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28.10.2008: Eine Lanze für die Bahn...

...muss ich diesmal ausnahmsweise brechen. Meinen mannigfaltigen Kommentaren zu Erlebnissen mit der Deutschen Bahn (siehe Übersichtsseite der Kommentare) kann man wohl entnehmen, dass ich nicht unbedingt zu den glühenden Bewunderern dieses Unternehmens zähle. Wenn es die überhaupt gibt. Dennoch ziehe ich eine Reise mit der Bahn trotz aller Widrigkeiten jederzeit der Fahrt mit dem Auto vor, zumindest bei weiteren Entfernungen. Schließlich ist es eher kontraproduktiv, hinter dem Steuer zu lesen, zu schlafen oder bissige Kommentare in den Laptop zu hacken.

Gut: Es kommt selten vor (aber es kommt vor! Ehrlich!), dass die Züge auf die Minute pünktlich fahren. Service und Kundeninformation könnten wirklich mal verbessert werden. Die Zugbegleiter sollten auf die Durchsagen in der seltsamen Sprache verzichten, die sie für Englisch halten. Und der Kaffee dürfte ruhig aus Kaffee bestehen.

Aber: Für viele Probleme und Ärgernisse bei Bahnreisen ist nicht die Bahn allein verantwortlich. Die Reisenden selbst sind oft das Problem. Kein Wunder, dass Verspätungen immer größer werden, wenn die Leute es einfach nicht schaffen, zügig ein- und auszusteigen. Logisch, dass Strecken gesperrt werden müssen, wenn wieder mal besoffene Fußballfans über die Gleise wanken (so geschehen, und nicht zum ersten Mal, am vergangenen Sonntag. Ergebnis: 70 Minuten Verspätung!). Und dass die Züge nur deshalb oft wie Sauställe aussehen, weil der Pöbel seinen Dreck dort schneller verteilt, als man ihn wegräumen kann, ist auch klar. Ganz zu schweigen von den ebenso hirn- wie rücksichtslosen Fahrgästen, die nie im Leben auf die Idee kommen würden, dass sie nicht allein im Zug sind und dass ihr unmögliches Verhalten jemanden belästigen könnte. Sehr "beliebtes" neues Ärgernis: Auf dem Handy irgendwelche bescheuerten Filmchen mit besonders laut eingestelltem Ton gucken. Immer öfter begegnet man auch den mehr oder weniger enthemmten Teilnehmern von Junggesellen/Junggesellinnenabschieden, die alkoholisiert und in lächerliche Kostüme gehüllt durch den Zug eiern und einem diverses Zeug verkaufen wollen. Ein Prachtexemplar habe ich einfach mal geknipst:



Spiderman


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