Zurück zu den Filmen

Terminator 2

Terminator 2

Terminator 2
Terminator 2: Tag der Abrechnung (USA, 1991)
- Terminator 2: Judgment Day -

Limited Skynet Fan Edition
BluRay, Kinowelt Home Entertainment
FSK: 16
Laufzeit Kinofassung: 137 Minunten
Laufzeit Director's Cut: 154 Minuten
Laufzeit Extended Cut: 156 Minuten

German Ultimate Edition
DVD - Regionalcode 2, Kinowelt Home Entertainment
FSK: 16
Laufzeit Kinofassung: 137 Minuten
Laufzeit Director's Cut: 154 Minuten

Extras Skynet Edition
Audiokommentare, Bookmark-Funktion, D-Box Motion Codes, THX Optimizer, verschiedene interaktive Module (Bild-im-Bild-Material: Interviews, Hinter den Szenen, Storyboards usw.), Teaser und Trailer, Entfallene Szenen, Skynet Online, Zusatz-DVD mit dem Director's Cut des Films, Audiokommentar und Biografien/Filmografien (Texttafeln)

Extras Ultimate Edition
Audiokommentare, Biografien/Filmografien/Produktionsnotizen (50 Dateien mit mehreren Textseiten, teilweise mit eingebetteten Bildern und Filmclips), THX Optimizer, Featurettes: "The Making of Terminator 2: Judgment Day", "T2: More than meets the Eye", "The Making of Terminator 2 3D: Breaking the Screen Barrier", Trailer, komplettes Originaldrehbuch (Text), 60 Videoclips (Interviews usw.), 17 Storyboard-Galerien

Regie:
James Cameron

Hauptdarsteller:
Arnold Schwarzenegger (Terminator T-800, Modell 101)
Linda Hamilton (Sarah Connor)
Edward Furlong (John Connor)
Robert Patrick (Terminator T-1000)
Joe Morton (Dr. Miles Bennet Dyson)




Inhalt:

Zur Vorgeschichte: Siehe Terminator.

Gut zehn Jahre sind seit der Geburt John Connors vergangen. Seine Mutter Sarah hat jahrelang versucht, sich selbst zu einer harten Kämpferin zu machen, den Jungen auf seine künftige Rolle als Anführer der letzten Menschen im Kampf gegen die Maschinen vorzubereiten und gleichzeitig die Entstehung Skynets zu verhindern. Dadurch hat sie nicht nur Johns Kindheit, sondern auch ihr eigenes Leben ruiniert. Nach einem Bombenanschlag auf eine Computerfabrik wurde sie aufgrund ihrer wirren Prophezeiungen, denen natürlich niemand Glauben schenken konnte, in einer Nervenheilanstalt eingekerkert. John lebt seitdem in Los Angeles bei Pflegeeltern, die es nicht leicht mit dem rebellischen Kind haben. Skynet hat seine Pläne nicht aufgegeben und schickt einen neuen Terminator in die Vergangenheit. Diese Killermaschine vom Typ T-1000 ist ein weiterentwickelter Prototyp und besteht aus flüssigem Metall, das jede beliebige Form annehmen kann. Der T-1000 ist zwar nicht in der Lage, komplexe Maschinen und dergleichen funktionsfähig nachzubilden, aber er kann Menschen täuschend echt nachahmen. Außerdem kann er seine Gliedmaßen zu Hieb- und Stichwaffen verformen und ist unempfindlich für Schussverletzungen. Der T-1000 hat den Auftrag, John Connor zu töten. Doch es gibt jemanden, der den Jungen beschützt: Der zukünftige John Connor bringt einen Terminator vom Typ T-800 in seine Gewalt, programmiert ihn neu und schickt ihn ins Jahr 1995 zurück.

