Zurück zu den Spielen

WRC - FIA World Rally Championship

System:
Sony Playstation 3

Genre:
Rally-Rennspiel

Note: 3+
WRC - FIA WORLD RALLY CHAMPIONSHIP

Mein letztes Rally-Rennspiel war Colin McRae Dirt, und davon war ich so enttäuscht, dass ich Teil 2 nicht gekauft habe. In einem Rally-Rennspiel möchte ich die World Rally Championship nachspielen können. Das ist mit Colin McRae Dirt nicht möglich. Diese Reihe hat sich zu sehr in Richtung Fun-Racer entwickelt. Und andere aktuelle Rally-Rennspiele gibt es nicht. Umso angenehmer war ich von WRC - FIA World Rally Championship überrascht, denn dieses Spiel bietet genau das, was ich mir wünsche.

Gameplay

Ihr nehmt an den Rennen der World Rally Championship in allen 13 Ländern der Saison 2010 teil, was leider bedeutet, dass z.B. Griechenland nicht dabei ist. Die Rally Griechenland steht erst in der aktuellen (realen) Saison 2011 wieder auf dem Kalender. WRC hat die Lizenzen aller Rallys und Fahrzeughersteller. Die Namen aller Autos, Piloten, Länder und Rennveranstaltungen sind also der realen Welt entnommen. Eins fehlt aber: Es gibt in diesem Spiel keine Super Special Stages.

Ihr seid allein auf der Piste und müsst euch somit keine Duelle mit anderen Fahrern liefern, sondern euch mit den Unbilden unterschiedlicher Geländeformen auseinandersetzen. Euer einziger Gegner ist die Zeit! Jede Strecke ist in fünf Sektoren unterteilt, nach denen die Zeit gemessen wird. Anhand einer Sektorenanzeige erkennt ihr, ob ihr die Bestzeit über- oder unterschritten habt, und nach jedem Sektor wird eure Platzierung eingeblendet. Ihr wisst also während des Rennens immer, wie gut oder schlecht ihr euch im Verhältnis zu den anderen Fahrern geschlagen habt, und erfahrt dies nicht erst nach dem Durchfahren des Ziel-Tores. Solltet ihr mit eurer Leistung nicht zufrieden sein, könnt ihr das Rennen jederzeit abbrechen und neu starten. Ladezeiten müssen dabei nicht ertragen werden! Das schont die Nerven ganz enorm.

Vor jedem Rennen können verschiedene Einstellungen am Fahrzeug vorgenommen werden: Federung, Bremsbalance, Differential und dergleichen mehr. Ihr könnt aber keine anderen Reifen auswählen. Die Tuning-Möglichkeiten habe ich nie genutzt, denn die Standardeinstellungen waren immer ausreichend. Zwischen den Rennen eines Landes können die Schäden repariert werden. Das wird nicht optisch dargestellt, d.h. man sieht nur eine Prozentanzeige der Schäden, die Reparatur wird nicht etwa durch animierte Arbeiter visualisiert. Für die Reparatur steht nur begrenzte Zeit zur Verfügung. Ihr könnt sie überschreiten, müsst dann aber im folgenden Rennen eine Zeitstrafe hinnehmen. Nach jedem einzelnen Rennen wird automatisch gespeichert - aber erst, wenn der Spieler es möchte. Auch nach dem Durchfahren des Zieltores kann das Rennen also noch neu gestartet werden.

Eine eingeblendete Mini-Map mit dem Streckenverlauf gibt es nicht. Genau wie bei echten Rallys müsst ihr euch den Streckenverlauf genau einprägen (Übung macht den Meister!) und gut auf die Hinweise eures Beifahrers achten. Der weist euch auf die Schwierigkeitsgrade der kommenden Kurven, Hindernisse, Gefahrenstellen usw. hin. Eingeblendete farbige Pfeile dienen als zusätzliche Hinweise. Wenn ihr zu weit von der Strecke abkommt, wird euer Fahrzeug automatisch dorthin zurückgesetzt. Diese Reset-Funktion könnt ihr auch manuell nutzen.

