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Fallout 4

System:
Sony
Playstation 4

Genre:
RPG

Fallout 4: Kringels Ödlandtagebuch (Seite 8)

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Kringels Ödlandtagebuch, vierte Woche: Die stählerne Bruderschaft

Es wird mal wieder Zeit, die Hauptstory fortzusetzen. Mit Nick Valentines Hilfe finde ich heraus, wer Noras Mörder und Shauns Entführer ist: Ein Söldner namens Kellogg. Während meines künstlichen Winterschlafs hat Kellogg mit einem Kind (vermutlich Shaun) in Diamond City gelebt, ist jetzt aber verschwunden. In dieser Situation kommt die Spürnase meines treuen Hundes Dogmeat zum Einsatz. Dogmeat muss nur einmal an Kelloggs persönlichen Gegenständen schnüffeln, dann kann er mich quer durchs Ödland bis zur Basis des Söldners in Fort Hagen führen. Kellogg ist erwartungsgemäß nicht besonders kooperativ und es kommt zum Kampf. Der Söldner ist ein harter Brocken, denn er trägt verschiedene Augmentierungen. Ich habe keine andere Wahl - ich muss den Mann töten, auch wenn mir klar ist, dass niemand außer ihm weiß, was aus Shaun geworden ist. Zum Glück steckt eines von Kelloggs Implantaten im Gehirn. Ich entnehme es, denn vielleicht lassen sich irgendwelche Daten auslesen.

Als ich Fort Hagen verlasse, traue ich fast meinen Augen nicht: Ein gewaltiges Luftschiff, begleitet von mehreren Vertibirds (bewaffnete Senkrechtstarter) zieht über den Nachthimmel hinweg und dockt schließlich am Flughafen an. Dies ist die Prydwen, ein Basisschiff der Stählernen Bruderschaft.



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(Bild 38: Das Luftschiff Prydwen)


Doch darum kümmere ich mich später. Jetzt gilt es zunächst einmal, Shauns Spur wieder aufzunehmen. Dabei kann mir Dogmeat nicht helfen; die einzigen Hinweise sind in Kelloggs Gedächtnis gespeichert. Ich kenne bereits jemanden, den ich deswegen ansprechen kann. In der Siedlung Goodneighbor gibt es ein Etablissement, das sich auf die Sichtbarmachung von Erinnerungen spezialisiert hat. Zu genau diesem Zweck lässt sich das Implantat verwenden, das ich Kelloggs Gehirn entnommen habe. Nick Valentine erklärt sich bereit, sich das Ding einsetzen zu lassen, so dass ich mich anschließend mit ihm verbinden und wichtige Stationen in Kelloggs Leben "sehen" kann. Ich bewege mich buchstäblich durch seine Gedanken! Danach kenne ich endlich die wahren Verantwortlichen. Kellogg ist im Auftrag des Instituts in Vault 111 eingedrungen. Sein Primärziel war Shaun. Nora musste sterben, weil sie das Baby nicht hergeben wollte. Nachdem Kellogg einige Jahre mit dem Kind in Diamond City verbracht hat, wurde es von einem Beauftragten des Insituts abgeholt. Nun, Noras Tod wurde gerächt, aber das Institut dürfte eine Nummer zu groß für mich sein.



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(Bild 39: Die Extraktion von Kelloggs Erinnerungen wird vorbereitet)


Jeder Feind des Instituts könnte ein potentieller Verbündeter sein. Und die Stählerne Bruderschaft hat sich die Vernichtung des Instituts zum Ziel gesetzt! Was liegt also näher, als mal bei diesen Jungs reinzuschnuppern? Also folge ich Paladin Danses Einladung und lasse mich von einem Vertibird zur Prydwen bringen. Dort werde ich vom Schiffskommandanten Lancer-Captain Kells begrüßt und stehe schon bald Arthur Maxson gegenüber, dem "Ältesten" (eigentlich ist er noch ziemlich jung) der Bruderschaft.