Beide Maschinen spüren John ungefähr gleichzeitig auf. Der T-800 schnappt sich den Jungen und flieht. Er klärt seinen Schützling über die Hintergründe auf - auch darüber, dass er jeden Befehl Johns ausführen muss. Der Junge ist begeistert über "seinen" Terminator und vertraut ihm bald vorbehaltlos. Er erschwert die Aufgabe der Maschine, indem er ihr befiehlt, keine Menschen mehr zu töten. Da der T-1000 schon seine Pflegeeltern umgebracht hat, befürchtet John zu Recht, dass seine Mutter als nächstes an der Reihe sein wird. Gemeinsam befreien John und der T-800 Sarah, die inzwischen schon selbst einen Fluchtversuch gestartet hat. Sarah hat keine Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ein Cyborg vom gleichen Typ wie jener, der sie in ihren Alpträumen verfolgt, plötzlich vertrauenswürdig sein soll, denn der T-1000 greift an. Das Trio flieht und fährt nach Mexiko zu einem alten Freund Sarahs, der sie mit Waffen versorgt. Der Terminator liefert neue Informationen über die Zukunft. Ein Mann namens Miles Bennet Dyson soll hauptverantwortlich für die Entstehung Skynets sein. Tatsächlich arbeitet Dyson für Cyberdyne Systems, eine Firma, die in wenigen Jahren zum größten Lieferanten militärischer Computersysteme werden wird. Dyson steht kurz vor der Entwicklung eines revolutionären neuen Computerchips. Was der T-800 nicht weiß: Cyberdyne ist im Besitz der Überreste des Cyborgs, den Sarah vor zehn Jahren vernichtet hat, und Dyson hat seinen Erfolg nur der Erforschung dieser überlegenen Technik zu verdanken.

Sarah sieht eine Chance, den bevorstehenden Weltuntergang zu verhindern: Dyson muss getötet werden, bevor er die alles entscheidende Entdeckung macht, die die Erschaffung Skynets erst ermöglicht. Sie macht sich allein auf den Weg. John und der T-800 folgen ihr, kommen aber zu spät: Sarah steht ihrem Opfer bereits gegenüber. Sie bringt es jedoch nicht fertig, ihn einfach zu erschießen - erst recht nicht vor den Augen seiner Familie. Als John und der Terminator eintreffen, versuchen sie Dyson klar zu machen, welche Ziele sie verfolgen. Dyson hat keine Zweifel mehr an der Wahrheit dieser Geschichte, als der T-800 sich das Fleisch vom Arm zieht, so dass ein Roboter-Endoskelett wie jenes zum Vorschein kommt, das Dyson seit Jahren untersucht. Als Dyson die Konsequenzen seiner Forschungen begreift, ist er bereit, bei der Vernichtung Cyberdynes zu helfen. Gemeinsam dringt man ins Betriebsgebäude ein. Sprengsätze werden überall deponiert. Die Polizei trifft ein. Es kommt zu einem Schusswechsel, bei dem Dyson tödlich verwundet wird. Nachdem Sarah, John und der T-800 sich abgesetzt haben, sprengt der sterbende Dyson das gesamte Gebäude und sich selbst in die Luft. Doch auch der T-1000 ist bereits vor Ort. Erneut kommt es zu einer Verfolgungsjagd, die bis in ein Stahlwerk führt. Sarah und der alte Terminator haben einen schweren Stand im Kampf gegen das überlegene neue Modell, doch zu guter Letzt kann der schon reichlich ramponierte T-800 seinen Gegner vernichten.

Nun scheint alles in Ordnung zu sein, doch der T-800 erkennt, dass es noch immer ein Stück Technik gibt, aus dem Skynet erschaffen werden könnte: Ihn selbst. John und Sarah, die den Cyborg inzwischen lieb gewonnen haben, lassen ihn in ein Becken mit flüssigem Metall hinab, in dem er restlos zerschmilzt. Nun kann Sarah erstmals wieder Hoffnung schöpfen, denn sie glaubt, den "Tag der Abrechnung" verhindert zu haben. Die Zukunft, so meint sie, ist ungewiss - doch die Wahrheit sieht anders aus...

Der Film:

Was soll ich zu diesem Film noch groß schreiben? Es dürfte kaum jemanden geben, der ihn noch nicht kennt. Nicht zu fassen: Seit der Erstaufführung sind schon wieder fast 20 Jahre vergangen. Trotzdem sieht "Terminator 2" kein bisschen alt aus! Die Veröffentlichung der "Limited Skynet Edition" (erschienen im Sommer 2009) habe ich mal zum Anlass genommen, ihn erneut anzuschauen.

