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Versprochen ist versprochen Versprochen ist Versprochen (USA, 1996)
- Jingle all the way -

DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: 6
Laufzeit: ca. 86 Minuten

Extras
Original Kinotrailer, Mini-Biografien der Darsteller und des Regisseurs (Texttafeln)

Regie:
Brian Levant

Hauptdarsteller:
Arnold Schwarzenegger (Howard Langston)
Sinbad (Myron Larabee)
Rita Wilson (Liz Langston)
Jake Lloyd (Jamie Langston)
Phil Hartman (Ted Maltin)




Inhalt:

Der vielbeschäftigte Unternehmer Howard Langston vernachlässigt seine Familie. Das merkt auch sein Nachbar Ted Maltin, der die Gelegenheit nutzt, sich bei Howards Frau Liz einzuschleimen. Noch mehr ist allerings Howards kleiner Sohn Jamie betroffen. Howard schafft es kein einziges Mal, rechtzeitig zugegen zu sein, wenn es für Jamie wichtig wäre. Jamie wirft seinem Vater völlig zu Recht vor, dass man sich auf nichts von dem verlassen kann, was er verspricht. Deshalb ist es für Howard besonders wichtig, sein letztes Versprechen wahr zu machen: Jamie zu Weihnachten eine Turbo-Man-Actionfigur zu schenken. Howard hätte dieses Spielzeug schon vor Wochen besorgen sollen, aber natürlich hat er es vergessen. Dummerweise ist Turbo-Man der heißeste Geschenkartikel der Saison - und jetzt, an Heiligabend, ist in der ganzen Stadt keine einzige Actionfigur mehr aufzutreiben.

Howard hetzt panisch von einem Spielwarengeschäft zum nächsten, aber überall ist Turbo-Man ausverkauft. Außerdem muss Howard sich mit dem penetranten Briefträger Myron herumschlagen, der wie eine Klette an ihm hängt und ebenfalls auf der Suche nach Turbo-Man ist. In seiner Verzweiflung geht Howard einer Bande von Spielzeugfälschern auf den Leim, dringt gewaltsam in einen Radiosender ein, weil dort ein Turbo-Man-Preisausschreiben läuft, rasselt mehrmals mit einem Polizisten zusammen und muss schließlich durchs Fenster mit ansehen, wie Ted sich scheinbar an Liz heranmacht (in Wahrheit will sie von Teds Avancen nichts wissen). Da erinnert er sich, dass Ted behauptet hat, sich rechtzeitig eine Turbo-Man-Figur gesichert zu haben. Howard bricht in Teds Haus ein. Als er das ersehnte Spielzeug schon in der Hand hat, begreift er, dass er zu weit gegangen ist. Doch die Einsicht kommt zu spät: Liz und Ted ertappen ihn auf frischer Tat.

Genervt fährt Liz mit Ted und den Kindern zur großen Weihnachtsparade, bei der auch Turbo-Man höchstpersönlich erscheinen soll. Howard wird wieder einmal von seinem alten "Freund", dem Polizisten, verfolgt. Auf der Flucht stolpert er zufällig mitten in die Vorbereitungen für Turbo-Mans Auftritt hinein. Der Schauspieler ist verunglückt und man hält Howard für den Ersatzmann. So landet er im Turbo-Man-Kostüm auf einem Wagen der Parade. Seine Aufgabe besteht darin, einem Kind eine besondere Turbo-Man-Figur zu überreichen. Welch Glück! Denn am Straßenrand steht Jamie. Doch im letzten Augenblick kreuzt Myron wieder auf. Der Postbote hat sich in der Verkleidung Dementors, Turbo-Mans Erzfeind, in die Parade geschlichen. Er will Jamie die Figur abjagen, doch der Junge flieht auf das Dach eines Hochhauses. Jetzt schlägt Howards große Stunde: Er aktiviert das Jetpack seines Kostüms, rettet Jamie und gibt Myron eins auf die Mütze. Jamie und Liz, die Howard jetzt erst erkennen, sind mächtig beeindruckt. Zu guter Letzt überlässt Jamie Myron sogar noch die Actionfigur, denn er hat ja den echten Turbo-Man zu Hause...

Der Film:

Ich grüble immer noch darüber, ob dieser Film nichts weiter als eine völlig überdrehte Actionkomödie mit etwas zu schmalzigem Happy-End ist, oder ob das nur der Zuckerguss sein könnte, der eine bitterböse, zynische Abrechnung mit der Verlogenheit des modernen Weihnachtsfests und dem damit verbundenen Konsumwahn tarnt. Egal. Die Mischung aus Slapstick, Action und amüsanten Dialogen funktioniert jedenfalls recht gut. Zwar sind nur wenige richtige Lacher dabei, aber zu sehen, wie Howards Last-Minute-Weihnachtseinkauf sich in einen Alptraum verwandelt, in dem ihm seine Muskeln rein gar nicht helfen (außer vielleicht, um sich ein zudringliches Rentier vom Leib zu halten - kleine Anspielung auf die Sache mit dem Kamel in Conan), macht schon Spaß. Schließlich hat man ja selbst auch schon das eine oder andere Mal auf den letzten Drücker verzweifelt ein Geschenk gesucht und kann Howards Pein nachvollziehen. Arnold Schwarzeneggers komödiantisches Talent kommt wieder einmal voll zum Einsatz, der gute Arnie legt sich wie immer mit viel Enthusiasmus ins Zeug. Daumen hoch auch für Jim Belushi in der Rolle eines gar nicht so frommen Weihnachtsmanns.

Sinbads (komischer Name übrigens) Darstellung des offenbar psychisch schwer gestörten Briefträgers ist natürlich genauso übertrieben wie der finale Showdown. Spätestens in diesen letzten Szenen verabschiedet der Film sich vollends von der Realität. Aber was soll's, lustig ist's allemal. Insgesamt also ein kurzweiliger Film, bei dem man sich gut amüsieren kann, ohne weiter nachdenken zu müssen. Aber, wie gesagt, möglicherweise steckt doch mehr dahinter...

Kleiner Tipp: Nach dem Abspann kommt noch eine richtig gute Szene. Also nicht gleich abschalten!

Die DVD:

Die so genannten Extras sind nicht weiter erwähnenswert. Die Texttafeln sind sehr knapp und wenig informativ, dazu noch ein Trailer - das war's!

J. Kreis, 12.02.2007
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