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21.06.2007 02.07.2007: Rhodos

Dies war unser inzwischen vierter Urlaub auf der griechischen Insel Rhodos, was an sich schon als Empfehlung für dieses Reiseziel gelten kann. Allerdings waren wir jetzt zum ersten Mal im Sommer dort. Bisher hatten wir immer den Oktober gewählt, denn auf Rhodos herrscht auch im Herbst noch bestes Wetter. Diesmal war es fast schon zu heiß: Temperaturen um die 45 Grad im Schatten waren "normal".

Rhodos ist das ideale Reiseziel für Leute, die noch nie in Griechenland waren und sich nicht auf eine Rundreise mit Zimmersuche auf eigene Faust einlassen wollen. Die Insel ist zwar relativ klein und kann deshalb auch von einem festen Standort aus sehr gut erkundet werden, bietet aber trotzdem viele Möglichkeiten für Ausflüge und Besichtigungen. Allein die Hauptstadt, die den gleichen Namen wie die Insel trägt, wäre schon eine Reise wert. Rhodos war bis zum Jahre 1522 Sitz des Johanniterordens, danach war die Insel türkisch besetzt und die Einflüsse beider Kulturen haben die Altstadt unverwechselbar geprägt. Lindos, eine weitere autofreie Stadt mit verwinkelten Gässchen, wird von einem Burgberg überragt, auf dem Ruinen aus mehreren Jahrtausenden zu besichtigen sind. Weitere antike und mittelalterliche Bauwerke findet man überall auf der Insel.

Obwohl es auf Rhodos in den letzten Jahren einige Waldbrände gegeben hat, ist die Insel noch sehr grün und bietet so manche schöne Wanderstrecke. Man kann zum Beispiel ein kleines Tal durchwandern, in dem Abertausende von Faltern ganze Baumstämme wie lebende Teppiche bedecken, verschiedene Weingüter können besucht werden, man kann Tagesausflüge zu den Nachbarinseln Chalki und Symi (siehe Bild unten) oder zur nahen Türkei (Marmaris) machen. Und nicht zu vergessen es gibt mehrere schöne Strände mit kristallklarem Wasser. Immer noch zu empfehlen trotz steigender Touristenzahlen: Der Tsambika-Sandstrand.


Symi


Unser Urlaubsort war wie immer Faliraki. Dieses ehemalige Fischerdörfchen ist voll und ganz auf den Tourismus eingestellt. Es ist zwar inzwischen nur noch eine einzige Ansammlung von Bars, Discotheken, Shops, Reiseagenturen und Hotels, aber es hat die unschlagbaren Vorteile eines kilometerlangen Sandstrands und der Nähe zu Rhodos-Stadt, Lindos und anderen Sehenswürdigkeiten. Man bräuchte nicht einmal einen Mietwagen, um alles zu erreichen; öffentliche Busse fahren die meisten Ziele an. Das Zentrum Falirakis ist fest in britischer Hand, aber wenn man keine Lust auf lärmendes Nachtleben hat, kann man diesen Bereich ja meiden. Die großen Hotels ziehen sich sowieso ortsauswärts am Strand entlang, und dort gibt es denn auch einige Tavernen, in denen man gut, gemütlich und (zumindest 2007 noch) vergleichsweise preiswert essen kann direkt am Meer. Für Griechenland gilt ja bekanntlich, dass man selektiv wahrnehmen muss in Faliraki kann man das gut trainieren.

Unser Hotel war diesmal das "Esperos Village". Man muss zwar sagen, dass es eine Renovierung dringend nötig hätte, aber empfehlenswert ist es dennoch, denn es besteht im Gegensatz zu den anderen Häusern nicht etwa aus einem monolithischen Bienenwabenblock, sondern aus vielen kleinen Häusern mit Appartements, die an einem Hügel gruppiert sind und ein klein wenig an ein griechisches Bergdorf erinnern (unser Häuschen: siehe Bild unten). Hier habe ich erstmals in Griechenland nachts kein Ohropax gebraucht...


Hotel Esperos Village


Solltet ihr also schon immer mal vorgehabt haben, nach Griechenland zu reisen, dann wäre Rhodos meine Empfehlung. Auf dem Festland oder auf Kreta muss man mobil sein und darf sich nicht auf einen Ort festlegen, und Inseln wie Samos, Korfu oder gar Santorini sind für einen längeren Urlaub zu klein oder bieten nicht so viel Abwechslung und gleichzeitig so schöne Strände wie Rhodos.


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