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06.05.2018: Spaß mit der Deutschen Bahn Teil 33 – Nur geträumt?

Ich berichte nicht mehr so oft von den Abenteuern, die ich bei meinen zahlreichen Reisen mit der Deutschen Bahn erlebe, aber das heißt nicht, dass es nichts zu berichten gibt. Ganz im Gegenteil! Es ist nur so, dass im Grunde immer dasselbe geschieht, so dass ich mich ständig wiederholen müsste. Meine Verspätungsstatistiken belegen, dass von Zuverlässigkeit bei der Bahn keine Rede sein kann (hier die Zahlen für 2017 – der Trend hat sich bis jetzt fortgesetzt) und an den von den lieben Mitreisenden ausgehenden Belästigungen, über die ich mich schon im Jahre 2012 beklagt habe, hat sich auch nichts gebessert. Was ich von dem halte, was die Bahn unter "Service" versteht, habe ich ebenfalls schon oft genug geschrieben.

Hier nur ein kleines Beispiel aus jüngerer Zeit, nämlich vom 13. April 2018. Es war ein Freitag, an dem im Öffentlichen Dienst gestreikt wurde. Busse und Straßenbahnen fuhren in Mainz nicht, deshalb machte ich früher Feierabend und rief ein Taxi, dessen baldige Ankunft mir zugesichert wurde. Es kam nicht, aber das ist eine andere Geschichte. Also fuhr ich nach längerer Wartezeit mit dem Auto zu einem Parkhaus in Bahnhofsnähe, das ich bei ähnlichen Gelegenheiten schon oft genutzt habe. Man kann dort als Bahnreisender relativ günstig parken - für Mainzer Verhältnisse. Die Parktickets konnte man bisher immer am Fahrkartenschalter kaufen. Ich stellte mich dort also an. Nach zwanzigminütiger Wartezeit war ich endlich dran. Ich hatte jetzt noch ca. 15 Minuten Zeit bis zur Abfahrt meines Zuges. Man teilte mir mit, Tickets fürs Wochenende müsse ich im Parkhaus kaufen, die seien am Bahnschalter nicht mehr erhältlich. Ich eilte zurück zum Parkhaus (noch 10 Minuten bis zur Abfahrt), nur um dort zu erfahren, dass man die Tickets nicht im Voraus erhält. Man bezahlt, wenn man von der Reise zurückkommt! Ja verdammt noch mal, warum hat der Typ am Schalter mir das nicht gleich gesagt? Ich also im Stechschritt zurück zum Bahnhof, wo die Einfahrt des Zuges soeben angesagt wurde… mit der Ergänzung, dass der Intercity abweichend an einem anderen Bahnsteig ankommen werde! Und das war ganz offensichtlich die erste Ansage dieser Art, denn alle anderen Reisenden, die diesen Zug nehmen wollten, standen auch noch am falschen Bahnsteig. Sie hasteten jetzt zusammen mit mir zum richtigen Bahnsteig, wo der Zug auch schon einfuhr - in umgekehrter Wagenreihung ...

Solche und noch viel derbere Späße erlebe ich an jedem Wochenende. Ist es da verwunderlich, dass mich das bis in meine Träume hinein verfolgt? Manchmal träume ich, dass mein Zug am Zielort ankommt, ich aber nicht rechtzeitig aussteigen kann, weil ich erst meine Plünnen einsammeln muss, die ich um mich herum verteilt habe. Das ist merkwürdig, denn im Gegensatz zu anderen Fahrgästen, die auf diese Weise gern mal den Sitz neben sich blockieren, mache ich so etwas nie. Ich habe nur eine Reisetasche unter dem Sitz und ein Buch in der Hand. Neulich habe ich von einem Bahnhof geträumt, von dem aus ich in meiner Kindheit oft gefahren bin, aber seit Jahrzehnten nicht mehr. Im Traum war das Gebäude irgendwie vergittert, so dass ich durch ein Fenster kriechen musste. Auch der Bahnsteig war durch mehrere Gitter so abgeriegelt, dass der Zug gar nicht zu erreichen war. Sehr seltsam.

Die Deutung meiner wirren Träume überlasse ich euch ...



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