Der Schwierigkeitsgrad ist relativ fein regulierbar. So könnt ihr nicht nur verschiedene Fahrhilfen aktivieren, sondern auch die KI der Gegner einstellen. Ich habe meist Stufe 4 oder 5 (von 10) gewählt, denn dann stellen die Gegner zwar eine durchaus ernst zu nehmende Herausforderung dar, sind aber nicht zu stark. Grobe Fahrfehler darf man sich bei Stufe 5 schon nicht mehr erlauben. Ich habe alle Fahrhilfen deaktiviert, denn sie greifen für meinen Geschmack zu sehr ein. Stellt man alle Hilfen aufs Maximum, kann man praktisch permanent mit Vollgas fahren und kommt nie von der Strecke ab.

Nach jedem Rennen läuft eine Wiederholung ab, die ihr aus mehreren Kameraperspektiven und in verschiedenen Geschwindigkeitsgraden bewundern, aber leider nicht speichern könnt.

Der Weg zur WRC

Dies ist der "Karrieremodus" und somit Herzstück von WRC. Der Weg zur World Rally Championship ist weit. Er umfasst zehn Levels mit je bis zu sechs Veranstaltungen. Bei jeder Veranstaltung sind zwischen einer und sechs Special Stages in einem oder mehreren Ländern zu absolvieren. Das jeweils nächste Level wird erst freigeschaltet, wenn ihr eine bestimmte Anzahl von Rennen des vorherigen Levels gewonnen habt. In den höheren Levels bestreitet ihr Rennen der J-WRC, P-WRC und S-WRC. Die erste Veranstaltung auf Level 10 ist die WRC. Allein hier habt ihr je sechs Special Stages in allen 13 Ländern vor euch, insgesamt also 78 einzelne Rennen nach dem offiziellen WRC-Kalender!

Bevor ihr eure Karriere beginnt, legt ihr euren Spielernamen, den Namen eures Teams, euer Herkunftsland usw. fest, außerdem habt ihr die Wahl zwischen einem männlichen und einem weiblichen Beifahrer. Man kann das im Verlauf der Karriere noch alles verändern. Ich habe mich für eine weibliche Beifahrerin entschieden, denn ihre Stimme wirkt natürlicher als die ihres männlichen Pendants, bei dem die Sprachsamples ziemlich abgehackt klingen. Der Beifahrer gibt nicht nur die oben genannten Hinweise zur Strecke, sondern kommentiert auch eure Fahrweise, feuert euch an usw., allerdings wiederholen sich die entsprechenden Texte bald. Manchmal passen sie auch nicht wirklich zur Situation. "Geht das nicht schneller?" fragt meine Beifahrerin ab und zu auch dann, wenn ich meinen Vorsprung gerade erst vergrößert habe...

Dann geht es los mit den ersten Veranstaltungen auf Level 1. Es sind zunächst nur einzelne Rennen zu bestreiten und somit geht es flott voran. Ihr seid erst einmal nur mit eher langsamen Fronttrieblern unterwegs, später kommen die leistungsfähigeren Fahrzeuge der bereits erwähnten Rally-Klassen hinzu. Von der jeweiligen Veranstaltung hängt es ab, welche Autos ihr auswählen dürft. Mit jedem Sieg verdient ihr Fortschrittspunkte und Geld, letzteres investiert ihr in neue Autos. Auch die werden erst durch Siege freigeschaltet, ebenso wie Haupt- und Nebensponsoren, deren Aufkleber ihr auf eurem Auto anbringen könnt, um eine Bonusprämie zu erhalten. Neue Lackierungs-Stile und -Farben werden auf dieselbe Weise freigeschaltet. Wenn ihr dann nach einigen Siegen weit genug fortgeschritten seid, wird Level 2 freigeschaltet - und immer so weiter.

Sobald das nächste Level freigeschaltet ist, könnt ihr dort weitermachen, aber ich würde euch empfehlen, erst die noch ausstehenden Rennen des vorherigen Levels zu bestreiten. Das bringt nicht nur Geld und Erfahrungspunkte, sondern auch echte Erfahrung, d.h. ihr lernt auf diese Weise alle Strecken gut kennen, und das ist bei Rally-Rennspielen das A und O. Zum Beispiel gibt es in jedem Level besondere Herausforderungen, bei denen meist nur ein Gegner zu schlagen ist. Als zusätzliche Anforderung für einen kompletten Sieg müsst ihr oft bei einer bestimmten Anzahl von Sektoren die Bestzeit unterbieten.

