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Resident Evil 4

System:
Nintendo Gamecube

Genre:
Horror-Adventure

Note: 2
RESIDENT EVIL 4

Story:

6 Jahre sind seit der nuklearen Vernichtung von Raccoon City vergangen. Die Aktienkurse der Umbrella Corporation waren ins Bodenlose gestürzt, als die Wahrheit über den Ausbruch des T-Virus und die grausigen Experimente der Biowaffenfirma an die Öffentlichkeit gelangt war – Umbrella war danach zerschlagen worden. Leon S. Kennedy, einer der wenigen Überlebenden des T-Virus-Zwischenfalls, arbeitet jetzt für die US-Regierung. Als Ashley Graham, die Tochter des Präsidenten, von Unbekannten nach Spanien entführt wird, wird Leon zu ihrer Befreiung ausgeschickt. Als er mit seinen Nachforschungen in einem kleinen, abgelegenen Bauerndorf beginnt, stellt Leon schnell fest, dass dies keine gewöhnliche Rettungsmission ist, denn die Dorfbewohner sind von unheimlichen Parasiten, den "Las Plagas", in mordgierige Bestien verwandelt worden, die allmählich zu mutieren beginnen. Leon wird in einen Kampf gegen die Sekte "Los Illuminados" verwickelt, die Ashley gefangen hält und vom mysteriösen Lord Saddler angeführt wird. Leon selbst wird von einem Parasiten befallen, erhält aber Hilfe von unerwarteter Seite: Luis Sera, ein abtrünniger Forscher der Los Illuminados, verschafft Leon ein Gegenmittel, mit dem die Infektion verlangsamt werden kann. Auch die totgeglaubte Ada Wong ist in Lord Saddlers Reich unterwegs. Die schöne Agentin hat allerdings ihre eigenen, undurchsichtigen Pläne…

Diese Geschichte erlebt ihr durch zahlreiche Zwischensequenzen in Spielgrafik (englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln) und durch diverse Textdokumente mit. Die Story / das Spiel ist in Kapitel eingeteilt, bleibt bis zum Schluss spannend und bietet immer wieder überraschende Wendungen. Ihr schlüpft in die Rolle von Leon Kennedy und müsst euch, nachdem ihr zwischen zwei Schwierigkeitsgraden gewählt habt, in diversen Arealen (Dorf, Schloss, Höhlensysteme, eine Insel mit Söldnerlager und unterirdischen Labors) zumeist nur vom Eintrittspunkt bis zum Ausgang in den nächsten Bereich vorarbeiten. Ihr braucht des Öfteren Schlüssel oder andere Objekte zum Öffnen von Türen, die ihr erst einmal finden oder euch erkämpfen müsst. Damit das nicht zu langweilig wird, greifen euch fast permanent verschiedene Gegner an, die ihr mit eurem Waffenarsenal abwehrt. Besiegte Gegner lassen Munition, Heilmittel oder eben Schlüssel liegen, die ihr aufsammeln und verwenden könnt. Soweit die Übereinstimmungen mit den früheren Spielen der Resident Evil – Reihe. Wenn ihr einen der früheren Titel gespielt habt, dürfte euch bis jetzt alles bekannt vorgekommen sein und ihr werdet auch in Resident Evil 4 (RE4) immer wieder auf altbekannte Elemente treffen. RE4 ist aber in vielerlei Hinsicht doch ganz anders.

Grafik und Sound

Das fängt schon mit der Grafik an. Vorbei sind die Zeiten der unbeweglichen, vorgerenderten 2D-Hintergründe und der starren Kameraperspektiven. In RE4 wird alles komplett in 3D dargestellt und in Echtzeit berechnet, man kann sich frei in den Arealen bewegen. Die Kamera befindet sich immer rechts hinter Leons Schulter, man sieht Leon meist nur von der Hüfte an aufwärts. Der Kamerawinkel kann leicht in alle Richtungen geneigt werden, auch wenn Leon sich bewegt. Zückt man eine Waffe, bleibt Leon stehen (gehen und feuern ist leider nicht möglich). Dann zoomt die Kamera näher an Leon heran, sie kann dann frei gedreht werden, d.h. man kann in alle Richtungen zielen.

