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Fallout 4

System:
Sony
Playstation 4

Genre:
RPG

Note: 1 / 3

Fallout 4: Kringels Ödlandtagebuch (Seite 1)

Fallout 4 - eine Mischung aus Egoshooter und RPG - hat einen derart gewaltigen Umfang, dass ich unmöglich auf alles eingehen kann, was Spielwelt und Gameplay bieten. Aus demselben Grund werde ich mich noch sehr lange im Commonwealth des Jahres 2287 aufhalten, in jener postapokalyptischen Welt also, die sich in den zwei Jahrhunderten nach dem globalen Atomkrieg in Boston und Umgebung entwickelt hat. Deshalb möchte ich meine Erlebnisse in Form eines Tagebuchs festhalten. Da Fallout 4 in den Grundzügen den Spielen Fallout 3 und Fallout New Vegas gleicht, verweise ich ansonsten auf meine damaligen Reviews.

Eine Note kann ich dem Spiel jetzt noch nicht geben - ich muss erst noch ein paar hundert Stunden spielen ...

Kringels Ödlandtagebuch, erster Tag. 23. Oktober 2077: Weltuntergang

Die Installation dauert eine Dreiviertelstunde! Währenddessen laufen Lehrfilme im Vault-Boy-Trickfilmstil, mit denen die S.P.E.C.I.A.L.-Attribute erläutert werden. Das Spiel beginnt damit, dass sich der Protagonist, dessen Rolle ich übernehmen werde, vor dem Badezimmerspiegel auf eine Rede vorbereitet, die er am selben Tag halten soll. Ich entscheide mich für einen männlichen Charakter und kann jetzt sein Aussehen bis ins kleinste Detail festlegen. Für die Modellierung der Gesichtszüge und so weiter geht die erste Stunde drauf! Nachdem das erledigt ist, geselle ich mich zu meiner Gattin Nora im Wohnzimmer, während unser Baby Shaun friedlich im Bettchen schlummert und sich der Haushaltsroboter Codsworth um das Frühstück kümmert.



Fallout 4

(Bild 1: Home sweet Home - so hat man die Welt von Fallout noch nie zuvor gesehen)


Da klingelt es an der Tür. Ein Mitarbeiter der Firma Vault-Tec, die aufgrund wachsender Spannungen zwischen den USA und China überall im Land Atomschutzbunker errichtet hat, teilt mir mit, dass meine Familie für Vault 111 eingeteilt wurde, den Bunker in der Nähe unseres Heimatstädtchens Sanctuary Hills. Es müssen nur noch ein paar Formalitäten erledigt werden, genauer gesagt: Jetzt lege ich die Werte meiner S.P.E.C.I.A.L.-Attribute fest. Meine Spielfigur soll ziemlich stark sein, damit sie später recht viel Ausrüstung tragen kann. Das Charisma soll keinen allzu niedrigen Wert haben, damit ich gute Chancen habe, NPCs zu überreden. Intelligenz kann natürlich auch nicht schaden.

Nachdem ich die vorgegebene Punktzahl auf die sieben Attribute verteilt habe, verabschiedet sich der Mann von Vault-Tec. Wenig später wird in den Nachrichten von einem bevorstehenden Nuklearangriff gewarnt. Sirenen beginnen zu heulen. Die gesamte Stadtbevölkerung strömt zum Eingang von Vault 111, aber nur wenige - darunter Nora, Shaun und ich - werden eingelassen. Kaum setzt sich der Aufzug in Bewegung, der uns in sichere Tiefen tragen wird, wachsen am Horizont die ersten Atompilze in den Himmel.



Fallout 4

(Bild 2: Das Ende der Welt)


Im Bunker sind wir sicher, müssen zuvor jedoch eine Entgiftung über uns ergehen lassen. Das jedenfalls behaupten die hiesigen Vault-Tec-Mitarbeiter. Alle Neuankömmlinge erhalten blaue Overalls, jeder einzelne muss sich in eine "Dekontaminationskapsel" begeben.



Fallout 4

(Bild 3: Willkommen in Vault 111!)


In Wahrheit werden wir in Kryostase versetzt, ich verliere das Bewusstsein. Irgendwann komme ich wieder zu mir und muss hilflos mit ansehen, wie Unbekannte die mir gegenüber liegende Kapsel aufbrechen, Nora töten und Shaun entführen. Dann versinke ich wieder im Kälteschlaf. Als ich endgültig erwache, sind 210 Jahre vergangen, wie ich erfahre, als ich einen der wenigen noch funktionsfähigen Computer hacke. Ich nehme den Ehering meiner toten Frau an mich und schwöre ihr, dass ich Shaun finden und ihren Tod rächen werde. Ich bin der einzige Überlebende von Vault 111. In allen anderen Kapseln befinden sich tiefgefrorene Leichen, vom Bunkerpersonal sind nur Skelette übrig. Riesige mutierte Kakerlaken machen die Gänge unsicher. Zum Glück finde ich eine 10mm-Pistole, mit der ich mich gut gegen die Biester verteidigen kann. So sammle ich meine ersten Erfahrungspunkte (EP). Für jeden besiegten Gegner, jede abgeschlossene Quest, jedes geknackte Schloss, jedes gehackte Computerterminal, jeden entdeckten Ort usw. erhalte ich diese Punkte, sie werden für den Level-Aufstieg benötigt.

Neben diversem Schrott, dessen Nutzen ich jetzt noch nicht kenne, liegt auch ein funktionsfähiger Pip-Boy in Vault 111 herum. Den nehme ich natürlich mit. Dieser am linken Unterarm getragene Multifunktionscomputer zeigt mir die Umgebung, meinen Status, meine Aufgaben usw. an, außerdem kann ich damit mein Inventar verwalten. In einem Tresor befindet sich eine mächtige Waffe - der Kryolator - aber ich besitze noch nicht die zum Knacken des Schlosses benötigte Fertigkeit. Da ich hier nichts weiter tun kann, verlasse ich den Bunker und gehe zurück nach Hause. Doch die Welt hat sich drastisch verändert. Von den Bäumen sind nur noch Gerippe übrig, überall wuchert merkwürdiges Gestrüpp, das Wasser ist radioaktiv kontaminiert, Müll liegt herum und Sanctuary Hills ist ein Ruinenfeld. Nirgendwo sind Menschen zu sehen.



Fallout 4

(Bild 4: Ein Teil von Sanctuary Hills nach der Katastrophe)


In meinem einst schönen Heim sieht es nicht besser aus.



Fallout 4

(Bild 5: Mein Zuhause - oder was davon noch übrig ist)


Immerhin: Codsworth ist immer noch da, er ist voll funktionsfähig! Von ihm erhalte ich den Hinweis, dass es in Diamond City noch Menschen gibt. Vielleicht sollte ich dort mit der Suche nach Shaun beginnen. Codsworth würde mich begleiten, doch ich ziehe lieber erstmal allein los.

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J. Kreis, 30.12.2015





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