Nach vielen, vielen Rennen habt ihr euch endlich bis zu Level 10 hochgekämpft und könnt an der World Rally Championship teilnehmen. Das geschieht, indem ihr euch bei einem von mehreren Rennställen verpflichtet. Nicht alle sind aber bereit, euch unter Vertrag zu nehmen. Ihr müsst euch erst einen gewissen Ruf erarbeiten - und das geschieht, indem ihr die erwähnten besonderen Herausforderungen meistert.

Andere Rennmodi

Online-Modus: Vorhanden, wird von mir aber nicht genutzt und deshalb nicht kommentiert.

WRC-Akademie: Hier könnt ihr in zwei Schwierigkeitsstufen das Fahren auf verschiedenen Untergründen, Kurventechniken usw. üben.

Einzelspieler-Modus: Ihr habt die Wahl, ob ihr eine einzelne Etappe / Rally / Meisterschaft fahren möchtet, oder ob ihr bei den "Zeitrennen" versuchen wollt, vorgegebene oder aus dem Playstation-Network heruntergeladene Bestzeiten zu schlagen.

Hot Seat-Modus: Dies ist ein offline-Mehrspielermodus. Bis zu vier Spieler können gegeneinander antreten, indem sie abwechselnd einzelne Etappen, Rallys oder Meisterschaften fahren, wobei die Bestzeiten der jeweils anderen Spieler berücksichtigt werden.

Das war's - d.h. die WRC ist wirklich alles, was in diesem Spiel geboten wird. Ausgefallenere Rennen, etwa mit Buggys, oder Rallycross-Rennen usw. gibt es diesmal nicht. Brauche ich aber auch nicht.

Autos / Steuerung / Schadensmodell

Es stehen zwar zahlreiche Autos zur Auswahl, aber keine Fahrzeuge der Gruppe B. Die müsste man erst online kaufen! Die Fahrzeuge der verschiedenen Klassen unterscheiden sich ziemlich stark im Handling, so dass man sich immer wieder neu eingewöhnen muss. Natürlich hängt das Fahrgefühl außerdem von den unterschiedlichen Bodenbelägen ab. Mit den schon erwähnten Hilfen könnt ihr selbst entscheiden, wie Simulations- oder Arcadelastig ihr die Steuerung gerne haben möchtet. Sind alle Fahrhilfen deaktiviert, spürt man die Kräfte, die auf das Fahrzeug einwirken, recht deutlich. Gas und Bremse müssen sehr dosiert eingesetzt werden und auch mit den Lenkbewegungen muss man vorsichtig sein. Dreher und Überschläge sind sonst die unvermeidliche Folge. Außerdem verliert man stark an Geschwindigkeit, wenn man nicht auf der eigentlichen Piste bleibt. Ich weiß nicht, wie realistisch die Fahrphysik ist, aber ich finde sie in Ordnung: Weder hat man das Gefühl, in einem Gleiter ohne Bodenhaftung zu sitzen, noch meint man, das Auto laufe auf Schienen. Mit etwas Übung bekommt man auch die PS-Monster der WRC-Klasse gut in den Griff. Bei diesen Autos hatte ich lediglich das Problem, dass das Heck zum Ausbrechen neigt, wenn man stark bremst - ganz so, als hätte man die Handbremse angezogen.

