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27.07.2009: Freiwillige Selbstkontrolle für Bücher?

Ha! Ich hab's doch gewusst. Auf folgende Meldung, die am 18. Juli 2009 bei heise.de zu lesen war, habe ich nach der nicht enden wollenden populistischen Debatte über gewalthaltige Medien geradezu gewartet: Ein SPD-Politiker hat eine freiwillige Selbstkontrolle im Buchhandel nach dem Vorbild der Film- und Spieleindustrie gefordert.

Zugegeben: Da ging es um Bücher mit rechtsextremistischem Inhalt und dergleichen, aber habe ich es nicht geahnt? Habe ich nicht schon im Kommentar vom 30.03.2008 (siehe hier) gefragt, worin eigentlich der Unterschied zwischen der Gewaltdarstellung in einer Filmszene und einem Kapitel in einem Buch besteht, in der das Gleiche beschrieben wird?

Anscheinend sehen unsere Politiker jetzt auch hier Handlungsbedarf, obwohl Bücher jener Art, um die es dem SPD-Politiker wohl geht, auch heute schon indiziert werden können, ganz abgesehen davon, dass die Verbreitung volksverhetzender Schriften strafbar ist. Und so ist es vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, bis das hässliche FSK-Logo auch Buchcover verunzieren wird und bis Bücher mit 18'er-Logo genauso wie Filme und Games in manchen Köpfen direkt in die Schmuddel-Schublade rutschen. Wer weiß, vielleicht werden Bücher ja auch bald wieder als Brennmaterial für lustige Feuerchen verwendet? Darin haben wir Deutschen ja Übung, nicht wahr?

Einen ersten Vorschlag für die Alterseinstufung eines Buches mit unzähligen Gewaltdarstellungen übelster Art, das keinesfalls in Kinderhände gehört, hätte ich schon parat:


Bibel FSK 18


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