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Autorenbibliothek 1


Perry Rhodan Autorenbibliothek 1 - Arndt Ellmer: Im Netz der Nonggo

Handlung:

Auch nach dem Abzug der Kosmischen Fabrik KYMBRIUM nehmen die Störungen auf den Sphärenrädern der Nonggo nicht ab, sie erreichen stattdessen katastrophale Ausmaße. Immer noch werden die Siedlungen durch schwere Beben erschüttert. Energieausfälle und unerklärliche hyperphysikalische Phänomene sorgen für weiteres Chaos. Es kommt zu großräumigen Zerstörungen auf allen Rädern, ganze Stadtviertel werden vernichtet - hiervon ist auch Kalkutta-Nord betroffen, jener Teil der terranischen Stadt, der im Jahre 1289 NGZ durch ein Heliotisches Bollwerk auf das Kenteullen-Rad versetzt worden ist. Schlimmer noch sind jedoch die Auswirkungen auf die Computernetze, mit denen die Bewusstseine aller Nonggo verbunden sind. Die Steuersysteme geben Unmengen sinnloser Befehle ab und die neuronalen Netze kollabieren, was zum geistigen Zusammenbruch praktisch aller Nonggo führt.

Da die Nonggo eine längere Trennung von den Computernetzen nicht überstehen würden und da sie aufgrund des Schocks, den sie erlitten haben, wie gelähmt und hilflos sind, können nur noch die im Teuller-System zurückgebliebenen Terraner helfen. Einsatztrupps bemühen sich darum, die Nonggo mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen, die schlimmsten Schäden zu beheben und die Computernetze wiederherzustellen. Hierbei kommt dem Projekt "Ein Netz für alle" der terranischen Neurologin Trini Madang besondere Bedeutung zu. Trinis Team ist schon seit geraumer Zeit mit der Entwicklung eines Implantats beschäftigt, das es den Terranern ermöglichen soll, ebenso wie die Nonggo in die Computernetze "einzutauchen". Trini hatte in diesem Projekt mit dem Nonggo Fharen Loy Meved zusammengearbeitet und erste Erfolge erzielt.

Jetzt versucht Trinis Mitarbeiter Sören Bornegod, der noch die Versklavung der terranischen Menschheit durch Monos und die Traumwelt des Simusense miterlebt hat, die Ursache für das in den Computernetzen herrschende Chaos zu finden. Er stößt auf Fremdimpulse, die von außen in das System eingespeist werden, erleidet dann aber wegen einer plötzlich über ihn hereinbrechenden Informationsflut einen tödlichen Hirnschlag. Dennoch werden mit Hochdruck neue Implantat-Chips hergestellt, mit deren Hilfe mehrere Tausend Kalkuttani ins Netz der Nonggo eintauchen, um die Störungen im Cyberspace einzudämmen. Trotzdem sterben Zehntausende Nonggo, die Sphärenräder beginnen zu taumeln und drohen auseinanderzubrechen.

Zur gleichen Zeit (man schreibt inzwischen den Juni 1291 NGZ) trifft Perry Rhodan über den Pilzdom auf dem Kenteullen-Rad ein. Er hat bereits die anderen Thoregon-Völker besucht, um ihnen das Ergebnis seiner Verhandlungen mit dem Kosmokraten Hismoom bekanntzugeben. Zusammen mit Gisolf Khanderan, Trinis leicht tollpatschigem Lebensgefährten, kommt Rhodan unbekannten Eindringlingen auf die Spur, die für die Störungen verantwortlich sind. Das Schiff der Fremden versteckt sich hinter einem Nullzeitschirm und schickt immer wieder Sonden auf die Sphärenräder, die vermutlich auch Experimente mit Nonggo und Terranern durchführen. Nachdem Gisolf Khanderan den Standort des fremden Schiffes ermittelt hat, kann es mit Transformbomben vernichtet werden. Danach normalisieren sich die Verhältnisse auf den Sphärenrädern schnell wieder. Mit dem Wiederaufbau kann begonnen werden.

Trini, die sich in letzter Zeit etwas von Gisolf entfremdet hatte, ist von dessen Heldentat so beeindruckt, dass sie ihm einen Heiratsantrag macht.

Kommentar:

Dieser Roman hat zwei entscheidende Schwächen:

1.: Er ist er zu sehr Bestandteil der seinerzeit aktuellen Handlung der Perry Rhodan - Heftromanserie, im Grunde hätte man das Ganze als Doppel-Heftroman in die Serie einbinden können. Nun sind aber schon viele Jahre vergangen, so dass diese Dinge niemanden mehr interessieren. Die Nonggo und die Bewohner von Kalkutta-Nord spielen in der Serie seit langer Zeit nicht mehr die geringste Rolle, der ganze Thoregon-Komplex ist längst abgehakt, die Brücke in die Unendlichkeit gibt es nicht mehr, der Galornenanzung und Moo sind seit der Hyperimpedanz-Erhöhung in Perrys Kleiderschrank verschwunden, weil sie funktionslos sind. Der Roman war also allenfalls damals interessant, als diese Ereignisse aktuell waren, heute aber nicht mehr.

2.: Es geschieht nur sehr wenig. Ein Kapitel nach dem anderen wird damit gefüllt, wie Trini sich durch die Trümmer der Stadt oder durch den Cyberspace kämpft, wie die Kalkuttani hilflos zwischen den verrückt spielenden Maschinenanlagen der Nonggo herumirren und wie selbst Perry Rhodan im Dunkeln tappt. Am Schluss kommt man dann irgendwie irgendwelchen fremden Bösewichten auf die Spur, über deren Herkunft und Absichten man ebenso wenig erfährt wie über ihr Aussehen. Die werden mal eben vernichtet - und das war's dann! Das ist doch eine sehr magere Geschichte, und sie bleibt von Anfang bis Ende derart unspannend, dass man das Buch schließlich ohne Bedauern zuklappt und es schon in dem Moment vergisst, in dem man es in die hinterste Regalecke stellt.

Der Erzählfluss (soweit vorhanden) wird außerdem durch zu viele Rückblenden und Einschübe gestört. Irgendwann weiß man gar nicht mehr, was eigentlich wann passiert ist. Weil das aber auch gar keine Rolle spielt, ist es nicht weiter schlimm. Aus heutiger Sicht ist nicht einmal das Konzept der Internet-Nutzung bei voller Immersion, also das vollständige Eintauchen des Nutzers in eine virtuelle Realität, noch interessant. Das hat's einfach schon ein paar Mal zu oft gegeben.

J. Kreis, 29.01.2007

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