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Spellforce 2 Gold Edition

System:
PC DVD-ROM

Genre:
Adventure/
Strategie/RPG

Note: 2+
SPELLFORCE 2 GOLD EDITION

Dieses Spiel hatte ich mir bei der Erstveröffentlichung nicht zugelegt, denn der erste Teil war zwar durchaus nett, hatte aber einige Schwächen und war gegen Ende hin kaum noch motivierend. Ich war deshalb der Meinung, einen zweiten Aufguss dieses Spiels nicht zu brauchen. Allerdings gibt es inzwischen die "Gold Edition", die außer dem Hauptspiel (Shadow Wars) auch das Add-On Dragon Storm enthält. Zwei Spiele zum Preis von einem – da konnte ich dann doch nicht mehr widerstehen. Und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt! Das Spiel hätte ich mir auch gleich zulegen können, denn viele Schwächen des ersten Teils wurden ausgeräumt und auch wenn die Gameplay-Grundlagen gleich geblieben sind, macht Spellforce 2 doch noch mal richtig Spaß.

Vorab wie immer der Hinweis darauf, dass dieses Spiel zwar Multiplayer-Optionen enthält, dass diese von mir aber nicht genutzt / bewertet werden.

Story

Die Geschichte wird durch einige wenige Render-Filme, vor allem aber in Zwischensequenzen mit Ingame-Grafik und in den Dialogen mit NPCs erzählt.

Shadow Wars

Die Runenkriege sind lange vorüber, aber in Eo ist noch kein Frieden eingekehrt. Die Dunkelelfen unter Craig Un'Shallach kämpfen gegen eine Armee der Schatten, denen sich Teile ihres Volkes (die Archonen) angeschlossen haben. Die letzte Festung der Norcaine wird von den Schatten überrannt, Craig Un'Shallach selbst wird von Sorvina, einer Hexerin der Archonen, getötet. Schattenlied, Craig Un'Shallachs Tochter, entgeht dem Gemetzel. Sie flieht zu den Shaikan, einem Kriegervolk, welches das Blut des Drachen Ur in sich trägt. Der Shaikan, dessen Rolle der Spieler in der Kampagne übernimmt, begleitet Schattenlied, um die Völker Eos zu einem neuen Bund für den Kampf gegen die Schatten zu vereinen. Doch im Geist des Shaikan schlummert noch ein anderer Widersacher: Malakay, der Urvater aller Shaikan, übernimmt manchmal die Kontrolle über ihn…

Dragon Storm

Einige Zeit nach den Schattenkriegen erlöschen die Portale, über die alle Inseln Eos miteinander verbunden sind. Die Folgen sind unabsehbar, jedes Volk ist nur noch bemüht, seine eigene Existenz zu sichern. Der Magier Riddengard bietet König Ulf an, die Portale mit der Macht des Allfeuers wiederherzustellen. Doch ein ehemaliger Runenkrieger, der zum Shaikan gemacht worden ist, vermutet richtig, dass dieses Angebot nur als Vorwand dient, um alle Völker Eos zu versklaven. Nur der Seelenträger (der Shaikan, dessen Rolle ihr in Shadow Wars übernommen habt) kann helfen. Der Shaikankrieger und einige Getreuen machen sich auf die gefahrvolle Suche nach ihm…

Gameplay

Gefecht

Hier spielt man auf einer beliebigen Karte gegen Computergegner. Man kann hierfür vorgegebene Karten (die in der Kampagne nicht vorkommen) nutzen oder sich welche von der Online-Community beschaffen. Es handelt sich um den reinen Echtzeitstrategie-Teil von Spellforce 2, und der hat es in sich, d.h. der Computergegner geht sehr schnell und aggressiv vor. Man kann Replays der gespielten Gefechte speichern.

