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29.19.2018: Spaß mit der Deutschen Bahn Teil 34: Verspätungsstatistik 2018

Im Jahre 2018 habe ich zum dritten Mal fleißig Buch über die Verspätungen bei meinen Wochenendfahrten geführt. Das Ergebnis ist niederschmetternd. Die genauen Zahlen findet ihr hier.

Von 96 Fahrten waren nur 15 bei Abfahrt und Ankunft pünktlich oder weniger als fünf Minuten verspätet. Zwölfmal blieb die Verspätung unter 10 Minuten, was aber nicht heißt, dass diese Fahrten unproblematisch gewesen wären. Fast immer musste ich bei solchen Gelegenheiten rennen, um meinen Anschluss oder den Bus noch zu erreichen, einmal habe ich den Anschluss auch bei dieser relativ kleinen Verspätung verpasst und musste mich abholen lassen. Insgesamt musste meine bessere Hälfte zwölfmal ausrücken, um mich abzuholen. 26mal habe ich andere als die gebuchten Züge genutzt, entweder weil der Anschluss längst weg war oder weil ich die Abfahrtszeiten vor Fahrtantritt im Auge behalte und eine frühere Verbindung nutze, wenn sich bei der gebuchten immer mehr Verspätung aufbaut. In diesem Zusammenhang muss ich erneut die Online-Angebote der Bahn loben. Mit mobilem Internetzugang kann man sich prima informieren, außerdem ist es meist kein Problem, eine Reservierung kurzfristig umzutauschen. Ich kann jedem Bahnreisenden die App "DB Navigator", mit der ich das erledige, nur wärmstens ans Herz legen. Hätte ich diese Möglichkeit nicht genutzt, dann würde die diesjährige Verspätungsstatistik noch viel düsterer aussehen. Das gilt auch für Dienstreisen, die ich nicht mitgezählt habe.

Tja, und bei 69 Fahrten gab es bei Abfahrt und/oder Ankunft Verspätungen von mehr als 10 Minuten. Und zwar deutlich über 10 Minuten! Spitzenreiter war ein IC am 19. Oktober mit zweistündiger Verspätung. Dreimal sind meine Züge sogar ersatzlos ausgefallen. Somit kann ich auch in diesem Jahr wieder bewiesenermaßen behaupten, dass die Bahn ein höchst unzuverlässiges Verkehrsmittel ist! Natürlich gab es auch im Jahre 2018 die üblichen sonstigen Unannehmlichkeiten: Marodes Material, verdreckte Waggons, nicht funktionierende Klimaanlagen und Toiletten, nicht vorhandene Bordgastronomie, kaputte Türen und so weiter und so fort. Die von besoffenen und/oder aggressiven Bahnreisenden ausgehenden teils wirklich unerträglichen Belästigungen erwähne ich hier nur deshalb, weil sich die Bahn immer noch nicht dazu durchringen konnte, ein absolutes Alkoholverbot für Bahnhöfe und Züge zu verhängen. Übrigens sollte ich auch mal damit anfangen, Buch über Probleme mit dem öffentlichen Nahverkehr zu führen. Ich fahre immer mit dem Bus zum Bahnhof wenn er denn kommt. Ziemlich oft ist er in den letzten Monaten nämlich nicht gekommen! Wenn das passiert, muss ich querfeldein zu einer anderen Haltestelle hasten, an der öfter Busse und Straßenbahnen abfahren. Man sieht: Als Nutzer von DB und ÖPNV muss man nicht nur hellwach, flexibel, geduldig und leidensfähig sein, sondern auch sportlich!


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