"Terminator 2" ist nicht so düster und gewalthaltig wie Terminator, sondern wurde überall ein wenig "geglättet" und massenkompatibler gemacht. Das ging auf Kosten der Atmosphäre einer ständig anwachsenden Bedrohung in einer an sich ausweglosen Situation (im ersten Film ging es ja noch nicht darum, die Apokalypse zu verhindern), auch die absolute Erbarmungslosigkeit der Killermaschine ging verloren, stattdessen wurde der T-800 mehr und mehr vermenschlicht, um zum Sympathieträger werden zu können. In der geschnittenen FSK-16-Version von "Terminator" musste noch darauf hingewiesen werden, dass der Terminator eine Maschine ohne Emotionen ist - eine Maschine, die weder gut noch böse ist, sondern "funktioniert". Sie erfüllt einfach die Aufgabe, für die sie hergestellt wurde. Genau so, wie es auch ein Auto, ein Toaster oder eine elektrische Zahnbürste tut. Jedem vernünftigen Zuschauer musste das auch ohne diesen Hinweis völlig klar sein, und so konnte man den Terminator nicht für "böse" halten. Auch in "Terminator 2" hat der T-800 eigentlich keine Gefühle, sondern folgt nur seiner Programmierung, dennoch wird er als "gut" dargestellt und man hat den Eindruck, als könnte er doch Emotionen empfinden. Was übrigens auch für den T-1000 gilt.

Die vielen Zugeständnisse, die dem Massengeschmack gemacht wurden, schaden dem Film aber nicht. Trotz leichter Schwächen konnte man "Terminator 2" damals als perfekten Actionfilm bezeichnen, als wegweisendes Meisterwerk, das alles bis dato dagewesene in den Schatten stellte: Die Stunts, die Effekte (vor allem die heute doch nicht mehr ganz so gut wirkenden CGI-Szenen mit dem morphenden T-1000) waren atemberaubend, das Budget war enorm, und man sah, wie man so schön sagt, jeden einzelnen Dollar davon auf der Leinwand. Die Story ist in Ordnung, für einen Actionfilm ist sie sogar erstaunlich komplex. Es handelt sich um den klassischen Fall eines Zeitparadoxons: Durch seine Reise in die Vergangenheit, bei der er Sarah Connor töten wollte, hat der Terminator erst die Grundlagen für seine Existenz erschaffen, denn ohne seine Überreste wäre es Dyson nie gelungen, seine revolutionäre CPU zu erschaffen. Und ohne diese CPU hätte es Skynet nie gegeben. Nun ist aber ein weiterer Terminator in die Vergangenheit gereist und hat Dyson dazu gebracht, die CPU zu vernichten. Also wird Skynet (so lautet jedenfalls die Botschaft der Kinoversion) vermutlich nie entstehen - allerdings wird es somit nie einen Terminator geben, der in die Vergangenheit reisen und dort seine Überreste zurücklassen oder bei deren Vernichtung helfen könnte! Da beißt sich die Katze in den Schwanz...

Auch an den Schauspielern gibt es nichts auszusetzen. Linda Hamilton ist nicht mehr das hilflose Mädchen aus dem ersten Film, sie hat sich selbst in eine Art Terminator verwandelt und ist auf dem besten Wege, ihre Menschlichkeit zu verlieren. Man nimmt ihr die Rolle der verzweifelten Frau, die durch ihr Wissen um den kommenden Atomkrieg (was ihr natürlich niemand glaubt) an den Rand des Wahnsinns getrieben wurde und sich selbst von ihrem Sohn entfremdet, jederzeit ab. Robert Patrick ist ein starker Widersacher, er verkörpert einen ganz neuen Terminator-Typ und setzt nicht auf nackte Stärke, sondern auf Schnelligkeit und Täuschung. Edward Furlong nervt als junger John Connor zum Glück kaum, wenn man sich auch kaum vorstellen kann, wie aus diesem Bengel mal der Anführer der letzten Menschen werden soll. Unbestrittene Nummer 1 der Darstellerriege ist aber natürlich Arnold Schwarzenegger. "Terminator 2" dürfte der für sein Image wichtigste Film gewesen sein. Seine Oneliner ("Hasta la vista, Baby") sind legendär geworden, und irgendwie fragt man sich, warum der T-800 eigentlich keine Zigarre im Mundwinkel hängen hat. Es würde genau zu ihm passen. Ansonsten muss Schwarzenegger nicht viel mehr tun als stoisch durch die Gegend zu stapfen und sich mit dem T-1000 zu prügeln. Dennoch schafft er es auch mit seiner Minimal-Mimik immer wieder, Nuancen zu setzen. So kommt z.B. eine ganz leichte Genervtheit zum Ausdruck, wenn dem T-800 klar wird, welche Konsequenzen seine Grundprogrammierung (er muss jeden von John Connor erteilten Befehl ausführen) wirklich für ihn hat...

Cameron hat alles richtig gemacht. Was könnte gegen "Terminator 2" sprechen? Eigentlich nichts. Man kann den Film nur dann nicht gut finden, wenn man überhaupt keine Actionfilme mag.

