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21.06.2003: Die Mainzer Johannisnacht

Das Johannisfest, in diesem Jahr vom 20. bis zum 23. Juni, ist nach der Fastnacht das größte Stadtfest in Mainz und nach meiner bescheidenen Meinung auch viel schöner als das Besoffenen-Geschunkel in der närrischen Jahreszeit. Natürlich nur, wenn (wie fast immer) das Wetter mitspielt.

Alle Interessen werden bedient. Wer Lust hat, kann ein eigenartiges Beispiel überkommenen Brauchtums miterleben: Die traditionelle Buchdruckertaufe (das "Gautschen"), bei der die Lehrlinge in einen Zuber voller Wasser getunkt werden. Gelegenheit zum Abfeiern wird reichlich geboten. Da gibt es zum einen unzählige Bier- und Würstchenbuden (und vieles mehr, was das Herz bzw. der Gaumen sonst noch begehren mag), Karussells und andere moderne Foltermaschinen und selbstverständlich kann man bei jeder Kneipe gemütlich draußen sitzen. Dann kann man sich Livemusik, Theater, Folkloregruppen und Kabarettisten auf mehreren Bühnen ansehen.

Am schönsten finde ich aber jedesmal den Künstlermarkt am Rheinufer, wo es natürlich viel Kitsch gibt, aber auch sehr schöne und geschmackvolle Sachen. Sehr romantisch wird es abends, wenn die Lichter in den Bäumen angehen... Ein zweites persönliches Highlight ist auch jedesmal der riesige Bücherflohmarkt rund um den Schillerplatz. Allerdings wird es vor allem Samstagsabends sehr voll. So voll, dass man manchmal minutenlang einfach nur mitten in der Menge eingekeilt auf einem Fleck stehenbleiben und die pikanten Ausdünstungen der schon nicht mehr ganz frischen Mitmenschen ertragen muss. Ein großes Feuerwerk am Montagabend (auch hier: Massenandrang!) schließt die Johannisnacht in jedem Jahr ab.


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