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16.03.2010: Spaß mit der Deutschen Post

Über spaßige Erlebnisse mit der Deutschen Bahn habe ich ja schon so einiges geschrieben. Aber auch mit der Post habe ich immer wieder mal meinen Spaß, denn ich bestelle gern Sachen im Internet. Und weil die Post in der Vergangenheit nicht zu meiner Zufriedenheit mit den Lieferungen umgegangen ist, wollte ich jetzt einen anderen Weg einschlagen. Ich habe nämlich keine Lust mehr, meine Sachen bei Nachbarn abholen zu müssen - früher war es mal üblich, dass die Päckchen zur nächsten Postfiliale gebracht wurden, wenn der Empfänger nicht zu Hause angetroffen wurde. Dort konnte man sie dann zu den normalen Öffnungszeiten abholen. Der Aufwand scheint jetzt zu groß zu sein, deshalb werden die Sachen in der Nachbarschaft abgegeben. Somit muss ich neuerdings immer bei wildfremden Leuten klingeln, die ich in meinem ganzen Leben niemals kennen lernen wollte, und die auch keine "Öffnungszeiten" haben, so dass man auch schon mal vor verschlossener Tür steht. Für diese Variante muss ich aber noch dankbar sein, denn manchmal kommt der Briefträger auch auf die geniale Idee, die Lieferung einfach vor der Haustür abzustellen. Auch bei Regen, Schnee und Eis. Dass das dem Inhalt womöglich schaden könnte, scheint ihm (oder ihr) nicht in den Sinn zu kommen. Von der auf diese Weise in die Welt hinausposaunten Einladung an Gelegenheitsdiebe ganz zu schweigen.

Die Alternative: Packstationen. Diese Automaten dienen als Zwischenlager für Päckchen und Pakete. Ihr müsst euch bei DHL registrieren und erhaltet eine Kundennummer, die ihr bei Bestellungen als Adresszusatz eingebt. Als Straße gebt ihr die Nummer einer beliebigen Packstation in Deutschland ein, PLZ und Ort sind dann ebenfalls die der Station. Eine Übersicht der Stationen und ihrer Adressen findet man im Internet. Euer Päckchen wird in der Station deponiert, darüber erhaltet ihr eine Mail. Ihr könnt die Lieferung rund um die Uhr abholen. Den Gedanken, nicht mehr von den Launen des Briefträgers abhängig zu sein, fand ich so charmant, dass ich mich jetzt bei DHL angemeldet habe. Kostet ja auch nichts. Zum Abholen der Lieferung benötigt man eine Chipkarte und eine PIN. Beides erhält man mit getrennter Post, die PIN wird aus Sicherheitsgründen als persönlich in Empfang zu nehmendes Einschreiben geschickt. Tja, und einen Benachrichtigungszettel über dieses Einschreiben hatte ich neulich im Briefkasten. Abzuholen in der Postfiliale im Nachbarstädtchen. Nur leider hatten die dort keinen Brief für mich! Die Angestellte am Schalter meinte, die Briefträgerin habe nicht zum ersten Mal Benachrichtigungszettel für die dortige Filiale eingeworfen, die Lieferung dann aber zu einer anderen Stelle gebracht! Man muss mir angesehen haben, dass ich nicht mehr ganz so entspannt war, denn die Angestellte reichte mir sogleich ein Kärtchen mit der Telefonnummer der Post-Beschwerdestelle rüber...

Nun habe ich ja nichts dagegen, dass z.B. die Umsonst-Wochenzeitung nicht in meinem Briefkasten landet, oder dass das monatliche Werbeschreiben meiner Freunde von Kabel Deutschland nicht mir, sondern meinen Nachbarn zugestellt wird. Aber es gibt bitteschön auch noch wichtige Post - dass ein persönliches Einschreiben einen nicht ganz trivialen Inhalt haben könnte, sollte man sich wohl denken können! Wie kann man sowas verschlampen??? Das Ganze wäre gar nicht so schlimm, wenn ich nicht schon etwas bestellt hätte, das jetzt unterwegs zur Packstation meiner Wahl ist. Sollte sich der Brief mit der PIN nicht innerhalb der neuntägigen Aufbewahrungsfrist meines Päckchens in irgendeiner Postfiliale Deutschlands einfinden, dann geht die Lieferung zurück an den Absender. Das fängt ja gut an!

Nachtrag vom 21.03.2010: Inzwischen habe ich mein Einschreiben doch noch erhalten (die Briefträgerin konnte sich daran erinnern, wo sie den Brief abgeliefert hatte), und ich habe auch bereits meine erste Packstation-Lieferung abgeholt. Hat prima funktioniert.



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