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No Man's Sky

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No Man's Sky - Raumkapitän Kringels Logbuch. Teil 4: Der Weg des Atlas

In den vergangenen Wochen habe ich mehrere Sonnensysteme besucht, bin auf unzähligen Planeten gelandet und habe meine Ausrüstung erheblich verbessert. Mein Anzuginventar ist inzwischen so groß, dass ich problemlos verschiedene Rohstoffe horten kann, um Upgrades herstellen zu können, sobald ich die dazu benötigten Baupläne finde. Die zum Vergrößern des Inventars benötigten Units habe ich innerhalb kürzester Zeit durch Asteroiden-Bergbau verdient. Somit enthält mein Exo-Anzug jetzt verschiedene leistungsfähige Vorrichtungen zum Schutz vor Radioaktivität, Gift und so weiter, außerdem ist mein Raumschiff viel besser bewaffnet als früher. Ein mit Kampfverstärker und Überhitzungsschutz aufgewerteter Phasenstrahler macht den Kampf gegen Piraten, die mich nach einer bestimmten Zeitspanne unweigerlich attackieren, wenn sich wertvolle Materialien in meinem Schiffsinventar befinden, zum Kinderspiel, denn die Waffe hat eine automatische Zielaufschaltung. Mit der ohnehin zu schwachen Standardwaffe muss man immer auf einen Vorhaltepunkt zielen, so dass die meisten Schüsse danebengehen.

Jetzt greife ich zum Spaß manchmal sogar ein, wenn ich gar nicht selbst angegriffen werde. Ab und zu springen nämlich große Frachter in die Systeme, in denen ich mich gerade bewege. Sie befördern die verschiedensten Güter und werden regelmäßig von Piraten überfallen. Ich könnte natürlich dasselbe tun, könnte also ebenfalls Pirat spielen, aber ich betätige mich lieber als Retter in der Not. Dadurch steigt mein Ansehen bei dem Volk, zu dessen Einflussbereich das Sonnensystem gehört.



No Man's Sky

(Bild 16: Die Silhouetten dreier noch weit entfernter riesiger Frachtschiffe mit seitlich angedockten Containern)


Auf Planeten lande ich nur noch, um nach Monolithen, abgestürzten Raumschiffen und Operationszentralen zu suchen. Erstere bieten Belohnungen sowie interessante Informationen über die in dieser Galaxie lebenden Intelligenzwesen (es gibt nur drei große Völker, soweit ich bis jetzt weiß). Bei Schiffswracks sind oft Baupläne für Technik-Upgrades zu finden und in den Basen kann man Außerirdischen begegnen, von denen ebenfalls Belohnungen zu erwarten sind. Ich mache mir gar nicht mehr die Mühe, neue Tiere und Pflanzen zu klassifizieren. Zum Geldverdienen ist das nicht nötig, außerdem hat sich gezeigt, dass der Variantenreichtum kleiner ist als gedacht. Nach –zig Planetenbesuchen habe ich das Gefühl, alles schon mehrmals gesehen zu haben. Da macht es keinen Spaß, auf Entdeckungsreise zu gehen. Übrigens habe ich bei all meinen Reisen festgestellt, dass das All nirgendwo schwarz ist, wie ich es erwartet hätte, sondern meistens dunkelrot, dunkelgrün oder dunkelblau. Komisch ...

Immerhin bin ich irgendwann auch Vertretern des dritten Volkes neben Korvax und Vy'keen begegnet. Diese kleinen Kerlchen nennen sich Gek. Sie halten sich offenbar für die Krone der Schöpfung und für die rechtmäßigen Beherrscher des Universums. Den Monolithen zufolge muss es in ferner Vergangenheit einen schlimmen Konflikt zwischen den Gek und den Korvax gegeben haben. Heutzutage betätigen sie sich hauptsächlich als Händler.



No Man's Sky

(Bild 17: Ein Gek. Die Kopfform variiert von Individuum zu Individuum stark)


Nach wenigen Warpsprüngen erhalte ich eine neue Aufgabe. In der Nachrichtenbox ist vom Atlas die Rede. Ich soll einen bestimmten Monolithen finden. Er befindet sich auf einem anderen Planeten. Sobald ich mit dem Monolithen interagiere, werde ich aufgefordert, mich zurück ins All zu begeben und die Galaxienkarte zu öffnen. Auf der Karte ist jetzt ein neuer Wegpunkt abseits der ins Zentrum der Galaxie führenden Route zu sehen und in der Infobox zu dem entsprechenden Sonnensystem ist zu lesen, dass sich dort eine Atlas-Station befindet. Richtigerweise nehme ich an, dass ich in dieser Station den ersehnten und zum Öffnen verschlossener Türen / Behälter benötigten Atlas-Pass erhalten kann. Daher suche ich die Station sofort auf.

Der Einflug ins gewaltige Innere der riesigen Raumstation ist ein beeindruckendes Erlebnis. Der folgende Screenshot lässt die Größenverhältnisse leider nicht erkennen. Das kugelförmige Objekt in der Bildschirmmitte hat die mehrfache Größe meines Raumschiffes!