Die BluRay / DVD:

Verschiedene Fassungen

"Terminator 2" ist in verschiedenen Ausgaben erhältlich, die wiederum unterschiedliche Versionen des Films enthalten. Die German Ultimate Edition enthält neben der ursprünglichen Kinoversion auch einen Director's Cut, der ca. 16 Minuten länger ist. Man sieht unter anderem, wie Sarah Connor in ihrer Zelle von zwei Wärtern gequält wird und anschließend eine Vision von Kyle Reese hat. Außerdem ist eine Szene enthalten, die den Lernprozess des T-800 in ein etwas anderes Licht rückt und in der zu sehen ist, wie John Connor sich erstmals gegen seine Mutter durchsetzt. Während der T-800 in der Kinoversion nur sagt, dass er durch seinen Kontakt mit Menschen lerne, müssen John und Sarah ihm im Director's Cut erst die CPU entfernen und eine von Skynet installierte Sperre entfernen, die das Lernen blockiert. Später sieht man, wie der T-800 sich infolge des Lernprozesses vergeblich an einem Lächeln versucht. Auch Dyson und der T-1000 erhalten zusätzliche Szenen: Ersterer zerstört eigenhändig die von ihm konstruierte CPU, letzterer hat einige Morphing-Störungen, seit der T-800 ihn schwer beschädigt hat.

In der Limited Skynet Fan Edition findet man eine weitere Version, die noch ca. 3 Minuten länger als der Director's Cut ist. Dazu muss man aber erst im Auswahlmenü die Zahlenkombination 82997 eingeben. Der "Extended Cut" enthält alle zusätzlichen Szenen des Director's Cut und zwei weitere neue Szenen. In der ersten untersucht der T-1000 John Connors Zimmer. Es wird deutlich, dass der T-1000 Informationen über Objekte sammeln kann, indem er sie berührt. So findet er Sarah Connors Aufenthaltsort heraus. Die zweite Szene ist ein alternatives Ende. Das Ende der Kinoversion ist relativ offen. Man weiß nicht, ob der Versuch, die Zukunft zu verändern, erfolgreich war. Der Extended Cut lässt keine Zweifel offen: Man sieht eine deutlich gealterte Sarah Connor im Jahre 2027 auf einer Bank des Spielplatzes, der eigentlich am 29.08.1997 wie der ganze Rest der Welt im atomaren Feuer hätte verbrennen sollen. Der Judgment Day hat nicht stattgefunden. John Connor ist kein Widerstandskämpfer, sondern Senator.

All diese Szenen sind zwar interessant, aber sie werden nicht unbedingt benötigt und stören teilweise sogar. Das gilt für allem für den grinsenden T-800. Dinge wie die Probleme, die der T-1000 nach seiner "Zersplitterung" mit dem Morphen hat, hätte man aber ruhig im Film belassen können, zumal gerade diese Szenen einige gute Effekte enthalten. Das alternative Ende wird in "Terminator 3" relativiert. Darin heißt es, der Judgment Day sei nicht verhindert, sondern nur aufgeschoben worden.

Verpackung

Das Keep Case der German Ultimate Edition mit zwei Discs (unterstes Bild) liegt in einer recht dickwandigen Metallschachtel mit Reliefprägung (mittleres Bild), die bei mir auch nach vielen Jahren noch keinen Rost angesetzt hat. Die Verpackung der Limited Skynet Fan Edition (oberes Bild) besteht aus einem "lebensgroßen" T-800-Kopf. Die beiden Discs stecken auf einem Nupsi in einer Schublade, die hinten aus dem Sockel herausgezogen wird. Die Schublade ist innen mit Samtimitat ausgekleidet, das die unschöne Tendenz zeigt, Fusseln auf den Discs abzulagern! Das hätte nicht sein müssen. Der Terminator-Kopf hat Augen, die auf Knopfdruck rot leuchten (leider fehlt der "Kameralinsen-Look", den die Augen des T-800 haben sollten), außerdem wird dann eines von einem vielleicht einem halben Dutzend Sound-Samples abgespielt. Es handelt sich nur um irgendwelche Geräuscheffekte - schöner wären z.B. Sprüche wie "I'll be back" oder "Hasta la vista, Baby" gewesen. Ansonsten darf man von dem Ding nicht viel erwarten. Der Schädel glänzt zwar schön, als bestehe er aus verchromtem Stahl, aber es ist nur Plastik. Aus einiger Entfernung sieht das Ding wirklich gut aus, aber aus der Nähe erkennt man Gussnähte und andere kleine Mängel. Trotzdem macht der reflektierende Schädel sich im Regal ganz gut.

