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Fallout 4

System:
Sony
Playstation 4

Genre:
RPG

Fallout 4: Kringels Ödlandtagebuch (Seite 4)

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Kringels Ödlandtagebuch, vierter Tag: Diamond City

Bevor ich nach Diamond City reise, um die Suche nach Shaun wieder aufzunehmen, kümmere ich mich um meine Ausrüstung. Ich habe schon einige Gewehre und Rüstungsteile gefunden, aber die sind mir nicht wirkungsvoll genug. Genau wie beim Siedlungsbau bin ich auch beim Aufwerten von Waffen und Kleidungsstücken überrascht vom unglaublichen Umfang des Craftingsystems. Es gibt unzählige Modifikationen, insbesondere für Waffen. Standardwaffen sind sozusagen nur der Rahmen; durch Mods können sie (auch optisch) fast vollständig verändert werden. So lässt sich ein typisches "Improgewehr" - die Ödländer benutzen oft improvisierte Waffen, die teils ziemlich krude zusammengestoppelt sind - in ein hochmodernes schallgedämpftes Scharfschützengewehr umwandeln, das völlig anders aussieht als die ursprüngliche Waffe. Man kann alle Mods jederzeit wieder entfernen, einlagern und durch andere ersetzen. Zudem kann man jeder Waffe einen individuellen Namen geben. Das alles geht aber nur an einer speziellen Werkbank



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(Bild 14: Ein Plasmagewehr wird modifiziert)


Für Kleidungsstücke, auch Powerrüstungen, gilt dasselbe. Man kann die Schadensresistenz (Strahlung, Energie, Gift, ballistisch) verbessern, zusätzliche Taschen zur Erweiterung des Inventars anbringen und vieles mehr. Bauanleitungen werden hierfür nicht benötigt, wohl aber Rohstoffe. Die Bandbreite ist enorm! An Basismaterialien wie Holz und Stahl herrscht niemals Mangel, manches ist aber selten. Man kann nicht mehr benötigte oder erbeutete Waffen und Rüstungen zerlegen, um verschiedene Utensilien zu erhalten. Klebstoff, den man für fast jede Mod benötigt, kann man sogar selbst an Kochstellen erzeugen, die ansonsten zur Zubereitung nicht verstrahlter Nahrung genutzt werden. Man nehme verschiedene Pflanzenteile und destilliertes Wasser, schon kann man Pflanzenstärke anrühren, aus der Kleber gewonnen wird.

Das reicht aber alles nicht. Woher also nehmen und nicht stehlen? Ganz einfach: In Fallout 4 lässt sich der gesamte in der Spielwelt verteilte Schrott verwerten! Das führt dazu, dass man buchstäblich alles mitnimmt, bis man lernt, was worin enthalten ist. Dass aus einer Aludose Aluminium gewonnen wird, ist klar. Dass eine goldene Taschenuhr außer Gold auch noch Zahnräder enthält, ist naheliegend. Bei manchen Gegenständen sind die enthaltenen Komponenten aber nicht so offensichtlich. Immerhin wird im Pip-Boy angezeigt in welche Einzelteile ein bestimmtes Objekt zerlegt werden kann. Außerdem kann man jede einzelne Komponete für die Suche markieren. Danach wird Schrott, aus dem die gewünschte Ressource gewonnen werden kann, farblich hervorgehoben, wenn man ihn anvisiert. Trotzdem ist mein Inventar nach jedem Ausflug ins Ödland nach kurzer Zeit viel zu voll. Daher muss ich regelmäßig in meine Hauptbasis (Sanctuary) zurückkehren. Dort kann ich den gesamten Schrott durch Drücken der Dreieck-Taste zur späteren Verwendung an der Werkbank einlagern.

Jetzt aber genug gebastelt! Ab nach Diamond City!



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(Bild 15: Der zentrale Marktplatz von Diamond City)


Die Stadt wurde in einem ehemaligen Baseballstadion angelegt. Hier herrscht reges Leben und Treiben, fast wie in Vorkriegszeiten. Es gibt einen Arzt, eine Schule, viele verschiedene Läden, einen Radiosender und eine Kneipe, in der Steckbriefe zu finden sind, welche mich zum Schauplatz kleiner Nebenquests führen. In Diamond City finde ich erstmals Verwendung für die bisher gesammelten Kronkorken. Diese Verschlüsse von Nuka-Cola-Flaschen sind die im gesamten postatomaren Ödland gültige neue Währung. Bei den Händlern kann ich nicht benötigte Ausrüstung versilbern, mich mit Munition versorgen und Rohstoffe kaufen. Letztere sind aber sehr teuer und auch für hochwertige Waffen und Rüstungen müsste ich mehr hinblättern, als ich mir jetzt leisten kann. Bessere Preise erziele ich übrigens mit hohem Charisma-Wert. Deshalb ziehe ich mich bei meinen Besuchen in Diamond City immer um und lege schicke Kleidung an, durch die das Charisma gesteigert wird.