Trotz der Echtzeit-Berechnung sieht alles einfach nur phänomenal aus. Zu Anfang war ich zwar etwas enttäuscht, weil das Dorf doch sehr eintönig wirkt. Braun- und Grautöne herrschen dort vor, es gibt nur wenige Details und unspektakuläre Texturen. Das ändert sich aber später, wenn man erst einmal ins Schloss gelangt. Dort sieht man spiegelnde Bodenplatten, prächtige Gobelins und Teppiche, riesige Vorhänge, die im Wind wehen und so weiter. Nur wenn man in großen Räumen bzw. langen Gängen steht, verschwimmen die Texturen in der Ferne ein wenig, Kanten beginnen manchmal zu flimmern. Die Sichtweite in Außenlevels ist enorm. Auch die Charaktere sehen einfach nur toll aus, alle (auch die Gegner) haben individuelle Gesichter und eine vergleichsweise ausdrucksstarke Mimik.

Wasseroberflächen bewegen sich, wenn Leon hindurchläuft, und färben sich rot, wenn untergegangene Gegner verbluten… Patronenhülsen springen aus der Waffe… Regentropfen prallen von Oberflächen ab… Überall bewegt sich etwas, z.B. Laub, Vögel, Fledermäuse und so weiter. Sehr schöne Licht-, Feuer- und Explosionseffekte runden das Ganze ab. Es gibt ein bestimmtes Areal, in dem man kaum glauben kann, was man sieht: Lavaströme, gigantische Lohen aus Feuer, Funken und Rauch in der vor Hitze wabernden Luft – einfach genial! In diesem Zusammenhang muss man erwähnen, dass es einige derbe Splatter-Effekte in diesem Spiel gibt, vor allem bei zerplatzenden Köpfen. Da sieht man tatsächlich, wie die Fetzen fliegen und wie eine Blutfontäne aus dem Hals schießt. Sehr eindrucksvoll…

Das gilt auch für die Geräuschkulisse. Neben dem wie immer sehr stimmungsvollen Soundtrack, der sich den jeweiligen Szenen dynamisch anpasst und die Spannung noch weiter anheizt, hört man oft das Stöhnen und Murmeln der Ganados, manchmal erklingen undefinierbare Laute und auch an Umgebungsgeräuschen wurde nicht gespart. Erblicken die Gegner euch, fangen sie an zu rufen und euch zu beschimpfen. All das sorgt für sehr nette Grusel- und Schockmomente. Manchmal habe ich mich ein wenig an die verstörende Atmosphäre des Zerfalls und der Verwesung erinnert gefühlt, die man aus den Silent Hill – Spielen kennt.

Kämpfe

RE4 enthält nur sehr wenige Rätsel. Hier und da mal ein kleines Puzzle oder Kisten, die verschoben werden müssen, das ist alles. Der Schwerpunkt liegt auf pausenloser Action, manchmal hat man fast das Gefühl, in einen Egoshooter geraten zu sein. Dazu trägt der Umstand bei, dass jede eurer Waffen einen Laserpointer hat, mit dem ihr euer Ziel genau anvisieren könnt. Sehr hilfreich: Seid ihr genau im Ziel, erscheint ein roter Punkt am Ende des Laserstrahls. Seht ihr keinen Punkt, braucht ihr gar nicht erst zu feuern. Die Gegner haben jetzt verschiedene Trefferzonen. So könnt ihr ihnen gezielt die Waffen aus der Hand schießen, was sehr lustig ist, wenn die Burschen Dynamitstangen mit sich herumschleppen – die lassen sie dann nämlich fallen und sprengen sich selbst in die Luft. Trefft ihr die Beine, stolpern die Gegner oder gehen in die Knie. Dann könnt ihr ihnen noch schnell einen saftigen Tritt versetzen oder mit eurem Messer auf sie einstechen, welches übrigens keinen Platz im Inventar wegnimmt und zu dem ihr sofort via Schultertaste wechseln könnt, selbst wenn ihr eine andere Waffe tragt.

