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Namco Museum

System:
Sony Playstation 2

Genre:
Arcade

Note: 0
NAMCO MUSEUM: 50th ANNIVERSARY

Dies ist eine Sammlung von Arcade-Videospielen des japanischen Entwicklerstudios Namco aus der "goldenen Ära" dieses Genres. Genau wie Taito Legends ist die Sammlung eigentlich nur für Leute meiner Generation interessant, die damals (Ende der Siebziger und Anfang/Mitte der Achtziger) viel zuviel Zeit in Spielhallen und verräucherten Kneipen oder ähnlichen Etablissements verbracht haben, um eine Mark nach der anderen in Videospiel-Automaten zu versenken. Der Traum, einen dieser Automaten zu besitzen, blieb leider unerfüllt. Aber jetzt gibt es ja diese schönen Sammlungen, so dass man die alten Schätzchen jederzeit zu Hause zocken kann.

Enthalten sind folgende Original-Spiele:

Bosconian, Dig Dug, Dragon Spirit, Galaga, Galaga 88, Galaxian, Mappy, Pac-Man, Ms. Pac-Man, Pac-Mania, Pole Position, Pole Position II, Rally X, Rolling Thunder, Sky Kid, Xevious

Von diesen 16 Games kenne ich gerade mal vier - ich habe sie in der Aufzählung fett markiert. Ich gehe jetzt nicht auf alle ein, denn ich habe mir nicht alle angeschaut. Im Grunde habe ich die Sammlung nur wegen Galaga gekauft. Pac-Man ist natürlich auch ein absoluter Klassiker, aber dieses Spiel hat mich nie besonders interessiert.

Galaga

In diesem Shooter aus dem Jahre 1981 steuert man ein Raumschiff am unteren Bildschirmrand, das sich lediglich horizontal bewegen kann. Von oben erscheinen immer wieder Schwärme von jeweils acht insektenartigen Gegnern, die abgeschossen werden müssen. Sie fliegen in Formation an (dabei können sie schon beschossen werden) und fügen sich zu einer großen Gruppe zusammen, von der sich immer wieder einzelne oder mehrere Gegner lösen. Die meisten Gegner, von denen es verschiedene Typen gibt, feuern nicht nur Schüsse ab, sondern versuchen auch, das Schiff des Spielers in einer Kamikazeaktion zu rammen. Die Gegner aus der obersten Reihe der Formation müssen zweimal getroffen werden, bevor sie explodieren. Nach dem ersten Treffer wechseln sie die Farbe.

Von anderen Shootern dieser Art unterscheidet sich Galaga durch zwei Besonderheiten: Die Gegner aus der obersten Reihe (sie heißen "Galaga") bleiben manchmal beim Kamikazeflug stehen und schicken einen Traktorstrahl nach unten. Damit können sie das Schiff des Spielers einfangen und entführen. Sie haben es danach immer im Schlepp. Verfügt der Spieler noch über Extra-Leben, kann er mit dem nächsten Schiff weiterspielen. Er kann dann versuchen, den Galaga abzuschießen und das entführte Schiff zu befreien. Wenn das gelingt, sinkt das Schiff nach unten und verbindet sich mit dem zweiten Schiff. Somit hat der Spieler ein Doppelschiff, das entsprechend besser schießen kann. Bei einem Treffer wird nur eine Hälfte des Doppelschiffes zerstört. Wenn alle Gegner vernichtet sind, beginnt die nächte Runde ("Stage"). Nach und nach werden die Gegner immer schneller und aggressiver.

Nach dem Abschluss mehrerer Stages beginnt ein Bonuslevel ("Challenging Stage"). Hier wird der Spieler nicht angegriffen. Die Gegner erscheinen lediglich im Formationsflug, drehen mehrere Runden (wobei sie sich in zwei Gruppen aufteilen) und verschwinden wieder. Man muss versuchen, so viele Gegner wie möglich abzuschießen, um Bonuspunkte zu erlangen. Mit einem Doppelschiff sind die Challenging Stages viel leichter zu absolvieren.

Sonstiges

Ein "Continue" gibt es bei keinem der Spiele - "Game over" bedeutet hier wirklich das Ende eines Spiels. Man kann keine virtuelle Münze nachwerfen, um weiterzumachen. Alle Spiele sind in einem Booklet beschrieben. Kurze Hinweise zur Steuerung sind auch ingame vorhanden. Größe und Position des Bildschirms können angepasst werden und man kann den Schwierigkeitsgrad einstellen. Highscores sind speicherbar. Das Spiel läuft auch auf der Playstation 3.

Das Spiel Pacmania muss erst freigeschaltet werden. Dazu ist eine bestimmte in Pac-Man oder Ms. Pac-Man zu erzielende Punktzahl erforderlich.

Bonusmaterial im eigentlichen Sinne ist nicht vorhanden. Man wählt die einzelnen Games aber in einer virtuellen Spielhalle mit Nachbildungen der Automaten aus. In dieser virtuellen Arcade läuft Musik aus den Achtzigerjahren.

Fazit

Wenn ihr Gamer der ersten Stunde seid, dann werdet ihr schon feuchte Augen kriegen, wenn die altbekannte Dudelmusik erklingt - solltet ihr aber nicht in dieser Zeit aufgewachsen sein, dann werdet ihr euch angesichts der spartanischen 2D-Pixelgrafik vermutlich entsetzt fragen, was an diesen Spielen denn so toll sein soll. Aus heutiger Sicht gar nichts, aber damals fanden wir diese simplen - aber keinesfalls einfachen - Games einfach unwiderstehlich. Wir hatten ja sonst nichts.

Und für den schnellen Spaß zwischendurch kann man auch heute durchaus nochmal das eine oder andere alte Game aus dieser Sammlung daddeln. Abgesehen davon ist sie einfach ein schönes Erinnerungsstück mit fast schon historischem Wert.

Eine Benotung ist unmöglich. Entweder man hat diese Spiele damals geliebt, dann wird das heute nicht anders sein. Oder man kennt sie nicht, dann wird man sie einfach nur furchtbar finden.

J. Kreis, 19.04.2010

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