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15.07.03: Borkum

Ich war nun schon zum fünften Mal auf dieser schönen Nordseeinsel und hätte vorher nicht gedacht, dass ich mich NICHT langweilen würde. Allerdings muss auch das Wetter mitspielen, denn wenn es regnet und stürmt, kann man auf der Insel kaum etwas unternehmen. Deshalb empfiehlt es sich übrigens, z.B. eine Ferienwohnung mit eigener Küche zu nehmen, denn viele der günstigeren Privatpensionen sind doch recht spartanisch eingerichtet, und bei schlechtem Wetter braucht man einfach eine gemütliche Bude, in die man sich zurückziehen kann, um ein paar Bücher zu lesen, fernzusehen und so weiter. In diesem Sommer war Helios uns aber wohlgesonnen und so konnten wir nicht nur schön wandern und mit Fahrrädern umherzockeln (eigene Räder mitzunehmen lohnt sich nicht bzw. ist zu umständlich man kann an jeder Ecke Räder mieten), sondern auch herrlich in einem Strandkorb relaxen. Borkums Strände sind feinsandig und so groß, dass man IMMER einen schönen Platz findet, wo man für sich allein sein kann. Wassersportmöglichkeiten gibt es ebenfalls in ausreichender Menge und die Wasserqualität ist für Nordseeverhältnisse okay.

Tagsüber herrscht während der Saison viel Betrieb und man kann einiges unternehmen (sehr zu empfehlen: Ein Bootstrip zu den Seehundsbänken die Tiere sind zu niedlich, wie sie da faul im Sand liegen und misstrauisch zu den Touristen hinüberblinzeln). Abends dagegen werden auf Borkum die Bürgersteige schon recht früh hochgeklappt, viele Restaurants schließen dann, wenn in südlicheren Ländern das Leben gerade erst losgeht. Man sollte also nicht zu spät losziehen, wenn man noch essen gehen will. Es gibt auch eine Spielbank und eine Diskothek, darüber kann ich aber nichts berichten, weil ich noch nie dort gewesen bin. Da gehe ich lieber ins kultige Inselkino, wo alle paar Tage andere Filme laufen aktuelle Streifen und auch solche, die anderswo schon ein paar Monate aus den Kinos verschwunden sind. In diesem Kino gibt es noch Plätze, wo man per Knopfdruck eine Bedienung rufen und z.B. Getränke bestellen kann, und zwar auch während der Vorstellung! Ansonsten kann man sich allenfalls noch in ein Straßencafé setzen, z.B. auf der Strandpromenade, wo man den Sonnenuntergang über dem Meer bestaunen kann. Sonst ist abends kaum was los, denn Borkum ist ein Kurort und nach einigen Tagen hat man die Schnauze voll von altersstarrsinnigen Silberpüdelchen, panischen Muttertieren incl. nörgelnden Blagen und übergewichtigen Geschöpfen, die vom Aussehen her eher ins Meer gehören, wo man sie harpunieren könnte...

Borkum

Einige weitere Bilder meines Borkum-Urlaubs 2003 findet ihr hier.


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