Zurück zu den Spielen

Batman Arkham Origins

System:
Sony
Playstation 3

Genre:
Action-Adventure

Kurzreview
Batman: Arkham Origins

Das dritte Spiel der "Batman"-Reihe ist ein Prequel von Batman: Arkham Asylum. Spielwelt und Gameplay sind fast identisch mit Batman: Arkham City, so dass ich es sehr kurz machen, mich auf die Unterschiede beschränken und ansonsten auf die verlinkten Reviews verweisen kann. Die Ähnlichkeit mit dem zweiten Spiel der Reihe ist auch schon mein Hauptkritikpunkt. Zu wenig Neues wird geboten und diesmal waren die endlosen unvermeidlichen Prügeleien, teils gegen 20 Gegner zugleich, für mich nur noch lästige Pflichterfüllung.

Die Story ist einige Jahre vor Arkham Asylum angesiedelt. Bruce Wayne / Batman ist erst seit ungefähr zwei Jahren in Gotham City unterwegs, um gegen das Böse zu kämpfen und Angst unter den Verbrechern zu verbreiten. Er arbeitet allein und wird nur von seinem Butler Alfred unterstützt, der ihn von der Bathöhle aus mit Informationen versorgt und sich um die Wartung von Batmans High-Tech-Waffenarsenal kümmert. Captain Gordon vom Gotham City Police Department betrachtet ihn keineswegs als Verbündeten, sondern als Verbrecher, der hinter Gitter gebracht werden muss. Zur Weihnachtszeit setzt Gangsterboss Black Mask ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf Batman aus. Mehrere Auftragskiller, darunter Deathstroke, Copperhead, Firefly und Bane, geben sich nun in Gotham ein Stelldichein, um dafür zu sorgen, dass der maskierte Rächer die Nacht nicht überlebt. Batman holt zum Gegenschlag aus. Er sammelt Informationen, die darauf hindeuten, dass womöglich gar nicht Black Mask hinter der Sache steckt, sondern ein viel gefährlicherer Verbrecher, mit dem er es bis jetzt noch nicht zu tun hatte. Der Name dieses Wahnsinnigen ist nicht bekannt. Man nennt ihn "Joker" ...

Diese Geschichte, insbesondere das erste Aufeinandertreffen Batmans und des Jokers, ist in meinen Augen die größte Stärke des Spiels. Es ist ganz witzig zu sehen, wie sich die Dinge allmählich in jene Richtung entwickeln, die aus den beiden älteren Spielen bekannt sind. So hält zunächst fast niemand Batman für einen Helden. Die Menschen wissen noch nicht so recht, was er eigentlich will. Nur Barbara, Captain Gordons Tochter, findet gut, was der Capeschwinger tut, und hilft ihm sogar, die Pläne eines Schurken zu durchkreuzen. Zwischen Batman und dem Joker gibt es fast so etwas wie eine Seelenverwandtschaft ...

Ein bestimmter Stadtteil Gothams, der später abgetrennt und zum Arkham-Gefängnis umgewandelt werden wird, ist noch frei zugänglich. Dort befindet sich ein Schiff, dessen Inneres betreten werden kann. Hier hat der Pinguin sein Hauptquartier eingerichtet. Ansonsten ist in der Spielwelt nicht viel Neues zu entdecken. Das gilt auch für das Waffenarsenal. Im Verlauf der Story erhält Batman Schockhandschuhe, mit denen er unblockbare Schläge austeilen kann, sobald sie aufgeladen sind. Mit einer Batclaw-Variante lässt sich ein Seil zwischen zwei Verankerungen spannen, zu dem sich Batman dann hinaufschwingen kann. Haftminen lassen sich zur Lähmung von Gegnern einsetzen.

Ganz neu ist die Möglichkeit, via Batwing zu Absetzpunkten in den einzelnen Stadtteilen zu fliegen. Das Flugzeug wird allerdings nicht vom Spieler gesteuert. Man wählt nur einen Schnellreisepunkt aus, bekommt dann eine Animation zu sehen und befindet sich nach einer gewissen Wartezeit am entsprechenden Ort. Um die Schnellreisepunkte freizuschalten, müssen Funktürme deaktiviert werden, die Störsignale ausstrahlen. Sie wurden von einem Typen aufgestellt, den Batman auch noch nicht kennt. Er wird ihn unter dem Spitznamen "Riddler" später noch genauer kennenlernen. Riddler-Rätsel sind auch diesmal wieder überall in der Stadt verteilt, aber nicht in so großer Anzahl wie in Arkham City.

Nebenquests sind erneut vorhanden. So muss Batman diverse Superschurken aufspüren und ausschalten, außerdem stößt er manchmal auf Tatorte, die mittels Batcomputer analysiert werden können. Durch die Untersuchung von Beweisstücken am Tatort wird der Hergang rekonstruiert und schematisch visualisiert. Wenn sich Batman durch die Straßenschluchten schwingt, also nicht den Batwing nutzt, wird er durch abgehörte Funksprüche auf in Gang befindliche Verbrechen aufmerksam gemacht. Er kann eingreifen, muss dann wieder mal Dutzende Fieslinge verprügeln und erhält zur Belohnung Erfahrungspunkte.

Und mehr gibt es schlicht und einfach zu diesem Spiel nicht zu sagen. Ich bin deshalb ziemlich enttäuscht von Arkham Origins. Das Spiel kommt mir vor wie ein abgesehen von der durchaus gelungenen Story - uninspirierter Aufguss des zweiten Teils. Wer noch kein Spiel der "Batman"-Reihe kennt, wird mit Arkham Origins sicher viel Spaß haben. Was mich betrifft, so muss ich sagen, dass ich die Lust an weiteren Teilen verloren habe. Ein weiteres Spiel nach demselben Strickmuster brauche ich nicht so bald!

J. Kreis, 15.04.2017





Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Noch keine Gastkommentare vorhanden!


Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)


Seitenanfang