Zwischengegnerkämpfe oder Bossfight-ähnliche Situationen erlebt ihr in RE4 recht oft. Spezielle Strategien sind hierbei meist möglich, aber nicht unbedingt erforderlich – wenn man genug Munition hat. Überhaupt werdet ihr in RE4 sehr viel mehr Munition verbrauchen als in jedem anderen Spiel der Serie bis jetzt. Ihr solltet ein wenig damit haushalten und immer schön auf die Köpfe zielen. Solltet ihr aber gedacht haben, ein explodierter Kopf sei ein deutliches Zeichen für das Ableben eines Gegners, dann habt ihr euch geirrt. Manchmal mutiert nämlich noch schnell der Parasit im Körper des so Getroffenen und bricht aus dem Hals hervor. Das sieht nicht nur ziemlich schräg aus – diese Viecher haben auch enorme Nehmerqualitäten. Bestes Mittel gegen diese Mutierten sind Blendgranaten!

Wird Leon von einem Gegner gepackt, kann er ihn abschütteln. Man muss nur ein wenig mit dem linken Analogstick herumrühren, dann übersteht man eine solche Situation ohne größere Blessuren. Besiegte Gegner lassen oft Munition, Heilkräuter und Geld fallen.

Die Gegner

Ihr habt es in RE4 zwar nicht mit Zombies zu tun, sondern mit Menschen, die von Parasiten befallen sind. Der Unterschied ist aber eigentlich gleich null, denn auch die Befallenen (Die "Ganados") sehen nicht wirklich quicklebendig aus. Sie sprechen zwar durchaus artikuliert (in Spanisch!), geben oft aber Geräusche von sich, die denen der Zombies ähneln. Und sie stecken genauso viel Treffer ein wie ihre untoten Kollegen. Allerdings sind sie um einiges schneller und benehmen sich deutlich intelligenter. Sie ducken sich, umkreisen euch oder versuchen euren Schüssen durch Seitwärtsbewegungen auszuweichen. Vor allem aber treten sie meist nicht einzeln oder zu zweit auf, wie man das von früheren Resident Evil – Titeln kennt, sondern in kleinen Gruppen, die aber kaum koordiniert vorgehen. Und: Sie benutzen Waffen! Manchmal hat man es mit 10 Gegnern gleichzeitig oder mehr zu tun, und kaum hat man die besiegt, strömt von irgendwoher die nächste Horde heran. Das ist auch schon gleich der erste Kritikpunkt, denn in solchen Situationen hat man bald genug; ein etwas reduziertes Schlachtengetümmel wäre ausreichend gewesen.

Es gibt eine ganze Menge sehr unterschiedlicher Gegner. Die meisten sind zwar mehr oder weniger menschlich, aber sie verwenden unterschiedliche Schuss- und Hiebwaffen, teilweise sogar Dynamit, Kettensägen und Schilde. Insgesamt dürfte es mindestens 20 unterschiedliche humanoide Gegnertypen geben, hinzu kommen Kreaturen, die kaum noch etwas Menschliches an sich haben, etwa riesige Trolle, an Aliens erinnernde Rieseninsekten, oder eigenartige Wesen, die sich selbst nach dem Verlust ganzer Körperteile wieder regenerieren können (was übrigens sehr cool aussieht). Die Animationen aller Gegner sind sehr gut gelungen, auch hier machen sich die verschiedenen Trefferzonen deutlich bemerkbar. Trefft ihr z.B. einen Gegner mit einer starken Waffe, dann torkelt er zurück wie ein echter Mensch. Die nichtmenschlichen Kreaturen sehen geradezu spektakulär aus, nicht nur was die Größe angeht, sondern auch in Bezug auf ihre "realistischen" Bewegungen.