Der Motorensound ist nicht so fett, wie man ihn sich als Rally-Fan wünscht, aber optisch ist an den Fahrzeugmodellen wenig auszusetzen. Gut, sie können nicht mit den "Premium-Modellen" in Gran Turismo 5 mithalten, aber sie weisen doch einen relativ hohen Detailgrad auf (Fahrer und Beifahrer sind übrigens deutlich zu sehen), vor allem haben sie ein umfangreiches Schadensmodell. Man kann einstellen, wie schwer sich die Schäden auf das Fahrverhalten auswirken sollen. Auch rein "kosmetische" Schäden können eingestellt werden. Man sieht dem Auto natürlich an, in welchem Zustand es ist, gleichzeitig wird der Schaden aber auch in einer kleinen Schema-Darstellung des Autos verdeutlicht. Nach ein paar Kollisionen ist die Karosserie zerbeult und zerkratzt, die Scheiben gehen kaputt und beim Fahren auf Matsch und Schotter wird das Auto immer schmutziger bzw. staubiger. Angeblich kann man das gesamte Fahrzeug zerlegen, aber ich habe es selbst bei schweren Crashs nicht geschafft, mehr als z.B. die Motorhaube loszuwerden und den Motor zum Qualmen zu bringen. Abgebrochene Räder, verlorene Türen oder so habe ich nie gesehen. Hinzu kommen Schäden im Inneren des Fahrzeugs, die man nicht sieht, die aber viel schlimmere Auswirkungen haben als eine zerbeulte Karosserie. Wenn das Getriebe anfängt, komische Geräusche von sich zu geben, kann man das Rennen getrost neu starten!

Hundertprozentigen Realismus darf man weder beim Fahrverhalten noch beim Schadensmodell erwarten. Stürzt das Auto z.B. in einen Abgrund, wird es automatisch auf die Strecke zurückgesetzt und bleibt völlig unbeschädigt. Kakteen sind so widerstandsfähig wie Felsbrocken. Knallt man mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum, dann bleibt das Auto einfach stehen oder prallt ab. Eigentlich müsste man erwarten, dass sich das Auto liebevoll um den Baumstamm herumwickelt...

Rennstrecken

Es gibt je sechs Strecken in den 13 Ländern der WRC-Saison 2010, also in Schweden, Mexiko, Jordanien, Neuseeland, Portugal, Bulgarien, Finnland, Deutschland, Japan, Frankreich, Spanien, Großbritannien und in der Türkei. Allerdings sind es nicht je sechs völlig verschiedene Strecken. Der Verlauf ist teils nur leicht abgewandelt. Alle Strecken sind landestypisch und schön abwechslungsreich gestaltet. Ein paar Beispiele: In Deutschland fährt man durch die Porta Nigra in Trier, in Frankreich (Elsass) säumen Weinberge den Weg, in Schweden ist alles tief verschneit, in England herrscht trübes, regnerisches Wetter und in Finnland geht's mit hoher Geschwindigkeit über Schotter an Wäldern und Seen vorbei. Ich glaube allerdings nicht, dass es diese Strecken genau so auch in der Realität gibt. Der Streckenverlauf ist stets anspruchsvoll, oft auch unübersichtlich, aber es gibt leichtere und schwerere Rallys. Ich zumindest habe z.B. Mexiko als schwer empfunden, Japan eher als leicht. Wenn man mit einem WRC-Boliden durch die schnellen Abfolgen von engen Kurven in Mexiko brettert, dann kann man schon ins Schwitzen kommen!

Stets könnt ihr euch aber darauf verlassen, dass euch ein Zaun, ein Felsbrocken oder irgendein anderes Hindernis an genau der Stelle erwartet, zu der euer Auto durch die Fliehkraft befördert wird, wenn ihr in einer Kurve zu schnell seid oder euch verbremst. Manche Strecken sind mit voller Absicht besonders tückisch gestaltet worden. Ich liebe die senkrecht stehenden Betonplatten, die in Deutschland manchmal am Streckenrand aufragen! Einmal mit Vollgas dagegen gefahren, schon ist das Auto Schrott und steckt fest. Manche Strecken, vor allem in England, sind sehr schmal und von Gräben gesäumt, in die man besser nicht hineinfährt. Nicht alle Objekte am Streckenrand stehen da wie in Stein gemeißelt. Zäune sind zerstörbar, Gras und Büsche klappen um. Die aus WRC - Rally Evolved bekannten Zufalls-Ereignisse wurden diesmal weggelassen, dynamische Licht- und Wetterverhältnisse sucht man vergebens. Andere animierte Objekte als Zuschauer (die übrigens niemals die Strecke betreten) sind mir nicht aufgefallen.

