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01.01.2003: Spaß mit der Deutschen Bahn Teil 3

Das neue Preissystem betrifft mich (noch) nicht, weil ich noch eine alte Bahncard habe, wohl aber leide ich unter den Änderungen, die der Fahrplanwechsel mit sich gebracht hat: Keine Direktverbindung mehr nach Bielefeld, ich muss auf jeder Strecke mindestens einmal umsteigen. Das ist ganz Klasse, wenn man nur ein paar Minuten Zeit hat, um sich einen Weg durch planlose Menschenmassen zum nächsten Bahnsteig zu bahnen! Richtig lustig wird es aber erst, wenn der Zug dann noch Verspätung hat...

Und bei der Hinfahrt habe ich die besondere Freude, in diesen uralten Schweizer-Bundesbahn-Waggons fahren zu dürfen, die den Charme eines Viehtransports ausstrahlen! Wenn man es endlich geschafft hat, sich mit Gepäck durch die engen, immer vollgestopften Durchgänge zu quetschen und irgend einen unglücklichen Zeitgenossen vom reservierten Platz zu verjagen (dabei darf man kein Mitleid aufkommen lassen, was nach all dem Ärger nicht weiter schwer ist), dann sitzt man dort so gemütlich wie eine Sardine in der Büchse. Kein Platz für das Gepäck? Na, das kann man doch locker zwischen die Beine klemmen! Kein Platz für die Beine? Ach, zwei Stunden mit bis zu den Ohren angezogenen Knien dasitzen - das ist doch kein Problem! Kein Platz für die Arme? Wer will im Zug schon lesen oder was essen! Außerdem hat man so immer eine super Ausrede, um mißliebigen Sitznachbarn den einen oder anderen Tollschock zu verpassen...

Echt klasse! So fährt die Deutsche Bahn nach und nach solange jeglichen Komfort herunter, bis man genausogut auch mit dem Auto fahren kann - was am Ende noch gemütlicher ist!


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