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sims

System:
PC CD-ROM

Genre:
Aufbauspiel

Note: 2
DIE SIMS DELUXE EDITION

Die Deluxe-Edition dieses beliebten Spiels beinhaltet die Sims-Basisversion, das Erweiterungspack Das volle Leben (mehr Gegenstände, neue Berufe usw.) sowie den Simscreator. Letzteres ist ein Editor, mit dem eigene Skins erstellt werden können. So kann man einem Sim z.B. ein "echtes" Gesicht aus einem digitalen oder eingescannten Foto verpassen. Wer die Basisversion dieses Spiels bereits besitzt, braucht die Deluxe-Edition nicht wirklich, denn den Editor und das Erweiterungspack gibt es auch gesondert zu kaufen.

Bei den Sims geht es hauptsächlich darum, das Leben der Bewohner von Sim City zu managen. Man hat die Auswahl, in einer kleinen Nachbarschaft entweder eine bereits existierende Familie zu übernehmen oder eine eigene (bzw. einen Single) zu erstellen und in ein vorgegebenes oder selbst konstruiertes Haus einziehen zu lassen. Man kann also seine Sim-Männchen - evtl. mit Hilfe des Editors - selbst erschaffen, und das kann schonmal eine Weile dauern. Man muß sich nämlich nicht nur zwischen Dutzenden von verschiedenen Kleidungsstücken und Accessoires entscheiden - viel wichtiger ist es, den Charakter des Sim zu definieren. Es steht nämlich nur eine begrenzte Anzahl von Punkten zur Verfügung, die man über verschiedene Charaktereigenschaften verteilen kann. Wenn man das nicht einigermaßen ausgewogen macht, entsteht vielleicht ein partygeiler Faulpelz, ein mißmutiger Putzteufel oder ein sensibler Einzelgänger - und das hat direkte Auswirkungen auf das Verhalten des Sim im späteren Leben.

Nun läßt man den Sim am besten in ein vorgegebenes Haus einziehen, denn zu Anfang steht nur ein vergleichsweise bescheidenes Budget zur Verfügung. Damit schafft man sich verschiedene Einrichtungsgegenstände an, die der Sim zum Leben oder auch nur für das Wohlbefinden benötigt. Dafür stehen ganz normale alltägliche Dinge wie Lampen, Möbel, Elektrogeräte usw. zur Verfügung, ebenso aber auch abgedrehte Sachen wie eine Wunderlampe (die sogar Wünsche erfüllt), ein vibrierendes Wasserbett, ein Haushaltsroboter...

Um an mehr Geld zu kommen, damit weiteres Zubehör gekauft, der Garten gestaltet und das Haus erweitert werden kann, braucht der Sim natürlich einen Job. Den findet er in der Zeitung, die automatisch gebracht wird, oder im Internet - wenn man zuvor einen Computer angeschafft hat. Sobald der Sim das Haus zur Arbeit verläßt, verstreicht die Arbeitszeit in einem beschleunigten Modus und man kann den Sim erst wieder steuern, wenn er nach Hause zurückkehrt (das müßte im richtigen Leben auch mal so sein!). Um in der beruflichen Karriere weiterzukommen, muß man verschiedene Fähigkeiten des Sim entwickeln - dazu benötigt man wiederum Gegenstände wie etwa ein Bücherregal für das Selbststudium - und man muß soziale Kontakte pflegen (für das "Vitamin B").

Dann gibt es natürlich noch das Liebesleben - und bei den Sims ist es gar nicht mal so einfach, den Partner fürs Leben zu finden, denn nicht jeder kommt mit jedem zurecht und manche Frau stellt sich mitunter ganz schön zickig an! Führt das romantische Werben jedoch zum Erfolg, dann stellt sich evtl. bald sogar Nachwuchs ein, um den man sich kümmern muß...

Man steuert die Sims nicht direkt, sondern befiehlt ihnen entweder, was sie als nächstes tun sollen, oder man überläßt es ihnen selbst. Das Verhalten der Sims wird nämlich außer von den Charaktereigenschaften hauptsächlich von bestimmten Grundbedürfnissen gesteuert, die stets auf einem befriedigenden Level gehalten werden müssen: Hunger, Hygiene, Energie, Spaß, Harndrang, soziales Leben usw. - nur wer dafür sorgt, daß seine Sims sich immer wohl fühlen, ihnen hierzu stets neue und teurere Dinge kauft, die Wohnung verschönert und einen netten Garten - vielleicht mit Pool - anlegt, dem danken die kleinen Kerle es mit einer steilen Karriere und einem erfüllten Familienleben. Vernachlässigt man dagegen einen Sim, dann verweigert er unter Umständen schlicht alle Befehle, bis z.B. sein "Spaßbedürfnis" befriedigt ist. Im Extremfall kann er sogar sterben! Dann kommt der Sensenmann höchstpersönlich vorbei!

Entweder man haßt dieses Spiel oder man liebt es - dazwischen gibt es nichts. Die Sims hat ein ganz enormes Suchtpotential, man kann einfach nicht aufhören, immer weiter an den Häusern der Sims herumzufeilen, neue Gimmicks anzuschaffen und einfach mal zuzusehen, was die Leutchen alles damit anstellen. Die verhalten sich nämlich alles andere als stereotyp oder vorhersehbar - es kann praktisch alles passieren. Es wäre unmöglich, hier alle Möglichkeiten des Spiels aufzuführen. Ich sage nur: Die Sims ist so real wie das wirkliche Leben. Und da das Spiel kein "Ziel" im eigentlichen Sinne hat, ist es praktisch nie zuende...

Grafisch darf man bei einer solch komplexen Welt (die sich natürlich immer auf das Grundstück der jeweiligen Familie beschränkt, die man gerade steuert) nicht allzuviel erwarten. Die Sims hat eher einen leicht comicartigen Stil, aber alles ist mit Liebe zum Detail gemacht und man entdeckt immer wieder etwas neues. Die dudelnde Begleitmusik stellt man lieber gleich ab. Man kann dem Sim ja ein Radio kaufen, und wenn ein solches vorhanden ist, kann man damit eigene Musikfiles (MP3 oder z.B. von CD gerippt und in das Spielverzeichnis gelegt) abspielen!

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