die Mühe, auch nur mit einem einzigen Satz zu erwähnen, dass topsidische Gleiter ganz tolle Autopiloten haben, dass Chrekt-Orn seinen Schutzschirm abgeschaltet hat, um dem Thort die Hand schütteln zu können, dass die Ferrihanen Antigravprojektoren tragen etc. - man muss all das einfach akzeptieren.

Abgesehen davon gefällt mir der Roman eigentlich ganz gut, was hauptsächlich an Hartmut Kaspers Formulierkunst liegt. Von "Erzählkunst", würde ich diesmal nicht sprechen, denn ich finde nicht, dass die Geschichte besonders gut erzählt wird. Gut, es gibt einige emotionale Momente: Kakuta und Bechia Yuaad, Rhodan und Thora, Kerlons Wahnsinn. Ansonsten finde ich die Erzählweise einerseits zu distanziert, zu nüchtern, wie eine gefühllose Aufzählung von Fakten. Dem steht auf der anderen Seite das absurde Theater der Terraner bei den Fantan gegenüber - eine sinnlose, alberne Episode, über die man besser den Mantel des Schweigens breitet.

Entweder habe ich mich bei PR Neo 13 verlesen, oder Lossoshérs Bericht war falsch. Jedenfalls wurden die Transmitter dem ersten Thort nicht von Kerlon zur Verfügung gestellt; die waren schon vorher da. Nicht Kerlon ist der Herr der Tiefseekuppel, sondern ein namentlich nicht genannter Kommandant, der wohl die Unsterblichkeit gefunden hat - womöglich auf dem 10. Planeten der Wega, den er mit dem vom erstem Thort erhaltenen Transmitter erreichen konnte. Der namenlose Kommandant dürfte mit Atlan identisch sein, und wahrscheinlich residiert die Superintelligenz ES auf der Kunstwelt Wanderer, die irgendwann mal Planet Nr. 10 war, sich jetzt aber nicht mehr im Wega-System befindet. Der Thort hat drei Augen und wirkt alterslos. Vielleicht ist er ein von ES erschaffener Klon?

J. Kreis, 03.04.2012


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Gastkommentare

Neueste Kommentare stehen oben.

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Gastkommentar von Joe (22.04.2012):

Lieber Enno, ich kann da nicht zustimmen. Das Stilmittel mit dem Interview als Pro- und Epilog macht nur dann Sinn, wenn es sich bei dem, was dazwischen ist, um die dazugehörige Erzählung handelt. Dass dieses Stilmittel hier ohnehin etwas verunglückt ist, weil Kakuta selbst nur in Teilen des Romans auftritt, mag durchaus richtig sein, und ich würde den Vor- und Nachspann wohl auch komplett rauswerfen, wenn ich den Text zu bearbeiten hätte.

Dass Kakuta aber über die gesamte Geschichte nicht aus erster Hand informiert ist, bedeutet natürlich eben nicht, dass er sie nicht kennt und daher nicht zum Besten geben kann. Das Interview findet zu einem unbekannten späteren Zeitpunkt statt, nicht allzu spät nach den Ereignissen, aber doch ziemlich offensichtlich mehr oder weniger deutlich danach, nach ihrem Abschluss.

Wir dürfen davon ausgehen, dass alle Beteiligten Zeit hatten, sich untereinander über ihre Erlebnisse auszutauschen, und von daher können die Nicht-Kakuta-Teile rein technisch ohne weiteres von ihm stammen. Auch wenn das, wie oben schon konzediert, eine unglückliche Konstruktion ist. Das ist aber nicht mein Fehler, sondern der von WiVa.

Abgesehen davon ist es schon so: Ja, auch ich bin mit Neo kritischer als mit dem Original. Und das ist meines Erachtens auch völlig okay. Man muss die Dinge schon an ihren eigenen Ansprüchen messen.

Grüße
Joe


Gastkommentar von Enno B. (11.04.2012):

Ich selbst frage mich manchmal schon, ob ich NEO gegenüber ungerecht bin, weil ich sehr viel kleinlicher und kritischer mit den Texten umgehe, als mit den klassischen Romanen damals - in denen ja nun wirklich auch viel Müll und Unlogisches zu lesen stand und teilweise trotz "behutsamer Bearbeitung" für die Silberbände immer noch steht.

Vielleicht liegt's daran, dass Konzept, Komplexität und textliche Qualität bei NEO so hochwertig daher kommen, dass die Erwartungen unreflektiert mit in die Höhe gehen?

Ich kann jedenfalls weder alle Kritikpunkt von J. Kreis noch den Kommentar von Joe so akzeptieren:

Angesichts des überraschenden und recht fixen Abschusses der TOSOMA IX ist Rhodans Zögern bzgl. eines Einsatzes der TOSOMA X doch wirklich mehr als verständlich!

Für den kurzen Hüpfer zur Wega brauchte auch vor 10.000 Jahren ein Raumschiff nur wenig Zeit, selbst mit Umwegen, um den Kursvektor nicht zurück verfolgen zu können. Da könnte "man" theoretisch auch im Stehen mitfliegen. Und wer sich die Mühe macht, das Volumen einer Kugel mit 60 Metern Durchmesser zu berechnen und mit dem Raumbedarf eines Humanoiden ins Verhältnis zu setzen, der wird auch bei Subtraktion großer Raummengen für Antriebe, Waffensysteme, Energiespeicher, Wände, Decken, usw., sehr schnell astronomische Summen von Menschenähnlichen zusammen bekommen, die in so ein Schiffchen passen. Nur als kleiner Hinweis: Das Volumen einer 60-Meter-Kugel beträgt brutto 113.040 m³... Für Geburten auf Lannol habe ich keinen Hinweis im Text gefunden.

