PR Extra 12
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Rastatt



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Perry Rhodan Extra 12: Countdown

Vorbemerkung

Dieses Sonderheft hat folgenden Inhalt:

Roman "Countdown" von Alexander Huiskes mit umlaufendem Titelbild
CD mit Lesung der Novelle "Labyrinth der BASIS" (Autor: Hans Kneifel, Sprecher: Josef Tratnik)
Stickerbogen
Flyer zum Perry Rhodan-Weltcon 2011

Handlung des Romans:

Julian Tifflor nimmt ab dem 8. April 1460 NGZ als Sonderbeauftragter für Hyperkokon- und TRAITOR-Hinterlassenschaften an einer Sitzung des Neuen Galaktikums auf dem Planeten Aurora teil. Perry Rhodan wurde als Gast eingeladen, Caadil Kulée amy Kertéebal ist als Botschafterin der Transgenetischen Allianz anwesend. Bei der Sitzung geht es vor allem um die Lage der Völker der galaktischen Eastside, die immer noch schwer unter den Folgen der Invasion durch die Terminale Kolonne TRAITOR leiden. Einzelne Planeten wollen Aufbauhilfen beantragen, andere diskutieren mögliche neue Allianzen, und alle zittern vor dem Cheborparner Chettrisiud Bregzeneb, einem Sektorleiter der Galaktischen Zentralbank. Die GZB unterzieht alle bedürftigen Volkswirtschaften dem so genannten "normativen Scan", bevor über die Bewilligung von Hilfen entschieden wird. Zu diesem Zweck müssen die betroffenen Völker alle relevanten Daten offenlegen und eine intensive Überprüfung über sich ergehen lassen.

Brad Lennox, Erbe eines Medienimperiums und eine der einflussreichsten Persönlichkeiten Auroras mit Kontakten zur Unterwelt, bittet Tifflor zu einem persönlichen Gespräch. Lennox bringt den Terraner mit dem Tefroder Medach Jano zusammen. Jano ist Astro-Archäologe und Hyperphysiker. Er hat vor zwei Jahren im Wrack eines Traitanks das Herzstück eines Raum-Zeit-Routers gefunden und mitgenommen. Seitdem hat er immer wieder Visionen, die er als "Keinträume" bezeichnet und die ihm Einblicke in potentielle Zukünfte ermöglichen. In einem solchen Traum hat er gesehen, wie Attentäter - möglicherweise Springer - ein Massaker an den Konferenzteilnehmern verüben. Offensichtlich handelt es sich nicht nur um Hirngespinste, denn noch am selben Tag wird der Unither Drthoran vom Institut für Finanzmarktanalyse, der als Redner bei der Konferenz aufgetreten ist, von einem Unbekannten ermordet. Tanio Ucuz, Tifflors Leibwächter, und Auroras Sicherheitschef Verton cer Akona entdecken die Leiche am Folgetag.

Rhodan, Tifflor und ihre Helfer analysieren Janos Visionen. Wie es scheint, ist die mächtige Verbrecherorganisation Hydryllid in die Angelegenheit verwickelt, denn die Attentäter tragen deren Uniformen. Offensichtlich sollen die Opfer ganz gezielt ausgewählt werden - und Tifflor soll ebenfalls sterben. Außerdem kann der Zeitpunkt des Anschlags eingegrenzt werden. Tifflor holt Hilfe. Die cheborparnische Ratsfrau Koral Pfanthagasai (KoPf) soll bei den Recherchen helfen, außerdem wird Gucky hinzugezogen. Durch Körperkontakt mit Jano kann Gucky dessen Visionen teilen. So können zwei weitere potentielle Opfer identifiziert werden: Der Linguide Rinoda Shaccar und der Blue Füyalji Fäjiyt vom Planeten Ranolka. Shaccar ist bereits tot, Fäjiyt ist verschwunden. Er wird zum Hauptverdächtigen, denn alle potentiellen Opfer hatten in irgendeiner Weise mit Ranolka zu tun, einer Welt, die von TRAITOR verwüstet worden ist. Viele Ratsmitglieder hatten gegen Fäjiyts mehrfach gestellten Antrag auf Wirtschaftshilfe für seine Heimatwelt gestimmt, so dass der Antrag abgelehnt wurde. Tiff hat sich den Blue durch eine Rede vom 1. Dezember 1447 NGZ zum Feind gemacht. Er hatte damals für eine Versöhnung mit den in der Lokalen Gruppe zurückgebliebenen Traitoristas plädiert.

