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09.09.2009 - 12.09.2009: Kopenhagen

Ein Kurztrip in die dänische Hauptstadt war diesmal unsere Wahl für den Herbsturlaub. Die Wahl war gut, vor allem auch der Zeitpunkt, denn wir hatten wunderbares Spätsommerwetter. Wir reisten mit der Bahn an. Dazu nur soviel: Ich weiß jetzt, dass schlecht oder gar nicht informierte Mitarbeiter, mangelnder Service und Chaos kein rein deutsches Phänomen sind nächstes Mal fliege ich lieber, statt mich noch einmal auf eine Verbindung einzulassen, bei der man mehrmals umsteigen muss. Dabei war das gar nicht so uninteressant, denn der ICE fuhr komplett in eine riesige Fähre hinein! Während der Überfahrt musste man aussteigen, danach ging's nahtlos weiter. Unsere Unterkunft war das Hotel Copenhagen Strand in der Havnegade direkt am Kanal. Auch dieses Haus war eine gute Wahl nette Atmosphäre, schön eingerichtete Zimmer, leckeres Frühstücksbuffet und eine angenehme Lage: Zentral genug, so dass man keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen muss (das Kneipenviertel Nyhavn liegt quasi um die Ecke), und doch ruhig.

Kopenhagen ist ein gemütliches Städtchen ich hatte nicht das Gefühl, mich in einer Großstadt zu befinden, denn eine moderne City mit Hochhäusern oder so gibt es eigentlich nicht, stattdessen glaubte ich eine gewisse biedere Bodenständigkeit zu spüren. Aber genau das macht vielleicht den Reiz dieser Stadt aus Hektik, Rummel und Menschenmassen brauche ich sowieso nicht. Unternehmen und besichtigen kann man eine ganze Menge: Zum Beispiel den Wachwechsel um 12 Uhr beim königlichen Schloss, verschiedene andere Schlösser und Kirchen, den botanischen Garten und andere Parks, Museen wie die Glyptothek mit vielen antiken und modernen Exponaten, oder auch den riesigen Vergnügungspark Tivoli mitten in der Stadt, der besonders in der Dunkelheit wegen der bunten Beleuchtung sehenswert ist. Dort gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte, Live-Veranstaltungen auf mehreren Bühnen, Restaurants, Kneipen, diverse Buden und vieles mehr bis spät in die Nacht hinein. Oder man macht eine Kanalrundfahrt, lässt sich mit dem Bus, in einer Kutsche oder mit der Rikscha umhergondeln, benutzt die U-Bahn, die ganz ohne menschliche Fahrer auskommt, oder flaniert durch die Einkaufsstraßen, wo es unzählige teils recht ausgefallene Läden gibt.

Und damit wären wir bei einem nicht zu verachtenden Problem: Kopenhagen ist teuer. Richtig teuer. Die Stadt gehört angeblich zu den teuersten in ganz Europa. Man sollte deshalb tatsächlich, wie in unserem Reiseführer stand, beispielsweise Speisekarten nie von links nach rechts lesen, denn wenn man in der Spalte mit den Preisen ankommt, traut man den eigenen Augen nicht. Für ein Abendessen zahlt man locker doppelt so viel wie in Deutschland und auch bei den Hotels muss man für ein bisschen Komfort sehr tief in die Tasche greifen. Trotzdem ist die Stadt auf jeden Fall eine Reise wert, schon um ihrer berühmtesten Bewohnerin Guten Tag zu sagen der kleinen Meerjungfrau:


Kopenhagen


Weitere Bilder von Kopenhagen findet ihr hier.

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