Freies Spiel

Für das freie Spiel stehen die Karten aus der Kampagne (auch aus jener des Add-Ons) zur Verfügung. Man spielt hier entweder Echtzeitstrategie- oder Rollenspieltypisch. Meist geht es darum, eine Stadt vor irgendwelchen Angreifern zu beschützen oder sich Missionen abzuholen. Man steuert hier auch einen Avatar, allerdings erhält der, anders als in der Kampagne, keine Erfahrungspunkte durch das Besiegen von Gegnern. Irgendwie ist es mir nicht gelungen, irgendwelche Quests zu erhalten und durch das hohe Gegneraufkommen musste mein Avatar immer ziemlich schnell das Zeitliche segnen – keine Ahnung, was ich da wohl falsch gemacht haben mag.

Kampagne

Die Kampagne ist das Herzstück des Spiels, hier wird die Geschichte weitererzählt. Kurz gesagt: Spellforce 2 bietet, wie auch der Vorgänger, eine Mischung aus Echtzeit-Strategie und Rollenspiel, wobei der Rollenspiel-Anteil diesmal deutlich überwiegt, was vor allem für das Add-On gilt, denn da seid ihr hauptsächlich mit eurem Avatar und den Helden unterwegs. Wie ich schon schrieb, ist das Gameplay in den Grundzügen gleich geblieben. Da ich mich ungern wiederhole, verweise ich diesbezüglich auf meine Review zu Teil 1 und beschränke mich hier darauf, kurz auf die Unterschiede einzugehen. Alles andere, also die Charakterentwicklung, das Absolvieren von Haupt- und Nebenquests, das Sammeln von Ausrüstungsgegenständen, der Aufbau von Basen, die Steuerung ("Click & Fight") usw. verläuft im Prinzip genau wie in Teil 1, so dass Veteranen der Runenkriege sich schnell zurechtfinden werden. Für alle anderen gibt es ein kleines Tutorial. Bis auf die Nebenquests läuft die gesamte Kampagne wieder linear ab, d.h. es gibt keine unterschiedlichen Lösungswege. Der ganze Ablauf ist aber so gut in die Geschichte eingebunden, dass das nicht weiter stört.

Was sofort auffällt: Diesmal bleiben alle Einheiten und Gebäude (auch die der Gegner) erhalten, wenn man eine der Inseln Eos (also eine der Karten) verlässt. Kehrt man später zurück, ist alles noch da – sogar die einzelnen Soldaten stehen genau dort, wo man sie zurückgelassen hat. Nur die bis dato gesammelten Rohstoffe gehen verloren. Außerdem übernehmt ihr diesmal nicht die Rolle eines Runenkriegers, d.h. ihr braucht keine Runen, um Einheiten und Gebäude herstellen zu können. Die Auswahlmöglichkeiten sind zu Beginn begrenzt, erst nach und nach erhaltet ihr Zugriff auf alle Einheiten aller Völker, die es in Eo gibt (Menschen, Elfen, Zwerge, Orks, Trolle, Dunkelelfen, Schatten – im Add-On außerdem Shaikan, Drachlinge und Eiserne). Ein großer Kritikpunkt waren bei Teil 1 die weiten Wege, die zurückgelegt werden mussten. In Teil 2 ist das nicht mehr so schlimm (eine Ausnahme: Die Westwehr, siehe weiter unten), denn es gibt "Reisesteine", über die man markante Punkte auf den Karten schnell erreichen kann. Man muss aber erst einmal in ihrer Nähe gewesen sein, damit sie aktiviert werden. Nach Abschluss der Hauptquest stehen euch sämtliche aktivierten Reisesteine offen, im Add-On ist das von Anfang an so.

Avatar und Helden

Der Avatar und die Helden können von ihren Begleitern oder an den so genannten "Heldenmonumenten" wieder belebt werden. Die Monumente muss man meist erst einmal bauen, außerdem braucht man für die dortige Wiederbelebung den Rohstoff Lenya. Immerhin kostet die Wiederbelebung keine Erfahrungspunkte mehr, außerdem steht dem Helden von Beginn an eine feste Begleitergruppe zur Seite, man muss sie also nicht erst beschwören. Es handelt sich um Charaktere, die für die Geschichte relevant sind, zum Beispiel ist die Dunkelelfin Schattenlied meist mit von der Partie. Man kann dem Computer die Charaktererstellung der Helden überlassen, man kann aber auch jeden einzelnen Lernpunkt für jede dieser Figuren selbst verteilen. Von ihrer Ausrichtung hängt dann auch ab, welche Gegenstände aus eurem Inventar sie benutzen können.