Mit diesen Erkenntnissen kann der Anschlag vereitelt werden. Bomben werden unschädlich gemacht und angreifende Springer-Assassinen werden von Kampfrobotern in Schach gehalten. Fäjiyt flieht, wird aber von Tifflor gefangen genommen. Er gibt zu, dass er sich für das Schicksal Ranolkas und den Tod von Frau und Kind rächen wollte. Er kann aber unmöglich der Drahtzieher des Anschlags sein. Plötzlich greifen Verton cer Akonas Sicherheitskräfte ein und töten alle Springer, angeblich im Auftrag von KoPf. Wollte die Ratsherrin etwa Zeugen beseitigen? Es stellt sich heraus, dass KoPfs Assistentin Tremayna da Falkan hinter allem steckt. Sie gehört zur Hydryllid, die wiederum Hy-Industries betreibt, ein auf Ranolka ansässiges Wirtschaftsunternehmen, das die dortige Notlage ausnutzt. Ein normativer Scan des Planeten hätte die illegalen Machenschaften der Firma ans Licht gebracht und musste daher mit allen Mitteln vereitelt werden. Durch das Attentat sollte außerdem Bregzeneb unter Druck gesetzt und dazu gebracht werden, KoPfs Forderung nach einer Senkung der Leitzinsen zur Finanzierung infrastruktureller Projekte in der Eastide nicht nachzugeben.

Mit KoPfs Hilfe kann Tifflor dem GZB-Repräsentanten eine Falle stellen. Bregzeneb will auspacken, doch Tremayna da Falkan kommt hinzu und schaltet ihn aus. KoPf tötet die Falkanin, bevor diese ihr Werk vollenden und Tifflor sowie KoPf umbringen kann. Somit ist die Lage zwar bereinigt, aber die Hydryllid dürfte dadurch nicht entscheidend geschwächt worden sein.

Jano verschwindet, hinterlässt Tifflor aber eine Audiobotschaft. Der Tefroder hatte einen weiteren "Keintraum", in dem er einen Teil von Tifflors Zukunft gesehen hat. Es wird etwas geschehen, wodurch Tifflor für immer verändert werden wird. "Wenn er den Dienst versagt, musst du handeln", sagt Jano. Was mag er damit meinen?

Kommentar:

Wer PR 2590 / 2591 gelesen hat, der weiß, was Tiff bevorsteht. Drei Jahre nach den Ereignissen dieses Extra-Hefts versagt sein Zellaktivator den Dienst, so dass er nur noch 62 Stunden zu leben hat. Tiff ist einer der Kandidaten, die versuchen, in den "Zeitspeer" einzudringen. Dem Auserwählten stehen unglaublichen Qualen und was weiß ich noch bevor, das wird jedenfalls in PR 2591 behauptet. Mal sehen, was sich die Autoren für den Auserwählten - und ich zweifle nicht daran, dass es Tiff sein wird - so alles ausgedacht haben. Wer diese Figur noch nicht kennt, erhält durch kurze Rückblick-Kapitel einen kleinen Überblick über seine bewegte Vergangenheit.