Leveldesign

Eigentlich ist das Leveldesign in RE4 sehr linear. Das heißt: Man betritt ein neues Areal bei Punkt A und verlässt es bei Punkt B wieder – es ist nur selten nötig, einzelne Bereiche mehrmals zu durchqueren und man kehrt auch i.d.R. nicht zu Levels zurück, die man einmal abgeschlossen hat. Das fällt aber kaum auf, denn Außenbereiche können ziemlich weitläufig sein, Innenlevels haben meist viele Nebenräume. Land- und Gebäudekarten muss man nicht erst suchen, man hat für jeden Bereich immer die passende Karte zur Hand. Darauf sind neben dem jeweils zu erreichenden Ziel auch die Standorte von Speicherpunkten, Händlern, Subquests usw. eingezeichnet. Verschlossene Türen sind auf der Karte von Anfang an erkennbar (d.h. man muss eine Tür nicht erst untersucht haben, damit sie in der Karte als verschlossen eingezeichnet wird), Türen, zu denen man den Schlüssel gefunden hat, werden besonders eingefärbt. Das macht die Orientierung sehr viel einfacher.

Was schon zur Gegnervielfalt gesagt wurde, gilt auch für die verschiedenen Areale. Sie sind sehr abwechslungsreich gestaltet und lassen die Erkundung nie langweilig werden. An strategisch wichtigen Stellen sind Speicherpunkte verteilt – die berühmten Schreibmaschinen. Aber keine Angst: Hier könnt ihr beliebig oft sichern, Farbbänder braucht ihr dafür nicht. Überall stehen Kisten, Fässer, Schränke und Vasen herum, in denen ihr nützliche Gegenstände, Geld und Munition finden könnt. Besser versteckt sind da schon wertvolle Schätze (Edelsteine, Objekte aus Gold usw.), die man teilweise untereinander kombinieren kann, was ihren Wert noch weiter erhöht. Die Fundorte dieser Schätze findet man auf speziellen Schatzkarten, die erst erworben werden müssen.

Händler / Waffen / Inventar

Eine weitere Neuerung sind die Händler, denen ihr immer wieder einmal begegnet. Man kann sich zwar fragen, wo die eigentlich herkommen, d.h. warum sie sich ungestört selbst mitten im Schloss der Illuminados aufhalten dürfen, aber sie sind sehr nützlich. Bei ihnen kann man nämlich die o.g. Schätze verkaufen. Mit dem verdienten Geld kann man neue Waffen erwerben – nur eine Standard-Grundausstattung an Kriegsgerät gibt es gratis zu finden – und vorhandene Waffen upgraden. Es ist auch dringend nötig, zumindest die Feuerkraft der Waffen zu erhöhen. Das ist zwar teuer, der Effekt, den eine maximal aufgelevelte Striker-Schrotflinte auf ein Grüppchen normaler Gegner hat, ist dann aber auch wirklich durchschlagend! Kleiner Trick: Ist eure Waffe leer und kauft ihr beim Händler eine erhöhte Ladekapazität, dann erhaltet ihr eine volle Ladung Munition gratis dazu. Kauft euch unbedingt auch ein Scharfschützengewehr. Es gibt einen bestimmten Gegnertyp, den man ohne eine solche Waffe kaum besiegen kann. Außerdem ist es sehr angenehm, wenn man einige Gegner schon mal aus der Ferne wegsnipen kann… Munition gibt es beim Händler übrigens nicht!

Die aus früheren Resident Evil – Spielen bekannten Ausrüstungskisten sind in RE4 passé. Aber keine Angst: Euer Inventar, dessen Umfang ihr beim Händler in 3 Stufen ausbauen könnt, ist groß genug. Ich hatte jedenfalls keine Probleme, 5 Schusswaffen, mehrere Granaten und Heilkräuter sowie massenhaft Munition gleichzeitig mit mir herumzuschleppen. Schlüssel und Schätze nehmen im Inventar zum Glück keinen Platz weg. Man kann Gegenstände zwar auch ablegen, aber die sind dann verschwunden, d.h. man kann sie nicht später wieder aufsammeln. Neu bei den Heilkräutern ist das gelbe Kraut. Damit erhöht ihr Leons maximalen Gesundheits-Wert. Dieser sowie die Munitionsanzeige sind übrigens immer im Spielbildschirm sichtbar.

Steuerung / Sonstiges

Zur Steuerung habe ich das meiste schon geschrieben. Sehr nützlich ist der Umstand, dass immer dann, wenn es etwas zu untersuchen und zu finden gibt, ein Button-Symbol aufleuchtet. Das teilweise sinnlose "abklicken" ganzer (leerer) Räume ist also nicht mehr nötig.