Natürlich kann man seinen Avatar und die Helden durch geschickte Punkteverteilung auch diesmal wieder zu Superkämpfern machen, aber hierbei hat man nicht mehr so viele Möglichkeiten wie in Teil 1, man kann die Punkte nicht völlig frei verteilen. In Teil 2 reichen auch hochgelevelte Helden angesichts der schieren Masse von Gegnern, mit denen man es meist zu tun hat, für den Sieg nicht aus. In Teil 1 konnte man ab einem bestimmten Zeitpunkt alle Quests allein mit Avatar und Helden absolvieren, so dass ich z.B. die Dunkelelfen-Runen damals überhaupt nicht gebraucht hätte. Das ist jetzt anders, d.h. man wird in dieser Hinsicht besser "geführt".

Das Add-On spendiert euch eine völlig neue Art von Fähigkeiten, denn die Shaikan verfügen über die so genannte "Blutmagie". Wenn ihr eure Punkte auf diesen "Fähigkeitenbaum" verteilt, dann stehen euch ganz neue Zauber zur Verfügung. Unter anderem könnt ihr Begleiter (Äxte, Drachen) erschaffen, die an eurer Seite kämpfen. Ihr beginnt das Add-On mit einem neuen Avatar, immerhin habt ihr schon gleich zu Anfang 10 Punkte zur Verfügung, ohne ihn erst hochleveln zu müssen.

Strategie

Man muss sagen, dass Teil 2 deutlich RPG-lastiger ist als der Vorgänger. Der Echtzeitstrategie-Anteil wurde insoweit reduziert, dass es meist ausreicht, ein paar wenige Produktionsgebäude zu errichten und eine große Armee aufzustellen. Eine Armee braucht man aber durchaus für den Sieg, wenn man denn in einer Situation ist, in der man sie erstellen kann. Auch ist der Strategie-Anteil wesentlich besser in die Handlung eingebunden als im ersten Teil, d.h. wenn ihr eine Basis aufbauen und eine Armee aufstellen müsst, dann passt das immer zu dem, was gerade in der Story geschehen ist.

Übrigens: Diesmal gibt es keine "nachwachsenden" Rohstoffe mehr, zum Ausgleich sind auch die Gegner auf sie angewiesen. Das Erscheinen von neuen gegnerischen Einheiten "aus dem Nichts" gibt es nur noch selten. Die Gegner "warten" aber auch nicht mehr darauf, dass man selbst mit dem Basisbau beginnt, sie legen gleich los und greifen oft schon recht früh in großen Massen an, so dass der Aufbau einer gut funktionierenden Basisverteidigung, auf die man nicht mehr aufpassen muss, während man den Rest der Karte erkundet, manchmal zu einer ziemlich hektischen Angelegenheit werden kann.

Quests

Sehr nützlich: Die Orte, an denen man etwas im Rahmen einer Quest erledigen muss, sind auf der Karte markiert und werden noch deutlicher hervorgehoben, wenn man eine bestimmte Mission im Questlog anklickt. Da kann man sich nicht mehr verlaufen. Neben den Hauptquests erhaltet ihr von diversen NPCs eine ganze Reihe von teilweise richtig witzigen Nebenquests, mit denen man sich lange beschäftigen kann und die meist nicht sofort lösbar sind, sondern nur über mehrere Etappen hinweg. Mal geht es darum, den ramponierten Ruf eines Ork-Stammes aufzupolieren, indem man diverse feindliche Hauptleute aufspürt und tötet. Mal hat sich ein Magier selbst in ein Tier verwandelt und ihr müsst versuchen, das rückgängig zu machen, indem ihr einige Hebel in der richtigen Reihenfolge betätigt (bei Fehlern verwandelt er sich weiter, was er genervt kommentiert). Dann wieder will ein gewisser Professor Drehlein, dass ihr bestimmte Ingredienzien für ein geheimnisvolles Experiment findet. Den Mitgliedern der Familie Grau müssen diverse letzte Wünsche erfüllt werden. Wenn man genügend Spielsteine für das Drakkar-Spiel gefunden hat, kann man gegen verschiedene NPCs antreten. Und dann gibt es noch die Westwehr:

Westwehr / Schwimmende Stadt

Im Verlauf der Kampagne erhaltet ihr ein Lehen: Die Westwehr. Hierbei handelt es sich um eine der vielen Inseln Eos, sie gehört zum Königreich der Menschen und wurde etwas vernachlässigt. Eure Aufgabe ist es, sie wieder aufzubauen. Ihr erhaltet vom Verwalter der Westwehr diverse Aufgaben, und nicht alle davon könnt ihr in der Westwehr erledigen. Ihr müsst oft auch irgendetwas (oder jemanden) auf den anderen Inseln finden und zur Westwehr bringen. Da es nur ein einziges Zugangsportal gibt, können damit schon mal recht weite Wege verbunden sein. Aber es lohnt sich. So folgen euch manche NPCs in die Westwehr, um euch dort z.B. nützliche Waffen zu schmieden, außerdem erhaltet ihr durch die Westwehr-Quests natürlich auch wertvolle Erfahrungspunkte. Nichts von alldem ist Bestandteil des "Hauptspiels", aber irgendwie macht der Wiederaufbau eines eigenen kleinen Lehens richtig Spaß.

Im Add-On ist die Westwehr leider nur noch ein weiterer Schauplatz für die Hauptquest. Stattdessen findet ihr eine schwimmende Stadt aus Stein, die in euren Besitz übergeht. Damit könnt ihr die einzelnen Inseln erreichen (die Portale funktionieren ja nicht mehr), und dort gibt es auch wieder eine ganze Reihe von Nebenquests zu erledigen. Hier könnt ihr unter anderem eigene Waffen aus Materialien schmieden, die ihr unterwegs findet. So richtig ans Herz wächst einem die schwimmende Stadt im Gegensatz zur Westwehr aber nicht.

Grafik / Sound

Anklänge an die Herr-der-Ringe-Filme sind auch diesmal wieder unübersehbar bzw. unüberhörbar, aber erneut gilt: Gut geklaut ist auch nicht schlecht. Das fängt schon mit dem orchestralen Soundtrack an: Man hat immer das Gefühl, diese Melodien aus den erwähnten Filmen zu kennen, aber irgendwie anders klingen sie natürlich doch. Sie passen sehr gut zum Spiel bzw. zur Situation oder zum Volk (jedes Volk hat sein eigenes Leitmotiv), und so ist Spellforce 2 eines der wenigen Spiele, bei denen ich die Musiklautstärke nicht auf Null gestellt habe. Spellforce 2 ist aber vor allem eine echte Augenweide. Der Detailgrad der Landschaften, Helden, NPCs, Soldaten, Kreaturen usw. ist enorm, auch kleine Einzelheiten an den Rüstungen sind liebevoll ausgearbeitet worden. Es gibt einen Tag-Nacht-Wechsel, jede Insel Eos hat eine individuelle, üppig gestaltete Landschaft. Nehmt euch einfach mal die Zeit, in die Schulterkamera-Perspektive zu wechseln und mit eurem Avatar durch die Gegend zu laufen. Erst dann wird die volle Grafikpracht deutlich – und die enorme Weitsicht, die ihr genießen könnt. Ihr könnt so auch schon eine gegnerische Basis aus der Ferne erkennen, komplett mit allen dort herumwuselnden Einheiten.

Licht und Schatten, Magieeffekt-Feuerwerke, bewegte Wasseroberflächen, wabernder Nebel und dergleichen sind wunderschön anzuschauen. Die deutsche Sprachausgabe ist dank professioneller Sprecher gut gelungen, so mancher launige Kommentar sorgt für Erheiterung. Einbrüche in der Framerate habe ich nur erlebt, wenn ich mit der Maximalzahl von Einheiten mitten in einem Gefecht mit ebenso vielen Gegnern war, und wenn dabei dann auch noch fleißig gezaubert wurde.

