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31.12.2016: Spaß mit der Deutschen Bahn Teil 29: Verspätungsstatistik 2016

Wie am 31. Januar angekündigt habe ich im Jahre 2016 eine kleine Verspätungsstatistik geführt, um meine Behauptung, dass die Deutsche Bahn nicht als zuverlässiges Verkehrsmittel bezeichnet werden kann, mit Zahlen zu unterfüttern.

Ich habe nur meine wöchentlichen Pendler-Fahrten zwischen Mainz und Bielefeld beziehungsweise Bad Salzuflen berücksichtigt. Dienstreisen und Fahrten "außer der Reihe", bei denen es ebenfalls mehr als genug Verspätungen gab, habe ich außen vor gelassen. Verspätungen unter zehn Minuten habe ich gar nicht erst aufgelistet. Wäre ich so kleinlich, dann müsste ich jetzt feststellen, dass im Jahre 2016 kein einziger von mir genutzter Fernverkehrszug pünktlich gewesen ist! Bei den Nahverkehrszügen, in der Regel Privatbahnen, waren Verspätungen die Ausnahme. Die Zahlen findet ihr in dieser Übersicht.

Kurz zusammengefasst lässt sich sagen, dass es nur bei etwas mehr als einem Drittel aller Fahrten (35 von 92) keine nennenswerten Verspätungen gegeben hat. Bemerkenswert finde ich auch, dass man in gut einem Viertel der Fälle (24 von 92) nicht über den Grund der Verspätung informiert wurde. Ein Großteil der Verspätungen wurde durch Umstände verursacht, die die Bahn selbst zu verantworten hat. Das waren irgendwelche technischen Störungen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Signalen und Weichen. Nur einmal wurde eine suizidgefährdete Person als Ursache genannt und es gab auch nur eine witterungsbedingte Verspätung.

Die Zahlen sprechen für sich, wie ich finde. Und ich kann nur wiederholen, dass es sehr wichtig ist, sich zum Beispiel via Smartphone über die aktuelle Verspätungslage zu informieren, egal ob vor Antritt der Fahrt oder vor einem Umstieg. Dieses Angebot der Deutschen Bahn kann ich loben auf die Angaben der Ankunfts-/Abfahrtstabellen im Internet war fast immer Verlass. Hätte ich mich dagegen auf die meist nur rudimentären Informationen verlassen, die vom Zugbegleitpersonal oder am Bahnsteig gegeben wurden (sofern sie denn überhaupt zu verstehen waren, aber das ist eine andere Geschichte), dann wäre ich oft noch viel später angekommen als es ohnehin schon der Fall war.

Welche sonstigen Unannehmlichkeiten ich hatte, geht aus den Zahlen natürlich nicht hervor ...



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