Hat Leon erstmal die hübsche Ashley befreit, dann hat man das Gör im Schlepptau und muss auf sie aufpassen. Man kann ihr zwar befehlen, zurückzubleiben oder sich zu verstecken, aber man sollte sie nicht zu lange aus den Augen lassen. Wird sie nämlich getötet oder entführt, ist das Spiel zu Ende! Außerdem muss man aufpassen, dass man sie nicht versehentlich selbst erschießt… Leons Infektion hat übrigens keine Auswirkungen auf das Spiel – das ist nur Bestandteil der Story.

Erwähnenswert sind auf jeden Fall auch noch die oft unerwartet eintretenden "Quick-Time-Events" (QTE), die schon im alten Dreamcast-Spiel Shenmue eingesetzt worden waren. Das sind meist Zwischensequenzen, die man durch rechtzeitiges Betätigen bestimmter Tasten bedingt steuern kann. Typisches Beispiel: Ein Felsbrocken rollt auf euch zu. Jetzt müsst ihr möglichst schnell auf einen Button hämmern, damit Leon wegrennt. Dann müsst ihr die Schultertasten drücken, damit er sich zur Seite wirft. Die zu betätigenden Tasten werden auf dem Bildschirm angezeigt – schafft ihr es nicht rechtzeitig, heißt es meist "Sie sind tot"… Es gibt auch einen Bossfight, der komplett via QTE abläuft. Auch während des laufenden Spiels kann es vorkommen, dass ihr bestimmte Tasten drücken müsst, um tödlichen Attacken eines Gegners auszuweichen. Dieses Feature nervt manchmal enorm, weil man solche Situationen nur durch Versuch und Irrtum meistern kann.

Trotzdem bleibt das Spiel fair, weil es außer den Speicherpunkten auch Re-Entry-Punkte gibt. Im o.g. Beispiel mit dem Felsbrocken heißt das: Ihr müsst nicht an der Stelle wieder anfangen, wo ihr zuletzt an einer Schreibmaschine gestanden habt, sondern dürft am nicht so lange zurückliegenden Beginn der QTE-Szene noch mal beginnen.

Die Ladezeiten sind sehr kurz und es wird nicht beim Durchschreiten jeder Tür geladen, sondern nur dann, wenn ein größeres Areal verlassen wird. Minigames wie das Schießen auf Pappkameraden wurden ins Spiel eingebaut, in der US-Version gibt es nach dem erstmaligen Durchspielen zusätzliche Bonus-Games. Diese sind in der deutschen Version nicht enthalten, man kann lediglich das normale Spiel noch mal beginnen – dann aber mit dem kompletten Inventar, mit dem man den ersten Durchgang abgeschlossen hat!

Fazit

Außer den wenigen Stellen, an denen man seine Ruhe hat (Händler, Schreibmaschinen), ist man in RE4 ständig unter Druck, die Spannung reißt nie ab. Der Schwierigkeitsgrad, repräsentiert durch die Anzahl und Stärke der Gegner, steigt stetig an, aber Speichermöglichkeiten und Re-Entry-Punkte sind fair verteilt. Die Motivation, nur noch nachzuschauen, was hinter der nächsten Tür ist, ist trotz des nicht zu verachtenden Frustpotentials sehr hoch – man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht. Der Umfang des Spiels kann sich sehen lassen, bei mir lag die (gespeicherte) Zeit bei ca. 21 Stunden. RE4 ist ein wunderschön aussehender Action-Titel mit geringen Rätsel-Elementen, der von mir nur deshalb nicht die Bestnote erhält, weil ich keine Bosskämpfe mag und weil ich die nervenden Versuch-und-Irrtum-QTEs einfach nur lästig finde. Auch die Gegnerhorden, die immer wieder aus dem Nichts oder aus Gebieten auftauchen, wo vorher niemand war, hätten nicht sein müssen. Ansonsten bietet RE4 viele gute Neuerungen und vor allem eine Menge Spielspaß – von der genialen Optik gar nicht zu reden.

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