Alexander Huiskes ist kein Neuling im Perryversum. Er hat schon zwei Romane zum Wega-Zyklus der PR-Action-Serie geschrieben, außerdem betätigt er sich als Lektor. Mit "Countdown" legt er einen Roman vor, der sich angenehm vom Invasionsgeschichten-Einerlei der letzten Erstauflagen-Zyklen abhebt. Hier geht es um Wirtschaftspolitik, Intrigen und eine neue Verbrecherorganisation, die angeblich mächtiger und gefährlicher ist als die Sentenza und die Galactic Guardians zusammen. Bei all diesen Verwicklungen kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Außerdem beschäftigt sich endlich mal jemand mit den Geschehnissen in der großen Lücke zwischen den Zyklen Negasphäre und Stardust der PR-Erstauflage. Gefällt mir! Wenn Huiskes immer so schreibt, hätte ich nichts gegen seine Aufnahme ins Autorenteam der PR-Erstauflage einzuwenden.

Nur: Ist es glaubwürdig, dass eine Privatperson das Wrack eines Traitanks findet, d.h. dass das Wrack nicht schon längst vom Militär oder irgendeiner anderen offiziellen Stelle mit Beschlag belegt worden ist? OK, das kann man vielleicht noch hinnehmen. Aber dass sich in diesem Wrack ausgerechnet das Herzstück eines Raum-Zeit-Routers befinden soll, kann man erst recht nicht glauben. Was hat das Ding in einem Traitank verloren? Und warum beschert es einem Menschen Zukunftsvisionen? Tifflor hält all das für unwahrscheinlich, mir geht es genauso.

Und warum wird die Eastside-Konferenz erst über 100 Jahre nach dem Abzug TRAITORS anberaumt? Das ist ja so ähnlich, als hätte man sich heute, also im Jahre 2011, noch keine Gedanken darüber gemacht, wie es in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg weitergehen soll! Man hätte die Handlungszeit vielleicht lieber ein paar Jahrzehnte vorverlegen sollen. Aber dann hätte Perry Rhodan ja nicht Caadil begegnen können, seinem Love-Interest aus der Tefroder-Trilogie. Dem guten Perry ist die Begegnung etwas unangenehm, wahrscheinlich im Hinblick auf Mondra Diamond, mit der er ja noch bzw. wieder zusammen ist. Prompt lässt Caadil ein paar spitze Bemerkungen fallen. Köstlich. Man glaubt förmlich zu sehen, wie sich der arme Perry innerlich vor Qualen windet.

Das passt wiederum nicht so gut zur Novelle "Labyrinth der BASIS", die dem Extra-Heft als Hörbuch beigefügt ist. Darin verbringt Rhodan kurz nach seinem Geburtstag im Jahr 1355 NGZ einen 36-tägigen Urlaub in der BASIS, die bekanntlich zu einem gigantischen Hotel-Spielcasino-Wellness-Abenteuer-Paradies umgebaut worden ist. Und dort lässt er sich auf eine Affäre mit einer gewissen Antigone Kamtschatka ein. Diesmal hat er anscheinend keine Gewissensbisse, Mondra zu betrügen. Wenn er nicht mit Antigone ins Bett springt, nimmt er an einem Aufbauspiel-Wettbewerb teil, bei dem er eine funktionierende autarke Pionierstadt entwerfen muss. Er belegt nur den dritten Platz. Zwischendurch findet er verlassene Bereiche der BASIS, wo ihm ein Hologramm Terras gezeigt wird. Der Planet wird vereist, brennend, von Monsterstürmen umtost und komplett von Sand bedeckt dargestellt. Eine Zukunftsvision? Eine Warnung? Wir erfahren es nicht. Trotzdem ist die Story, professionell gelesen von Josef Tratnik, wirklich hörenswert, denn auch hier wird ein für die PR-Serie durchaus ungewöhnlicher Ansatz gewählt. Wann haben wir Perry Rhodan zuletzt so privat erlebt? Er badet, relaxt, spielt, diniert, flirtet und kehrt schließlich tiefenentspannt und braungebrannt nach Terra zurück. Nett!

Auf den kleinen Aufkleberbogen und den Weltcon-Flyer muss man nicht näher eingehen. Letzterer ist ja nur Werbung, für ersteren habe ich keine Verwendung.

J. Kreis, 22.04.2011

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