Bugs und andere Probleme

Leider ist selbst die "Gold Edition", die schon alle zurzeit (Okt. 2007) verfügbaren Patches enthält, bei weitem nicht fehlerfrei. Fangen wir mit den einfacheren Sachen an, nämlich den Schwächen, bei denen es sich nicht um echte Bugs handelt. So ist auch diesmal wieder das Inventar zwar unbegrenzt, aber auch nicht komfortabel genug sortiert. Man verliert schnell den Überblick und muss eine Weile herumprobieren, bis man herausgefunden hat, was von all dem Plunder, den man gerade erbeutet hat oder kaufen will, überhaupt nützlich ist. Wenigstens werden alle Eigenschaften eines Objekts, das man mit der Maus markiert, und die Eigenschaften des bereits angelegten entsprechenden Objekts untereinander gestellt, so dass der Vergleich leichter fällt.

Die KI der eigenen und gegnerischen Einheiten ist… hm… grenzwertig. Sie laufen blind durch jede noch so große Feindbasis und lassen sich entweder widerstandslos abschlachten, oder aber – wenn man sie eigentlich auf eine Route geschickt hat, die an der Feindbasis vorbeiführt sollte – sie reagieren auf einen Angriff und laufen in ihr Verderben. Diese Schwäche hat aber auch der Gegner und man kann sie ausnutzen, indem man z.B. Rohstoffvorkommen mit Türmen oder Soldaten blockiert. Dann kann man zusehen, wie ein gegnerischer Arbeiter nach dem anderen das Zeitliche segnet. Der CPU-Gegner kommt nicht auf die Idee, einfach mal nachzuschauen, wo die ganzen Arbeiter bleiben…

Einem echten Bug bin ich nur einmal begegnet. Das Problem besteht darin, dass die Kamera manchmal automatisch auf die Schulterperspektive umschaltet, dass man das nicht rückgängig machen kann, und dass die Maussteuerung dann nicht mehr funktioniert. Das Dumme dabei ist: Der Fehler tritt in einer der letzten Aufgaben der Hauptquest auf ("Malakays Versteck"). Da muss man Schablonen in ein Mosaik einsetzen, und wenn man die richtige Reihenfolge nicht kennt, kann man nichts anderes mehr tun, als das Spiel über den Taskmanager abzuschießen, denn die Spielfigur reagiert dann auf gar nichts mehr und es wäre unmöglich, das Spiel fortzuführen. Kennt man aber die richtige Reihenfolge, kann man weitermachen, denn das Mosaik verwandelt sich in ein Portal, das man gerade noch anklicken kann. Nachdem die Spielfigur es durchschritten hat, ist alles wieder okay… Im Add-On hatte ich dieses Problem übrigens nie.

Fazit

Es würde zu weit führen, alle kleinen und großen Verbesserungen im Vergleich zum ersten Teil aufzuführen – insgesamt macht Spellforce 2 jedenfalls einen viel durchdachteren, "runderen" Eindruck. Das Add-On setzt noch einen drauf: Hier gibt es eine umfangreiche neue Hauptquest, noch mehr Rätsel, in denen Schalter in der richtigen Reihenfolge betätigt oder Objekte in die richtige Beziehung zueinander gebracht werden müssen, noch ungewöhnlichere Nebenquests und zudem drei ganz neue Völker sowie eine völlig neue Art zu erlernender Fähigkeiten.

Zwar liegt der Schwerpunkt – insbesondere im Add-On – auf dem Rollenspiel-Anteil, aber das mindert den Spielspaß keineswegs. Wer unbedingt alle Feinheiten der verschiedenen Völker erkunden will, kann das ja im Modus "Gefecht" machen. Aber auch in der Hauptquest von Dragon Storm dürft ihr ab einem bestimmten Zeitpunkt mit riesigen Drachen in den Krieg ziehen…

Detailverliebte Grafik, bombastischer Sound, abwechslungsreiche Quests, fordernde Schlachten, eine epische Story – was will man mehr? Wären da nicht ein paar kleine Schwächen (Inventar, Bugs), hätte ich vielleicht die Höchstnote vergeben.

J. Kreis, 04.10.07

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