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(Bild 40: Arthur Maxson)


Hier wird ein Teil der Handlung von Fallout 3 fortgesetzt. In diesem Spiel hatte man es mit einem Ältesten namens Lyons zu tun. Der wurde offensichtlich von Maxson abgesetzt, weil er "zu weich" war. Unter Maxsons Führung hat die Bruderschaft die Macht im Ödland der Hauptstadt übernommen und ist jetzt stark genug, ihren Einfluss auf andere Gebiete auszudehnen, zum Beispiel auf das Commonwealth. Die Besatzungsmitglieder des Luftschiffes sind glühende Anhänger des neuen Ältesten. Maxson, so verkünden sie stolz, hat die Bruderschaft wieder auf Kurs gebracht - mit anderen Worten: Diese Typen sind noch üblere Faschisten als je zuvor! Es geht ihnen nicht mehr nur darum, die technischen Hinterlassenschaften der alten Welt für sich nutzbar zu machen. Vielmehr wollen sie das Commonwealth von sämtlichen nichtmenschlichen Kreaturen "reinigen", um das Überleben der Menschheit zu sichern. Zugegeben: Auf wilde Ghule und das ganze mutierte Getier im Ödland könnten die Siedler verzichten ...



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(Bild 41: RAD-Skorpion, Mirelurk, Todeskralle, Maulwurfsratten, wilde Ghule und Blutkäfer)


Aber "ethnische Säuberungen" gegen Supermutanten? Ausrottung der Synths? Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich an so etwas beteiligen will. Dennoch schließe ich mich der Bruderschaft an, denn zur Belohnung winkt eine T-60b-Powerrüstung und sobald ich eine bestimmte Aufgabe für Lance-Captain Kells erledigt habe, kann ich jederzeit einen Vertibird herbeirufen, der mich zu Kartenmarkierungen bringt und der mit einer Minigun bewaffnet ist, die ich nutzen kann, um Feinde ungefährdet aus der Luft wegzuputzen. Außerdem kann ich es mir später immer noch anders überlegen und gegen die Bruderschaft arbeiten. Im Verlauf der Story werde ich mich sowieso irgendwann entscheiden müssen, welche Fraktion ich endgültig unterstütze.

Übrigens: Auf vier der in Bild 41 zusammengestellten Screenshots sind Ladebildschirme abgebildet. Während der oft ziemlich langen Wartezeit beim Spielstart und bei der Schnellreise kann man dreh-, zoom- und verschiebbare 3D-Modelle der verschiedensten Kreaturen, Maschinen und Objekte aus dem Spiel bewundern, aber immer nur eines pro Ladepause. Dabei handelt es sich nicht um geschönte Modelle, sondern um Ingame-Grafik. Zusätzlich werden wechselnde Texte mit Beschreibungen, Tipps und dergleichen angezeigt.

Die verschiedenen Mitglieder der Bruderschaft haben viel Arbeit für mich. Diese Aufgaben kann ich mir immer wieder neu abholen, möglicherweise könnte ich das endlos fortsetzen. Schöner Nebeneffekt: Die Quests führen mich oft zu völlig neuen Gebieten und Gebäuden im Commonwealth. Zu Forschungszwecken soll ich Technische Dokumente suchen, Blutproben von erlegten Kreaturen und Vorkriegs-Artefakte beschaffen, ich soll die Farmer des Commonwealth dazu bringen, der Bruderschaft einen Teil ihrer Vorräte zu überlassen (witzig: einige dieser Farmen habe ich gerade erst auf die Minutemen eingeschworen - daran scheint sich auch nichts zu ändern), ich soll Bruderschafts-Gelehrte bei der Extraktion von Daten beschützen, Gebäude müssen von Feinden gesäubert werden und ich soll den Kindern ein Vorbild sein, sprich: Ich soll Minderjährige mitnehmen und ihnen zeigen, wie man am besten Monster tötet. Ganz schön zynisch!



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(Bild 42: Ein Knappe der Bruderschaft freut sich schon darauf, das von mir angerichtete Gemetzel mit anzusehen)


Irgendwie weckt das Outfit dieser Kids bei mir ungute Assoziationenů Die Knappen nerven ganz schön, denn sie stehen gern mal im Weg rum, und da sie unbewaffnet sind (so weit geht die Bruderschaft denn doch nicht) können sie keine Unterstützung leisten. Außerdem haben sie nur ganz wenige Sprachsamples drauf, die sie immer wieder von vorn abspulen.

Auch bei der Railroad gibt es solche sich ständig wiederholenden Quests. Natürlich sind bei allen Fraktionen auch Storyquests zu absolvieren, aber bei denen geht es irgendwann nicht weiter, sofern ich die Hauptstory nicht fortsetze. An diesem Punkt bin ich jetzt angelangt. Deshalb statte ich mich mit einem Strahlenschutzanzug und vielen Medikamenten gegen Radioaktivität aus, denn im Rahmen der Hauptstory muss ich die Gestade des Leuchtenden Meeres besuchen, und das macht seinem Namen alle Ehre! Mehr davon im nächsten Eintrag.

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J. Kreis, 04.02.2016





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