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(Bild 18: Im Inneren der Atlas-Station)


In der Station kann ich nicht mehr tun, als mit einer großen Konsole zu interagieren. Daraufhin erhalte ich den Bauplan für den Atlas-Pass. Zum Bau brauche ich nur 25 Einheiten Eisen und 10 Einheiten Heridium, die ich zufällig sogar im Gepäck habe. Jetzt stehen mir wirklich alle Türen offen! Ich erhalte prompt eine neue Nachricht, die mich darauf hinweist, dass das mein Schicksal im "Jenseits" liegt. Mit anderen Worten: Ich soll ein Black Hole durchfliegen, dessen Position mir jetzt auf der Galaxienkarte angezeigt wird. Derartige Objekte haben in No Man's Sky die Funktion von Wurmlöchern, das heißt, man kann sie durchqueren und findet sich dann an einem völlig anderen Ort wieder. Voller gespannter Erwartung durchquere ich das Wurmloch, nur um enttäuscht festzustellen, dass ich lediglich ein paar Sonnensysteme übersprungen habe. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben! Dadurch erhält mein Enthusiasmus einen deutlichen Dämpfer. Kurz danach kommt es sogar noch schlimmer.

Ich lande mal wieder auf einem Planeten, und zwar auf der dafür vorgesehenen Plattform einer Operationszentrale. Kaum bin ich ausgestiegen, stelle ich fest, dass mein Raumschiff bis über die Tragflächen in der Plattform steckt!



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(Bild 19: Stuck in the Middle ...)


Ich steige wieder ein und versuche zu starten – geht nicht. Das Schiff hängt fest. Und jetzt kann ich auch nicht mehr aussteigen! Da hilft nur noch das Laden eines Spielstandes oder vielmehr des Spielstandes. Es gibt ja nur einen, der immer überschrieben wird, und zwar auch beim Verlassen des Schiffes. Gott sei Dank nicht beim Einsteigen, sonst wäre No Man's Sky jetzt für mich beendet. Was tun? Bin ich für immer auf dem Planeten gefangen? Ganz so tragisch ist die Situation nicht, denn in der Basis steht eines jener Ortungsgeräte, mit denen ich andere Einrichtungen dieser Art sowie die Absturzstellen von Raumschiffen aufspüren kann. Schiffswracks sind auf jedem Planeten zu finden und im schlimmsten Fall hätte ich mir halt die Zeit nehmen müssen, ein solches zu reparieren. Ich kann das Problem jedoch durch einen Trick lösen. Ich muss nur zu Fuß zu einer anderen Basis gehen ("nur" ist gut! Ich war eine halbe Stunde ohne Speichermöglichkeit unterwegs!), in der sich zum Glück eine Konsole befindet, mit der man das eigene Schiff herbeirufen kann. Ihr könnt euch vielleicht meine Erleichterung bei der jetzt fehlerfreien Landung meines Schiffchens vorstellen. In diesem Zusammenhang sollte ich erwähnen, dass das Spiel bei mir bis jetzt dreimal abgestürzt ist. Das ist immer beim Start von einem Planeten geschehen, in keinem Fall war der Absturz reproduzierbar.

Nach alldem frage ich mich, ob ich überhaupt noch weitermachen möchte, zumal mir das ohnehin nicht besonders abwechslungsreiche Gameplay schon lange nichts Neues mehr bietet. Klar, ich wüsste schon gern, was im Zentrum der Galaxie auf mich wartet. Außerdem ist die Nachricht, dass mein Schicksal im Jenseits wartet, erneut erschienen. Es gibt also weitere Black Holes, die ich durchfliegen könnte. Das reicht zur Langzeitmotivation jedoch nicht aus. Deshalb stecke ich mir selbst ein Ziel: Ich will das Maximum der Reisemeilensteine erreichen. Die Meilensteine sind mit den PS4-Trophäen identisch und werden erreicht, wenn man eine bestimmte Anzahl von Wörtern der Alien-Sprachen lernt, eine bestimmte Summe von Units scheffelt etc.



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(Bild 20: Meine Reisemeilensteine)


Mal sehen, ob ich das wirklich durchhalte. Insbesondere die "Sterngucker"-Meilensteine haben es in sich. Wenn ich hier das Maximum von 10 erreichen will, muss ich wohl doch bis ins Zentrum der Galaxie fliegen! Das Erreichen von Meilensteinen ist übrigens nicht nur was für Sammelwütige, sondern hat durchaus einen Nutzen im Spiel. Es gibt nämlich nicht nur die eine oben erwähnte Atlas-Station. In Sonnensystemen, die auf der Galaxienkarte rot markiert sind und die ich zu Beginn des Spiels noch nicht anfliegen konnte, befinden sich ebenfalls solche Stationen. Eine Interaktion ist nur möglich, wenn man ein bestimmtes Level bei den Meilensteinen erreicht hat. Zur Belohnung erhält man unter anderem hochwertige Technik-Upgrades.

Ob ich alle Meilensteine sowie das Zentrum der Galaxie erreicht habe und ob sich nach dem Durchflug anderer Black Holes irgendwas getan hat, erfahrt ihr im nächsten Tagebucheintrag!

J. Kreis, 25.09.2016


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