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29.04.2007: Spaß mit der deutschen Bahn - Teil 13

Seit die Deutsche Bahn sich endlich dazu durchgerungen hat, ihr marodes Streckennetz zu sanieren, habe ich während meiner Reisen noch mehr Spaß als sonst, denn Verspätungen sind jetzt endgültig zur Regel geworden. Immerhin: Wenn alle Züge Verspätung haben, kann man eigentlich keine Anschlussverbindung verpassen aber nicht mal bei den Verspätungen ist auf die Bahn Verlass. Denn es gibt immer noch Züge, die pünktlich fahren (Frechheit!), und seltsamerweise scheinen die Züge immer nur dann auf Anschlussreisende zu warten, wenn ich schon drinsitze. Wodurch sie dann noch mehr Verspätung bekommen...

Jedenfalls müsst ihr derzeit wegen der überall in Deutschland stattfindenden Bauarbeiten mit mehr als den üblichen Behinderungen im Bahnverkehr rechnen. Solltet ihr nicht zu jenen abgehärteten Bahnreise-Veteranen gehören, denen Verspätungen von unter 20 Minuten nicht mal ein müdes Lächeln entlocken und die jedes noch so kryptische Zugbegleitergestammel mühelos in verständliche Sprache übersetzen können, dann beachtet folgende drei grundlegende Überlebensregeln:

Erste Regel: Wenn ihr absolut sicher sein wollt, pünktlich am Ziel anzukommen, dann sucht euch eine Verbindung raus, die ungefähr passt und nehmt dann eine Verbindung, die mindestens eine Stunde früher fährt.

Zweite Regel: Nehmt immer den Zug, der gerade da ist. Wartet also nicht auf den Zug, den ihr euch herausgesucht habt, wenn ihr die Gelegenheit habt, noch einen anderen zu erwischen. Verlasst euch nie darauf, dass eure eigentliche Verbindung pünktlich sein wird: Ich habe es schon allzu oft erlebt, dass mehr als halbstündige Verspätungen erst kurz vor der planmäßigen Ankunft eines Zuges durchgegeben wurden.

Dritte Regel: Verlasst euch niemals blind auf die Durchsagen der Zugbegleiter oder die Ankündigungen am Bahnsteig (wenn ihr denn das Glück haben solltet, letztere zu verstehen, falls es überhaupt welche gibt). Oft stimmen diese Durchsagen, oft genug aber auch nicht. Meist lesen die Zugbegleiter einfach nur aus diesen Faltblättern vor, die auch an eurem Platz ausliegen. Und da stehen zum einen gar nicht alle verfügbaren Züge drin, zum anderen lesen die Zugbegleiter das manchmal auch dann vor, wenn die Züge gar nicht mehr erreicht werden. Druckt euch lieber ein paar Alternativ-Verbindungen aus.

Und nehmt ein gutes, dickes Buch mit. Ihr könntet es brauchen.


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