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05.02.2017: Spaß mit der Deutschen Bahn Teil 30: Heimlich, still und leise

Ich reise regelmäßig mit Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn und besitze eine BahnCard 50, so dass ich für die Tickets nur den halben Preis zahlen muss. Das lohnt sich, aber so richtig günstig werden die Fahrkarten mit der BahnCard nicht, denn ich habe mich bisher stets für den so genannten "Flexpreis" entschieden und nicht für den noch niedrigeren Sparpreis. Beim Sparpreis gilt nämlich Zugbindung. Mit einem Flexpreis-Ticket bin ich dagegen nicht auf die gebuchten Züge festgelegt, sondern kann jede beliebige Alternativverbindung nutzen. Wie ihr meiner Verspätungsstatistik entnehmen könnt, habe ich das im Jahre 2016 ziemlich oft gemacht.

So kann ich weiter vorgehen, aber seit dem Fahrplanwechsel vom Dezember letzten Jahres ist man mit Flexpreis-Tickets doch nicht mehr so ungebunden unterwegs wie bisher. Genauer gesagt: Man muss sich auf einen Reisetag festlegen, denn das Ticket ist nur an dem Datum gültig, das auf dem Ticket steht. Das war früher anders! Beim Ticket für eine einfache Fahrt konnte man diese am angegebenen Tag oder am Folgetag antreten. Ein Ticket für Hin- und Rückfahrt konnte an jedem Tag innerhalb eines Monats ab dem 1. Geltungstag genutzt werden. Jetzt muss man das Ticket umtauschen, wenn man nicht am angegebenen Tag losfahren kann und das kostet jetzt 19 Euro (4 Euro mehr als früher), wenn man das Ticket am Reisetag umtauschen möchte. Nur beim Umtausch vor dem 1. Geltungstag zahlt man nichts.

Das ist eine deutliche Verschlechterung. Ich kann damit leben, denn ich fahre fast immer am gebuchten Tag. Im vergangenen Jahr musste ich kein einziges Mal auf einen anderen Tag ausweichen. Richtig ärgerlich finde ich jedoch, dass ich von dieser Neuerung nur durch Zufall erfahren habe. Es mag sein, dass die Änderungen irgendwann auf der Homepage der Deutschen Bahn veröffentlicht worden sind und ich gebe zu, dass der entscheidende Satz deutlich sichtbar auf den Online-Tickets steht. Nur nutze ich eben keine Online-Tickets, sondern Handytickets. Und dort ist die Information nicht zu finden! Auf dem Handyticket steht nur "Fahrtantritt am ...". Die Tatsache, dass das Ticket nur an diesem Tag gültig ist, fehlt komplett. Auch bei der Buchung einer Fahrkarte erhält man keinen Hinweis. Die Beschneidung der Flexibilität des "Flexpreises" klingt schon wie Hohn. Was ich zu der Heimlichtuerei zu sagen habe, ist nicht druckreif.



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