Interessant auch, dass wir durch 50 Jahre PR Classics offenbar genau wissen, wozu Telepathie befähigt und wozu nicht. Ich jedenfalls weiß nicht genau, ob und wann ich beim Denken in Buchstaben und Schriftsprache denke oder ob unterbewusst meine Gedanken von irgend einem Zellklumpen meines Hirns abgetippt werden. Wieso also soll Gucky nicht dazu imstande sein, was ihm durch die Autoren zugesprochen wird? Für mich klingt das jedenfalls besser als seine unerschöpflichen Massensprünge in den alten Romanen, bei denen er zwischendurch noch hunderte tonnenschwere Roboter Luftballett tanzen ließ...

So, wie ich es gelesen habe, befindet sich lediglich der Schutzschirm, der die "Schauspieler" gegen den Brand ihres "Segelschiffes" schützt, in Reichweite Guckys. Der zweite Schirm jedoch, der die Flucht verhindern soll, muss nach dem Zusammenbrechen Sue Mirafiores erst abgeschaltet werden, um dem Ara Zutritt zu ermöglichen.

Ernst Ellert wird in NEO ganz ähnlich beschrieben wie in den Classics. Und da für ihn der uns gängige Zeitbegriff nicht gilt, hat er auf seinen Wanderungen durch Raum und Zeit so viel Erfahrungen gesammelt, wie ein normal Sterblicher in Jahrmillionen nicht sammeln könnte. Dass das den Ausdruck in Wort und Schrift beeinflusst, ist doch klar, oder? Kleine Kinder haben doch auch ganz andere Ausdrucksformen drauf als ein Universitäts-Professor kurz vor der Emeritierung. Und da liegen nur ein paar schlappe Jahrzehnte zwischen.

Tja, und das Flugvermögen der Ferrhianen... Vielleicht haben sich die Autoren das bei den Hummeln abgeguckt, die aller physikalischer Berehnungen gemäß auch flugunfähig sein müssten. Sie kümmern sich aber nicht drum und brummen einfach drauf los!

Last, but not least, dear Joe: Wer hat behauptet, der komplette Roman sei von Tako Kakuta episch erzählt worden? Vor allem die Teile, die er nicht aus erster Hand kennen kann, weil er nicht dabei war? Hier hat der Autor zu einem dramaturgischen Stilmittel gegriffen, das nicht mehr und nicht weniger ausdrückt, als dass Tako heil wieder nach Hause gefunden hat und irgend etwas von seinem Abenteuer im Wega-System in irgend eine TV-Kamera erzählt. Mehr nicht.

Klar ist aber auch, dass die Autoren hinsichtlich mancher Dinge, die sie NICHT tun und die NICHT existieren sollen (im Unterschied zum Classic-Universum) oft maulfaul sind. Aber wer hat beschlossen, dass alles, was im NEOversum passiert, für Altleser und in Relation zum klassichen Perryversum schlüssig erläutert werden muss?

Es gibt natürlich auch Fehler innerhalb des NEOversums. Der Umstand, dass Fantans mit Second Hand Raumschiffen der Arkoniden durch die Galaxis streifen, aber über Paralysatoren verfügen, die den Arkoniden offenbar nicht zur Verfügung stehen, steht ebenso dafür, wie das Vermögen der Romanhelden, mit Alien-Technologie ebenso sicher umgehen zu können, wie mit einem Golf Diesel. Star Trek lässt grüßen! Das Sprachtalent der Morosowa gehört in den Topf ebenso wie die leichtsinnig am Ende von Band 14 als existent bestätigten Hypnose-Strahler, die sogar die Classic-Autoren schon früh in der Serie totgeschwiegen haben, um nicht ständig in neue Erklärungsnöte zu geraten.

Aber sonst? Ich mag NEO! Und das inzwischen sehr viel lieber als die Hauptserie. Innovativ, spannend, gut geschrieben, in einem super Format - all das hat die Hauptserie schon lange nicht mehr...

Ich bleibe "dran"!


Gastkommentar von kidgforce (06.04.2012):

Wenn ich nicht schon bei BNeo 7 aufgegeben hätte diese Mischung als alten Versatzstücken und neuer Unlogik weiterzuverfolgen, würde ich es jetzt.


Gastkommentar von Joe (04.04.2012):

Ich hätte so gern geschrieben, dass es Romane wie dieser sind, die mich trotz all der Fehler bei der Stange halten. Und irgendwie stimmt das auch, aber ich schreibe es trotzdem nicht. Warum? Ich traute meinen Augen kaum, als im Epilog die dämliche Reporterin behauptete, Kakuta habe gar nicht erzählt, was aus Bechia Yuaad geworden sei. Ach nee? Komisch, denn 25 Seiten vorher ist sie gestorben - also HAT er es offensichtlich erzählt. Und Kakuta antwortet auch noch: "Alles ist gut." Kommt schon, das darf doch alles nicht wahr sein!

WIESO GIBT ES BEI PR KEINEN KORREKTURLESER, DER WEISS, WAS ER TUT?

Verdammt noch mal, diese zweite Staffel entwickelt sich allmählich echt zu einer ziemlichen Antiklimax. Ich bin mir grade wirklich nicht mehr sicher, ob ich mir das noch weiter antun will ... :-(



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