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15.10.2004 – 17.10.2004: Bremer Freimarkt 2004

Ich war vor einem Jahr schon mal zur Freimarktszeit in der schönen Hansestadt. Das war allerdings ein dienstlicher Besuch und ich hatte keine Zeit, mir die Stadt und den Rummel genauer anzusehen. Das habe ich diesmal nachgeholt – genächtigt habe ich wieder auf dem Hotelschiff "Perle" (siehe Eintrag vom 28./29.10.2003).

Am Freitag habe ich die offizielle Eröffnung des Freimarkts miterlebt, es scheint eine Tradition zu sein, dass dem Roland dabei ein Lebkuchenherz umgehängt wird – und dass dafür Schornsteinfeger zuständig sind (siehe Bild). Rings um den Roland ist eine gemütliche Ansammlung kleiner Buden und Karussells versammelt, dazu gehört auch ein kleiner mittelalterlicher Markt mit Gauklern und einer kleinen Bühne. Der eigentliche Rummel findet auf der Bürgerweide hinter dem Hauptbahnhof statt. Wenn man sich dort ins Getümmel stürzt, braucht man viel Geduld und starke Nerven, denn die Menschenmassen schieben sich nur im Schneckentempo voran und man wird ständig angerempelt. Nimmt man lange Wartezeiten in Kauf, kann man sich hier auf unterschiedlichste Weise durch die Luft schleudern, auf den Kopf stellen und durchschütteln lassen, denn Anzahl und Größe der Fahrgeschäfte würde auch einem großen Freizeitpark alle Ehre machen.

Aber Bremen hat natürlich noch viel mehr zu bieten. Bei einem Kurzbesuch, wie wir ihn diesmal gemacht haben, sollte man auf jeden Fall die historischen Gebäude am Marktplatz, wo auch die Bremer Stadtmusikanten zu sehen sind, sowie die "Bleikammer" besichtigen, vielleicht eine Kleinigkeit im Ratskeller essen und durch die Böttcherstraße und das älteste Viertel der Stadt, den "Schnoor" schlendern.

Wenn noch genug Zeit übrig ist, kann man einen schönen Spaziergang durch die begrünten Wallanlagen machen und an einer Führung durch die Beck’s-Brauerei teilnehmen. Die kostet drei Euro und wenn man bedenkt, dass man hinterher vier Biere gratis bekommt, dann ist das ein extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden und man sollte sich voranmelden oder zeitig zu einer der Führungen am Samstagnachmittag kommen, für die keine Voranmeldung nötig ist.

Shoppen kann man in Bremen übrigens auch sehr gut, denn die Passagen und Kaufhäuser sind so weitläufig, dass man kaum mit anderen Kaufwütigen in Konflikt gerät. Da ich die Vorderläufe des Esels der Bremer Stadtmusikanten angepackt habe, werde ich der Sage nach noch mal nach Bremen kommen. Hätte nichts dagegen!

Freimarkt Bremen 2004


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