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19.03.2013: Kringels Kommentare


Aus gegebenem Anlass: Ich bin nicht so verrückt zu glauben, dass die Welt nur auf meine Mini-Reviews gewartet hat, oder dass das Internet die x-te Homepage dieser Art nötig hätte. Ich bilde mir nicht ein, fundierte Kritik üben zu können, weil ich eine Menge Bücher gelesen, einige Filme gesehen und ein paar Games gezockt habe. Es geht mir nur darum, mir über meine Meinung klar zu werden und diese dann zu formulieren. Ich kann mich viel besser an etwas erinnern, wenn ich es selbst einmal beschrieben habe. Meine eigenen Handlungszusammenfassungen dienen mir immer öfter als Recherchequellen, je größer mein Archiv wird. Und natürlich macht es einfach einen Heidenspaß, ein Machwerk, das mir nicht gefallen hat, in der Luft zu zerreißen!

Ich möchte meine Kommentare nicht als allgemeingültige Werturteile verstanden wissen. Was ich schreibe, ist meine ganz persönliche, subjektive Meinung - auch wenn ich nicht dauernd Formulierungen wie "ich finde, dass...", "meiner Meinung nach..." und dergleichen verwende. Ich kann nur sagen, ob mir etwas gefallen hat oder nicht, und versuchen zu erklären, warum das so ist. Vieles ist Geschmackssache, dafür kann ich oft keine Begründung liefern. Hinzu kommt, dass ich meine Kommentare recht schnell verfasse. Ich analysiere ein Werk nicht etwa ausführlich über einen längeren Zeitraum hinweg, sondern schreibe einfach meine Eindrücke auf, sobald ich einen Roman gelesen oder einen Film angeschaut habe. Es kommt durchaus vor, dass sich meine Meinung später ändert, oder dass mir nachträglich noch Dinge einfallen, die ich im Kommentar hätte erwähnen sollen. Ich ändere meinen Kommentar in der Regel aber nicht mehr.

Damit kommen wir zum oben erwähnten Anlass, nämlich die Reaktion eines Lesers auf meinen Kommentar zum Perry Rhodan - Heftroman Nr. 2688. Ich hatte einen sehr kurzen Verriss geschrieben, der witzig sein sollte. Dass man ihn ganz anders verstehen konnte, zeigt mir der am 23.02.2013 eingegangene Gastkommentar von Dirk. Ich habe den Text daraufhin entfernt. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, es dabei zu belassen, denn selbstverständlich will ich niemanden beleidigen. Ich habe sogar darüber nachgedacht, aus diesem Grund überhaupt keine Kommentare mehr abzugeben, aber das würde ich denn wohl doch nicht lange durchhalten...

Aus eigener Erfahrung weiß ich nur zu gut, dass es nicht leicht ist, mit Negativkritik umzugehen und etwas daraus zu lernen. Klar, niemand hört es gern, wenn behauptet wird, ein Text, an dem man lange und intensiv gearbeitet hat, sei schlecht, langweilig, falsch usw. - aber wenn Argumente dafür geliefert werden, dann sollte man bereit sein, das eigene Werk zu hinterfragen. Wenn ich zum Beispiel einen PR-Roman niedermache (was so häufig auch wieder nicht vorkommt), dann kann das daran liegen, dass ich nicht den nötigen geistigen Horizont habe, um die unfassbar weit über meinem Bildungsniveau liegende künstlerische Qualität des Werkes gänzlich zu erfassen. Es kann aber auch sein, dass es der Roman einfach verdient hat, in Grund und Boden gestampft zu werden. Wer das anders sieht, möge den "Deine Meinung"-Button nutzen - ich freue mich immer über Feedback, egal ob es sich um Lob oder Tadel handelt!






Gastkommentare


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Gastkommentar von Dirk Steinke (22.03.2013):

Kommentar zum Kommentar vom 19.3:
Ja, wozu sind denn sonst die Millionen Blogs, Twitter accounts etc. da? Es ist - gerade im Internet - eines jeden Recht die eigene Meinung heraus zu posaunen. Solange man sich nicht hinter irgendwelchen anonymen Netznamen versteckt und andere nicht persoenlich beleidigt sehe ich keinen Grund hinterm Berg zu halten. Was den eigentlichen Beitrag angeht koennte ich meinem Namensvetter beipflichten, aber nur in soweit, als dass ich es vielleicht etwas kreativer haette ausdruecken wollen. Dein Geniestreich eine Woche spaeter (Fotokommentar) war eine wunderbare Alternative.
Natuerlich sind gerade Autoren zart besaitete Wesen und Kritik trifft sie meist mehr als andere. Trotzdem muss sie erlaubt sein. Selbst wenn sie mal harsch ausfaellt.
Fuer meinen Teil habe ich all Deine Kommentare immer sehr genossen. Viele haben mir sozusagen aus dem Herzen gesprochen, andere wiederum entsprachen nicht so sehr meiner Auffassung. So ist das eben mit Geschmaeckern.



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