Der Arzt kommt mir wie gerufen. Natürlich besitze ich verschiedene Medikamente (Chems), mit denen ich unter anderem meine Gesundheit (TP) wiederherstellen kann, aber ich leide unter Strahlenkrankheit. Auch dafür gibt es Chems, die möchte ich mir aber aufsparen. Strahlung ist im Ödland allgegenwärtig. Manche Gebiete sind permanent verseucht, manchmal kommt es zu Stürmen mit radioaktivem Regen oder Staub. Zusammen mit nicht selbst zubereiteter Nahrung und nicht aufbereitetem Wasser (beides stellt TP wieder her) nimmt man ebenfalls Strahlung auf, außerdem geben bestimmte Gegner Strahlung ab. Je stärker man verstrahlt ist, desto geringer ist die maximale Gesundheit, erkennbar am roten Bereich der TP-Anzeige. Der Arzt kann das im Handumdrehen zum Preis von ein paar Dutzend Kronkorken heilen. In Diamond City ist sogar ein plastischer Chirurg ansässig, bei dem ich mein Aussehen verändern könnte, wenn ich wollte.

Diamond City ist eine Gemeinde, die ich nicht weiter ausbauen kann, das heißt, ich kann den Baumodus hier nicht aufrufen. Ich könnte lediglich ein Haus kaufen und mit vorgegebenen Möbelsets einrichten, aber das übersteigt meine derzeitigen finanziellen Mittel bei weitem. Die Stadt wird bewacht, sie ist schon aufgrund massiver Mauern und Tore sicher vor Überfällen. Probleme gibt es aber auch hier. So höre ich erstmals von einer Gruppierung, die unter der Bezeichnung "Das Institut" bekannt und im ganzen Commonwealth gefürchtet ist. Angeblich entführt das Institut immer wieder Menschen, um sie durch Roboter zu ersetzen. Verschiedene Generationen dieser Synths sind überall im Ödland anzutreffen. Einfache Modelle sind auf den ersten Blick als Maschinen zu erkennen.



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(Bild 16: Ein besiegter einfacher Synth im grünlichen Schein meiner Pip-Boy-Taschenlampe)


Hoch entwickelte Synths lassen sich nicht von Menschen unterscheiden. Da ist Paranoia natürlich vorprogrammiert. Ich werde Zeuge, wie ein Bürger von Diamond City jemanden zu erschießen droht, den er für einen Synth hält. Ein Wächter macht der Szene ein Ende, indem er dem Typen den Schädel wegschießt - der blutige Verlust von Körperteilen, das Zerspraddeln ganzer Körper und ähnliche unzensierte Gewaltdarstellungen rechtfertigen die FSK18-Einstufung dieses Spiels.

In Diamond City mache ich die Bekanntschaft der Herausgeberin eines kritischen Lokalblatts: Ich begegne der Journalistin Piper, die mich wegen der Farbe meines Vault-Overalls "Blue" nennt. Sie interviewt mich für einen Zeitungsartikel, schließt sich mir danach an und wird zu meiner neuen ständigen Begleiterin.



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(Bild 17: Piper)


Da ich immer nur einen Begleiter dabeihaben kann, schicke ich Dogmeat zurück nach Sanctuary, wo er auf mich warten wird. So kann ich mit allen Begleitern verfahren und ich kann die Begleiter, von denen ich im weiteren Verlauf noch so einige kennenlernen werde, jederzeit wechseln. Sie alle haben unterschiedliche Fähigkeiten, Vorlieben und Abneigungen. Im Gegensatz zu Dogmeat hat Piper ihre eigene Meinung zu allem was ich sage und tue. Sie findet es gut, wenn ich den Menschen uneigennützig helfe und es gefällt ihr, wenn ich Schösser knacke.



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(Bild 18: Minispiel Schlösserknacken: Haarklammer in die richtige Position bringen, dann Schraubenzieher drehen)


Als Verfechterin der Wahrheit mag Piper anscheinend keine Geheimnisse, und so wächst mit jedem in ihrer Anwesenheit geknackten Schloss ihre Zuneigung zu mir. Aber ich muss aufpassen, dass ich mich bei Verbrechen wie Einbruch, Taschendiebstahl und so weiter nicht erwischen lasse. Alle Verbrechen werden streng bestraft! Ich greife ein wenig vor: Inzwischen liebt Piper mich, da ich mich in ihrer Begleitung als echter Altruist gezeigt habe. Ich bin eine romantische Beziehung mit ihr eingegangen, was mir unter anderem den Vorteil verschafft, dass ich nach einer mit Piper verbrachten Nacht vorübergehend mehr EP erhalte ...

Ebenso wie Dogmeat muss Piper als Packesel für mich herhalten. Sie kann die ihr übergebene Ausrüstung aber auch selbst nutzen. Ich gebe ihr eine bessere Waffe und Schutzkleidung. Was sie anlegen soll, kann ich im Inventarmenü festlegen. Ich kann ihr befehlen zu warten, zum von mir angeklickten Punkt zu gehen, Behälter nach interessanten Objekten zu durchsuchen und so weiter. Im Kampf ist sie allenfalls gegen schwache Feinde oder als Köder nützlich, denn ihre Schlagkraft ist gering. Sie ist jedoch unsterblich! Sind ihre TP sehr gering, fällt sie zu Boden und kann nichts mehr tun, bis ich alle Gegner beseitigt oder ihre Gesundheit mit einem Stimpack wiederhergestellt habe. Die Erkundung Diamond Citys, der Handel und das Kennenlernen meiner neuen Begleiterin sind erst einmal genug für diesen Tag.

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J. Kreis, 07.01.2016





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