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03.11.2004: Kringels Kauleiste Teil 1 – 4

1. Wer geht schon gern zum Zahnarzt? Ich jedenfalls nicht. Irgendwann im Herbst 2003 hatte ich aber keine andere Wahl mehr, denn ich hatte gemerkt, dass an einem Backenzahn auf der rechten Kieferseite irgendetwas kaputtgegangen war. Zuerst sah alles nach einer Kleinigkeit aus, angeblich war nur was von der alten Füllung abgebrochen. Hätte man angeblich gar nicht behandeln müssen. Der Zahnarzt machte die alte Füllung raus und eine neue rein. Ich war danach aber nie ganz beschwerdefrei. Der Zahn war immer total empfindlich, ich konnte auch gar nicht richtig kauen.

2. An Weihnachten 2003 hatte ich dann wie aus heiterem Himmel die abartigsten Zahnschmerzen meines Lebens. Stellt euch vor, jemand bohre euch eine glühende Nadel von unten durch den Kiefer bis ins Hirn – und das immer wieder… Da kann man schon mal schlechte Laune kriegen! Oh, sagte der Zahnarzt, da müssen wir eine Wurzelbehandlung machen. Die ließ ich dann ohne Lokalanästhesie über mich ergehen und jeder, der sowas schon mal mitgemacht hat, wird mir glauben, dass das keine reine Freude war. Es kam nochmal eine neue Füllung rein. Danach war erstmal Ruhe, keine Schmerzen und sogar keine Empfindlichkeit mehr.

3. Bis im Sommer diesen Jahres. Da knackte es beim kauen an besagtem Zahn plötzlich fürchterlich. Tja, meinte der Zahnarzt, das Beißerchen muss raus. Es war von oben bis unten durchgebrochen. Hat man euch schonmal einen Backenzahn gezogen? Nein? Na, dann wird es höchste Zeit, dass ihr dieses erhebende Erlebnis nachholt! Jetzt rannte ich eine Zeitlang mit einer Zahnlücke herum und überlegte mir folgendes: War der Zahn vielleicht von Anfang an gebrochen gewesen und der Zahnarzt hatte es nur nicht erkannt? Oder war bei der ersten Behandlung nicht richtig gearbeitet worden, so dass Keime hineingekommen waren? Vielleicht hätte man den Zahn ja lieber überkronen sollen, wo er doch nach der Wurzelbehandlung und der großen Ausbohrung praktisch tot und womöglich instabil war und wäre er dann evtl. heute noch dort, wo er hingehört und nicht im Müll? Egal was zutrifft: Warum kann sowas überhaupt passieren?

4. Na egal, jetzt stand die Versorgung mit einer Brücke an. Die Präparation war schon nicht einfach, weil ein schwer erreichbarer Weisheitszahn als Pfeiler dienen sollte. Nach zwei Wochen war die Brücke endlich fertig (in der Zeit war mir natürlich auch mal das Provisorium rausgefallen), heute sollte sie eingesetzt werden. Sie passte aber hinten und vorne nicht, sie kann nicht verwendet werden. Ja spinne ich? Wie kann ein Zahntechniker für all das Geld, das er verlangt, eine Brücke derart verhunzen, dass sie überhaupt nicht passt? Viermal wurde ein neuer Abdruck genommen. Viermal wurde (ohne Lokalanästhesie natürlich) an den empfindlichen Zähnen herumgestochert. Viermal wollte der blöde Weisheitszahn keinen ordentlichen Abdruck liefern. Irgendwann war ich total vollgesabbert und hatte die Schnauze voll von den fiesen Schmerzen. Das schönste ist: Jetzt darf ich nochmal drei (!) Wochen lang mit diesem Provisorium herumlaufen…

Jetzt, so dachte ich mir, ist es an der Zeit, diese schönen Erlebnisse mal aufzulisten. Wie es weitergeht, erfahrt ihr demnächst auf diesen Seiten!


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