Bonusmaterial German Ultimate Edition

Ich weiß ja nicht, wer sich die Art der Zusammenstellung des Bonusmaterials ausgedacht hat - von Benutzerfreundlichkeit kann derjenige noch nicht viel gehört haben. Disc 1 geht ja noch - darauf befinden sich nur die zwei Versionen der Filme, die Audiokommentare und ein paar Texttafeln mit Biografien/Filmografien. Disc 2 ist zwar ein Füllhorn voller Bonusmaterial, aber das ist auf hunderte (kein Witz) einzelner Menüpunkte verteilt.

Mit den Featurettes ist es ja noch einfach, das sind nur drei: "The Making of Terminator 2: Judgment Day" (ca. 31 Minuten) ist die übliche Mischung aus Filmszenen, Interviews und Hinter-den-Szenen-Material, insgesamt wenig aussagekräftig (zuminest wenn man den Film schon gesehen hat), aber wenigstens lustig: Arnold Schwarzenegger entpuppt sich während der Dreharbeiten mal wieder als echter Scherzkeks. "T2: More than meets the Eye" (ca. 22 Minuten) ist eine Dokumentation über die Entstehung des Director's Cut. Es wird gezeigt, welche Szenen neu sind, wie einige von ihnen gedreht wurden (bei der "Schädel-OP" des T-800 kam Linda Hamiltons Zwillingsschwester zum Einsatz) und wie die Schauspieler sowie der Regisseur zu diesen Szenen stehen. "The Making of Terminator 2 3D: Breaking the Screen Barrier" (ca. 23 Minuten) ist ein Making-Of einer Vergnügungspark-Attraktion der besonderen Art: Mit den Originalschauspielern wurde eine Mixtur aus 3D-Film und Live-Show erschaffen, die die Geschichte von "Terminator 2" fortführt. Ein T-1000 hetzt John Connor und einen T-800 durch eine Art Zeitportal, so dass die beiden sich in der Epoche des Kampfes gegen die Maschinen wiederfinden. Sie dringen bis ins Innere von Skynet vor. Diese Doku ist sehr interessant, weil unsereins wohl kaum jemals im Leben Gelegenheit haben wird, den Vergnügungspark in den USA aufzusuchen, wo dieses Spektakel gezeigt wird. Wenn es überhaupt noch läuft, was ich nicht weiß.

Damit ist die Übersichtlichkeit dann aber auch zu Ende. Das weitere Bonusmaterial besteht aus -zig Videoclips, noch mehr Textseiten mit massenweise Informationen über alle Phasen des Produktionsprozesses (teils mit eingebetteten Bildern und Filmclips), Storyboard-Sequenzen, Bildergalerien, dem komplette Drehbuch (!), Interview-Schnipseln, Entfallenen Szenen usw., manchmal ist auch eine Multi-Angle-Funktion vorhanden. Nur eines fehlt: Eine "alles abspielen"-Funktion. Insgesamt kann man an der schieren Masse von Informationen natürlich nichts aussetzen, aber es wäre besser gewesen, all den über ich-weiß-nicht-wieviele Einzelmenüs verteilten Kram zu einer einzigen, langen Dokumentation mit Kapitelauswahl zusammenzufassen.

Bonusmaterial Limited Skynet Fan Edition

Die Bonus-DVD, die den Director's Cut enthält, ist mit Disc 1 der German Ultimate Edition identisch. Die BluRay-Disc enthält fast ausschließlich Material, das während des laufenden Films eingeblendet wird. In einem kleinen Zusatzbild kann man dann z.B. sehen, wie die Szene, die gerade läuft, entstanden ist. Es gibt sechs verschiedene "Plug-Ins" dieser Art, dazu gehören auch interaktive Spiele, außerdem kann man Drehbuch und Storyboard während des laufenden Films sehen. Die beiden nicht verwendeten Szenen, die in den Extended Cut eingefügt wurden, kann man auch gesondert aufrufen. Ich muss sagen: Das ist nichts für mich. Ich will entweder den Film sehen, oder eine Dokumentation, nicht beides gleichzeitig. Was ich erst recht nicht nutze, sind die Online-Funktionen der BluRay. Wenn man nämlich mit dem Internet verbunden ist, kann man auf noch mehr Informationen, Bildergalerien, eine Community und diverses Werbematerial zugreifen. Das nutze ich nicht, deshalb kann ich zu diesem Feature nichts sagen.

J. Kreis, 27.09.2009


Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)


Seitenanfang