Was die Umgebungsgrafik angeht.. na ja. Nennen wir sie mal "zweckmäßig". Genau genommen war ich geradezu entsetzt, als ich die Grafik zum ersten Mal gesehen habe! Sie ist absolut nicht "State of the Art", eher könnte man glauben, man hätte ein PS2-Spiel vor sich. Besonders auffällig: Wartet man auf das Startsignal, dann sieht man jedes Mal, wie plötzlich die Texturen des Starttors oder irgendwelcher Gebäude am Straßenrand geladen werden. Zuvor eine verschwommene Fläche, dann - pling! - sind plötzlich die Details da. Pop-ups, pixelige Bäume, Kantenflimmern, Clippingfehler - es ist alles dabei, was das Spielerherz nicht begehrt! Man gewöhnt sich aber schnell an die nicht mehr zeitgemäße Grafik, zumal man ja meist so schnell unterwegs ist, dass ohnehin alles nicht so deutlich wahrgenommen wird. Und zumindest über Einbrüche in der Framerate muss man sich nicht ärgern. Nette kleine Details wie z.B. Echtzeit-Spiegelungen auf der Karosserie oder in Pfützen sind ja durchaus vorhanden. Und vor allem muss man sagen: So steril und langweilig wie in Gran Turismo 5 wirken die Strecken in diesem Spiel definitiv nicht!

Sonstiges

Die Präsentation fällt sehr... hm... "nüchtern" aus, um es mal vorsichtig auszudrücken. Es gibt keine Story, keine Werkstatt, kein eigenes Büro, keinen Rennleiter und dergleichen, also nichts, was den Spieler irgendwie durch die Karriere führen würde. Stattdessen klickt man in einfachen Menüs herum. Auf animierte Reparaturen, Siegerehrungen und ähnliches wurde ebenfalls verzichtet. Nicht mal zum Abschluss des Spiels, wenn man die WSC gewonnen und die allerletzte Herausforderung gemeistert hat, geschieht irgendetwas besonderes. Kein Abschlussfilm oder so, keine Belohnung für all die Mühen. Gut, man könnte wohlwollend sagen, dass sich das Spiel aufs Wesentliche beschränkt, aber so etwas wie eine "Rennstall-Atmosphäre" entsteht auf diese Weise nicht.

Die Ladezeiten vor den Rennen sind recht lang, aber zum Glück muss man sie, wie bereits erwähnt, immer nur einmal ertragen. Lobend erwähnen sollte ich noch, dass das Gamepad frei konfiguriert werden kann.

Fazit

WRC - FIA World Rally Championship kommt mir vor wie eine abgespeckte Version von WRC - Rally Evolved. Die Grafik ist gewöhnungsbedürftig und wird niemanden zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Das Spiel hat durchaus seine Macken, z.B. das nicht ganz realistische Schadensmodell. Das ganze Drumherum incl. Präsentation wirkt etwas arg altbacken und einfallslos. Trotz allem macht das Spiel einfach Spaß! Tempo und Fahrgefühl stimmen, für Adrenalin-Ausschüttung ist ausreichend gesorgt.

Am Gameplay gibt es nichts auszusetzen: Dinge wie die einstellbare Gegner-KI, das automatische Speichern nach jedem Rennen und die Möglichkeit, jedes Rennen sofort neu zu starten, erfreuen das Spielerherz - vor allem im direkten Vergleich mit Gran Turismo 5, wo man diese nützlichen Kleinigkeiten schmerzlich vermisst. Im Karrieremodus ist man einige Wochen lang damit beschäftigt, sich langsam bis zur WRC hochzuarbeiten, so dass man viel Spiel fürs Geld geboten bekommt.

WRC - FIA World Rally Championship ist technisch nicht auf der Höhe der Zeit, aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch. Ich war jedenfalls bis zum Schluss motiviert, jedes einzelne Rennen zu fahren und zu gewinnen. Für Rally-Fans gibt es derzeit sowieso keine Alternative.

J. Kreis, 23.03.2011





Gastkommentare


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Noch keine Gastkommentare vorhanden!


Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)




Seitenanfang